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Astronomie Hier geht's nicht nur um Astronomie im klassischen Sinne, sondern auch um all die Mythen, Geschichten und Prophezeiungen, die sich rund um Sterne, Kometen und andere Himmelskörper ranken.

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Alt 09.09.2003, 14:11   #1
Commander Duke
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Beiträge: 327
Standard Venus: Zwei Milliarden Jahre lang erdähnliches Klima

Zitat:
Auf der Venus tobte womöglich das Leben
Neben dem Mars könnte auch die Venus einst Leben beherbergt haben: Der Klimawandel, der auf der Venus eine Höllenglut entfachte, ist vermutlich viel später eingetreten als bisher vermutet. Der Planet könnte zwei Milliarden Jahre lang bewohnbar gewesen sein.
NASA/ JPL


Venus: Möglicherweise zwei Milliarden Jahr lang bewohnbar

Auf ihrer Oberfläche würde Blei zerfließen, aus ihren dichten Wolken regnet Schwefelsäure: Lebensfreundliche Orte sehen anders aus als die Venus. Zwar herrschten auf dem Planeten vor langer Zeit erdähnliche Temperaturen, gewaltige Ozeane schwappten zwischen den Kontinenten. Doch gilt als gesicherte Erkenntnis, dass das Wasser durch einen galoppierenden Treibhauseffekt verdampfte, der die Venus in einen glutheißen Ort mit einer Oberflächentemperatur von bis zu 400 Grad Celsius verwandelte.
Zwei Milliarden Jahre lang erdähnliches Klima

Die Frage ist, wann die fatale Entwicklung ihren Lauf nahm. Bisher wurde angenommen, dass das Klima auf der Venus vor etwa vier Milliarden Jahren "umkippte", nur 600 Millionen Jahre nach der Entstehung des Sonnensystems. David Grinspoon vom Southwest Research Institute in Texas glaubt jedoch, dass der Klimawandel erst viel später eintrat. Auf der Venus, erklärte der Forscher gegenüber dem Wissenschaftsmagazin "New Scientist", hätte demnach zwei Milliarden Jahre lang ein erdähnliches Klima geherrscht - mehr als genug für die Entstehung von Leben.

Der Fehler der bisherigen Schätzungen liegt laut Grinspoon in der Tatsache, dass sie die Wolkenbildung bei der Berechnung des Klimawandels nicht berücksichtigt hätten. Wolken könnten die Atmosphäre jedoch um bis zu 100 Grad Celsius abkühlen, indem sie das Sonnenlicht in den Weltraum zurück reflektieren.

Das würde nach Grinspoons Berechnungen bedeuten, dass es zwei Milliarden Jahre lang Ozeane, gemäßigte Temperaturen und damit möglicherweise Leben auf der Venus gab. Andere Forscher vermuten, dass hartnäckige Organismen bis heute auf der Venus überlebt haben könnten - allerdings nicht auf der Oberfläche des Planeten, sondern in den äußeren Schichten der Atmosphäre, unter vergleichsweise gemäßigten Temperatur- und Druckverhältnissen.

Verdampfende Ozeane könnten Tektonik gestoppt haben

Der späte Klimawandel könnte laut Grinspoon zugleich einen weiteren globalen Wandel auf der Venus erklären. Vor rund 700 Millionen Jahren ist die gesamte Oberfläche des Planeten anscheinend geschmolzen und hat sich neu formiert. Grinspoon glaubt, dass das Verdampfen der Ozeane die Tektonik vollständig zum Erliegen gebracht hätte - die Venus hätte das effektivste Ventil für ihre innere Hitze verloren, die Kruste wäre geschmolzen.

Grinspoons Theorie könnte für die Planetologie weit reichende Konsequenzen haben: Die "grüne Zone" - der Entfernungsbereich zur Sonne, innerhalb dessen Planeten Leben hervorbringen können - würde stark anwachsen, da die Venus bisher weit außerhalb dieser Region vermutet wurde.
Quelle: Spiegel.de
Commander Duke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.09.2003, 20:13   #2
Archer
Jungspund
 
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Beiträge: 12
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Sollte diese Theorie den Tatsachen entsprchen, leg sie es noch viel näher, als dies ohnehin schon der Fall ist, dass Leben irgendwo in den weiten des Universums existent ist.

