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Hexen, Zwerge, Trolle & Co. Fabelwesen und Naturgeister in Mythologie und Kulturgeschichte.

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Alt 08.05.2008, 20:44   #1
lars willen
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Beiträge: n/a
Standard Hexen und Mutterkorn (LSD)

ich hatte etwas in der glotze gesehen, und da das thema gut passt habe ich gegoogelt und gefunden.und auch weil gerade der erfinder von LSD hopps gegangen ist (mit 102)

keltenonline.de/Hexen%20Und%20Drogen%20Im%20Mittelalter.doc

ich hoffe es klappt,is ein guter text in Word Format.wenns nicht klappt müssten wir alles reinkopieren.

es kann ja auch jeder selber googeln.allerdings sind die meisten treffer irgendwelche dummen geschichten das der verzehr von Mutterkorn gefährlich wäre.wenn dem so wäre hätten unsere vorfahren gar nicht überlebt.basta. was da im dunklen Mittelalter abgelaufen ist,kann man schon als handlungen von menschen die unter drogen stehen ansehen.
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Alt 09.05.2008, 08:11   #2
Tarlanc
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Beiträge: 4.138
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Zitat:
Zitat von lars willen Beitrag anzeigen
es kann ja auch jeder selber googeln.allerdings sind die meisten treffer irgendwelche dummen geschichten das der verzehr von Mutterkorn gefährlich wäre.wenn dem so wäre hätten unsere vorfahren gar nicht überlebt.basta. was da im dunklen Mittelalter abgelaufen ist,kann man schon als handlungen von menschen die unter drogen stehen ansehen.
Ähm, normalerweise ignorier ich ja deinen Dünnschrieb gern mal, aber diesmal ist er nicht nur daneben, sondern auch GEFÄHRLICH.

Mutterkorn ist keine Droge, es ist ein Pilz, der starke Toxine produziert. Hofmann ist es zwar gelungen, aus Ergotoxin eine Droge herzustellen, aber das heisst nicht, dass man Mutterkorn essen könnte.
Die Toxine des Mutterkorns führen zu einer Verengung von Blutgefässen, was je nach Konzentration der Toxine zu einem Absterben von Fingerkuppen und Zehen oder zum verfaulen von Nase, Zahnfleisch, Händen und Füssen führen kann. Oder gleich zum Tod, wenn innere Organe absterben.
Damit ist absolut nicht zu spassen.

Und nur weil dir die Fähigkeit abgeht, medizinische Informationen zu lesen und zu verarbeiten, brauchst du hier keine verharmlosenden Kommentare für einen derart gefährlichen Pilz zu posten.
__________________
Even people who are a pain in the arse can stimulate new thinking.
Vaughan Bell, Institute of Psychiatry, London
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Alt 09.05.2008, 11:51   #3
perfidulo
Lebendes Foren-Inventar
 
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Registriert seit: 10.12.2005
Ort: Hauptstadt des Grauens
Beiträge: 9.598
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Zitat:
Zitat von Tarlanc Beitrag anzeigen
Ähm, normalerweise ignorier ich ja deinen Dünnschrieb gern mal, aber diesmal ist er nicht nur daneben, sondern auch GEFÄHRLICH.

[...]

Und nur weil dir die Fähigkeit abgeht, medizinische Informationen zu lesen und zu verarbeiten, brauchst du hier keine verharmlosenden Kommentare für einen derart gefährlichen Pilz zu posten.
Kann ich nur zustimmen.
Zu meiner Studienzeit hat es durchgeknallte Typen gegeben, die in Getreidefeldern nach Mutterkorn-Infektionen gesucht haben und das Zeug dann genommen haben. Agro-LSD sozusagen.
Die Folge waren einige Todesopfer.
Deshalb wird Getreide auch sorgfältig gereinigt. Wieviele im finsteren Mittelalter oder bis in die Neuzeit davon gestorben sind, ist schwer abzuschätzen.
Es gibt angenehmere Arten vom Leben zum Tode zu kommen.
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Alt 10.05.2008, 18:16   #4
Elisabeth
Foren-As
 
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Registriert seit: 17.07.2004
Beiträge: 659
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Damals waren in erster Linie die Frauen, die sich mit Pflanzen auskannten und es verstanden diese zu nutzen. Sie besaßen Wissen über Wildkräuter, die sie zur Nahrungsergänzung und auch als Heilmittel ein. Sie stellten Liebestränke, Abtreibungsmittel und auch Todesgetränke her. Es ist daher verständlich, das diese Frauen als Hexen bezeichnet wurden.

Francis Bacon schrieb kurz vor seinem Tode (1626): „Es heißt, dass die Salben der Hexen dem Fett von aus ihren Gräbern geholten Kindern gemacht sei, aus dem Saft von wildem
Sellerie, Sturmhut und Fünffingerkraut, gemischt mit Mehl von feinem Weizen.

Ich aber glaube, dass es schläfrig machende Kräuter sind, mit denen sie die Wirkung erzielen, als da sind: Bilsenkraut, Schierling, Alraune, Mondraute, Tabak, Opium, Safran, Pappelblätter...“

Dass die Hexen, wie wir heute annehmen, oft Drogensüchtige waren, beschreibt schon Cervantes (1547-1616) in den „Novelas ejemplares“ (1612): „Ich sehe und verstehe alles, doch da der Genuss meinen Willen in Fesseln geschlagen hat, bin ich schlecht und werde auch stets schlecht bleiben...Meine Salbe hat mir die schönsten Stunden verschafft." Narkotischen Salben enthielten meist Tollkirsche, schwarzes Bilsenkraut, Alraune, Stechapfel, Mohn, gefleckten Schierling und Wasserschierling, Beifuss, Eisenhut, Gundermann, Petersilie, Raute, Mutterkorn und Wurmfarn.

Bei der Geburt halfen sich die Frauen gegenseitig. Ihre Hilfe bestand in der Darreichung beruhigender, wehenfördernder und wehendämpfender sowie blutstillender Mittel wie z.B. Mutterkorn zur Einleitung der Wehen wie auch als Abtreibemittel. Der Klerus interpretierte: die Hebamme verstößt damit gegen die biblische Forderung: Unter schmerzen sollst Du gebären!
http://keltenonline.de/Hexen%20Und%2...ittelalter.doc
__________________
Taucht ein Genie auf, verbrüdern sich die Dummköpfe.
Jonathan Swift

Geändert von Elisabeth (10.05.2008 um 18:28 Uhr).
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