Fazit: Wir sind nicht allein .
Archer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2003, 00:15   #3
Sereck
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Beiträge: 2.497
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hast du etwa jemals daran gezweifelt.

es wäre wirklich eine fantastische endekung.dies würde bedeuten das man planeten oder gar sterne deren umgebung man bisher als für leben ungeeignet einstuffte neu bewerten müsste.
allein die zahl der planeten mit leben in unserer eigenen galaxis würde enorm ansteigen.
Sereck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2003, 07:42   #4
V.A.
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Was für eine Entdeckung liegt den hier vor?Wird nicht einfach nur eine These dürch eine andere ersetzt?
Für mich persönlich ist jede These gleichvielwert,solange es keine gesicherten Erkenntnisse gibt
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Alt 10.09.2003, 22:18   #5
Sereck
Lebendes Foren-Inventar
 
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Beiträge: 2.497
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um gesicherte erkenntnisse liefern zu können müssten wir erst
einmal auf der venus landen.vieleicht würde die analyse der atmosphäre diereckt vorort ein besseres ergebniss ergeben.
man könnte so feststellen ob es wirklich mikroorganismen in den höheren schichten der atmosphäre gibt.
vieleicht würden auch kernbohrungen neue erkenntnisse bringen.
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Alt 13.09.2003, 07:56   #6
Dragonhoard
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"Wir" sind bereits auf der Venus gelandet.

Im Jahre 1970 landete die russsiche Raumsond Venera 7 auf der Oberfläche der Venus. Ihr folgten noch 6 weitere. Die Überlebsdauer auf der Oberfläche war allerdings sehr gering, bei Venera 7 nur 23 min.
__________________
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt. Albert Einstein
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Alt 14.09.2003, 05:07   #7
Sereck
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gerade das war ja das problem.sie waren nicht annährend lange genug funktionstüchtig um entsprechende daten liefern zu können die diese theorie unterstüzen würde.
erst eine bemannte mission würde es uns ermöglichen die erforderlichen daten zu sammeln.
allerdings ist bis jetzt völlig unklar wie menschen dort überleben sollen.
Sereck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.02.2004, 09:07   #8
soul
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Hmmm .... extremer Treihauseffekt führte dazu dass die Temperaturen so brutal anstiegen??? Das erinnert mich gerade an unseren momentanen Wetterwandel ... möchte ja nicht schwarzsehen oder so ... aber unserem Planeten kann es vielleicht auch bald so gehen ...
__________________
soul ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2004, 11:42   #9
Fishbowl
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Zitat:
Original von The_Michele
Hmmm .... extremer Treihauseffekt führte dazu dass die Temperaturen so brutal anstiegen??? Das erinnert mich gerade an unseren momentanen Wetterwandel ... möchte ja nicht schwarzsehen oder so ... aber unserem Planeten kann es vielleicht auch bald so gehen ...
Ich würde sogar sagen, unserem Planeten wird es bald so gehen... ALso ich sehe für die Zukunft der Menschen eher negative Folgen.
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Alt 06.03.2004, 13:24   #10
Asgaard
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Beiträge: n/a
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Eigentlich gehört das Thema Treibhauseffekt nicht zu diesem Thread, aber ich kann die gemachten Aeusserungen diesbezüglich nicht einfach so stehen lassen.

Entgegen der herrschenden Meinung der überwiegenden Zahl der sogenannten Klimaforscher, die aus einer Momentaufnahme heraus schliessen, dass die Klimaerwärmung ein längerfristiger Trend darstelle, gibt es auch ernstzunehmende Meinungen, die gerade das Gegenteil, nämlich eine Abkühlung voraussagen!

Der sogenannte Treibhauseffekt, ausgelöst vorallem durch die Umweltverschmutzung, ist existent, aber nicht der Hauptfaktor der Klimarerwärmung.

In erster Linie, und das wurde in diesem Forum im Thread über die Sonnenbeobachtung von @nane auch erwähnt, ist die Sonnenaktivität (bzw. Häufigkeit der Sonnenflecken) für das Klima auf der Erde hauptverantwortlich. D.h. in Zeiten mit gesteigerter Sonnenaktivität (viele Sonnenflecken) wirkt sich dies entsprechenden zeitverzögert auf das Klima der Erde erwärmend aus.

Nun weiss man aus Statistiken, dass der Sonnenrhytmus 11 bzw. 22 Jahre beträgt. Es gibt aber noch einen übergreifenden Rhytmus, d.h. Zeiten mit vielen Sonnen- und Zeiten mit praktisch keinen Sonnenflecken. Letztmals keine Sonnenflecken hatte es in der Zeit von ca 1650 - 1700. Aus Statistiken ersieht man, dass zu dieser Zeit eine Abkühlung, man spricht auch von kleiner Eiszeit, stattgefunden hat. Nach dem 30jährigen Krieg (1618-1648 ) wurde dies als Strafe Gottes empfunden.

Nun sind wir gar nicht soweit von einer Zeit ohne Sonnenfleckentätigkeit entfernt und was dies bedeuten kann, sollte aus den gemachten Ausführungen heraus klar hervor gehen.

Hier eine Analyse "über eine mögliche globale Abkühlung" von Joe D'Aleo, Chief WSI/INTELLICAST Meteorologist:

http://www.intellicast.com/DrDewpoin...ingArticle.pdf
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