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Naturphänomene Kurioses und Rekorde aus der Tier- und Pflanzenwelt, atmosphärische und andere Naturschauspiele, verändertes Verhalten von Tieren ...

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Alt 09.06.2004, 13:37   #1
Desert Rose
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Standard Heuschrecken-Invasion: Biblische Plage kam aus Amerika

Zitat:
09. Juni 2004

HEUSCHRECKEN-INVASION


Biblische Plage kam aus Amerika

Die Heuschrecken, die in der Bibel die Menschheit heimsuchen, kamen einer Studie zufolge aus Amerika. Ein US-Biologe glaubt, dass die verschiedenen Heuschrecken-Arten zunächst in Amerika entstanden und dann eine von ihnen über Afrika herfiel.

"Und aus dem Rauch kamen Heuschrecken auf die Erde; und ihnen ward Macht gegeben, wie die Skorpione auf Erden Macht haben" - was das neunte Kapitel der Offenbarung für die Menschheit bereithält, klingt alles andere als angenehm: Ein Schwarm Wüstenheuschrecken machte sich über die Ernte her und bescherte den Menschen eine Hungersnot. Die fünfte der sieben biblischen Plagen, die Gott im Neuen Testament über die Erde bringt, hat nach Meinung eines Forschers ihren Ursprung jenseits des Atlantiks: Die aus der Bibel bekannten Heuschrecken, glaubt der US-Biologe Hojun Song, kamen von Amerika über den Ozean nach Afrika.

Song, der am Museum of Biological Diversity in Columbus arbeitet, hat die Abstammung und die Verwandtschaftsverhältnisse der afrikanischen Wüstenheuschrecke Schistocerca gregaria untersucht. Wie der Forscher in der Fachzeitschrift "Proceedings of the Royal Society: Biological Sciences" (Online-Vorabveröffentlichung) schreibt, weisen seine Ergebnisse darauf hin, dass sich die verschiedenen Arten der Heuschrecke erst in Amerika entwickelten und dann eine von ihnen den Weg nach Afrika fand.

Es gibt insgesamt über 50 verschiedene Heuschreckenarten, die zur Gattung Schistocerca gehören. Davon lebt jedoch nur eine einzige, nämlich die Wüstenheuschrecke Schistocerca gregaria, in der Alten Welt, während die anderen ausschließlich in Amerika vorkommen. Die Aufspaltung der Gattung zwischen den verschiedenen Kontinenten hat Wissenschaftler lange vor ein Rätsel gestellt: Wie konnten die Insekten die weite Entfernung zwischen Afrika und Amerika überwinden? Die Antwort fanden sie erst 1988, als sie einen Heuschreckenschwarm dabei beobachteten, wie er innerhalb von nur wenigen Tagen den Atlantik überquerte. Die Insekten legten dabei eine Flugstrecke von etwa 5000 Kilometern zurück.

Aufgrund dieses Vorfalls bildeten sich unter den Wissenschaftlern zwei Gruppen, die entgegengesetzte Hypothesen zu den Verwandtschaftsverhältnissen der Heuschrecken aufstellten. Der größte Teil der Forscher vertritt die so genannte Alte-Welt-Hypothese, nach der die afrikanischen Wüstenheuschrecken von Afrika aus Amerika besiedelten. Erst dort habe sich dann die ursprüngliche Art in die 50 heute dort vorkommenden Arten aufgespalten.

Die Untersuchungen von Hojun Song stützen jedoch eindeutig die so genannte Neue-Welt-Hypothese: Vergleiche von Merkmalen der verschiedenen Arten zeigen seiner Ansicht nach deutlich, dass zuerst die Artenaufspaltung in Amerika stattgefunden haben muss. Erst anschließend habe eine der Arten den Atlantik überquert und wurde in Afrika heimisch.
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Alt 31.07.2004, 09:33   #2
Desert Rose
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Zitat:
Duftstoff

Heuschrecken-Schreck entdeckt

Den riesigen Heuschreckenschwärmen, die Afrika regelmäßig heimsuchen, war man bislang hilflos ausgeliefert. Das könnte sich ändern - mithilfe von Duftstoffen, die die Heuschrecken-Männchen untereinander zur Abschreckung verwenden.

Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam der Universität Halle-Wittenberg. Die dortigen Zoologen untersuchten das Paarungsverhalten der Tiere und stießen auf einen Duftstoff, den die geschlechtsreifen Männchen zur Abwehr ihrer zahlreichen Konkurrenten im Schwarm absondern. Dieser Stoff könnte nun zur Bekämpfung von Heuschreckenplagen beitragen, hoffen die Forscher.

Normalerweise leben die Wüstenheuschrecken vereinzelt in wasserarmen Gebieten Nordafrikas, erläuterte die Universität am Mittwoch. Sie kämen in nur geringen Mengen vor und richteten auch keinen nennenswerten Schaden an. Bei großem Futterangebot werde jedoch eine regelrechte "Massenvermehrung" ausgelöst.

DPA

Meldung vom 30. Juli 2004
Quelle


Also wenn das klappen würde, wär es doch ein natürlicher, biologischer Abwehrstoff.
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Alt 01.12.2004, 00:07   #3
Desert Rose
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Standard

Gleich zweimal in kurzer Zeit:

Zitat:
22. November 2004


BIBLISCHE PLAGE

Heuschrecken fallen über Israel her

Eine Invasion von Millionen Heuschrecken bedroht die Ernte in Israel. Die bis zu zehn Zentimeter großen Insekten fressen Bäume und Wiesen kahl. Die Behörden versuchen, der Plage mit Insektiziden Herr zu werden.

"Man kann zusehen, wie ein Baum von Heuschrecken kahl gefressen wird", berichtete ein Bewohner des Badeorts Eilat, der ganz im Süden Israels am Roten Meer liegt. "Sie vertilgen alles, selbst das Grün auf Verkehrsinseln."

Die Insektenschwärme machten sich am Wochenende über städtische Parks in Eilat her und vertilgten alles Grüne, teilten israelische Behörden mit. Einwohner meldeten eine rote, krabbelnde Schicht auf ihrem Rasen.

Die Insekten-Invasion weckte bei manchen Betroffenen bereits Erinnerungen an das Alte Testament, das von der Heimsuchung Ägyptens durch zehn Plagen berichtet. Die achte besteht aus den gefräßigen Insekten. Schon führt der Rabbiner David Batzri, ein prominenter jüdischer Mystiker, den Ansturm aus der Luft auf die bestehende Armut im Land zurück. Er drängte die Israelis, Geld für die Armen zu spenden.

"Schön wenden, bis sie gelb werden"
....

Kommt die Plage aus Amerika?

Die Insekten hatten bereits am Freitag von Ägypten aus die Grenze zu Israel überquert. Wenn sie ihren Kurs halten, dürften sie auch die Stadt Jericho im Westjordanland erreichen. Die Vereinten Nationen warnten in der vergangenen Woche, die Schwärme seien in diesem Jahr wegen anhaltender Regenfälle besonders groß.

Die letzte große Heuschreckenplage hatte Israel 1959 heimgesucht. Die Schwärme können binnen kürzester Zeit die Ernte für Tausende Menschen vernichten.
....
Weiter hier

__________________________________

Und:

Zitat:
30. November 2004

Rötliche Wolken am Horizont

Heuschrecken fallen auf den Kanaren ein


Die Heuschreckenplage auf den kanarischen Inseln Lanzarote und Fuerteventura ist größer als angenommen. Die Behörden auf dem spanischen Archipel gingen nach Rundfunkberichten vom Dienstag davon aus, dass 100 bis 200 Millionen Insekten über die Inseln hergefallen sind. Bisher war nur von zwei Millionen die Rede gewesen. Während sich auf Lanzarote die Lage weiter entspannte, ließen sich auf Fuerteventura zeitweise riesige Heuschreckenschwärme nieder.

Die Insekten kamen nach Berichten von Augenzeugen in Form "rötlicher Wolken" angeschwebt und suchten den Naturpark von Corralejo im Norden der Insel heim. Dort legten sie sich wie ein kilometerlanger Teppich auf die Dünen und verliehen dem Sand eine rötliche Färbung. Die Insekten drangen auch in Hotels und Ferienwohnungen ein. Corralejo ist eines der beliebtesten Urlauberziele auf Fuerteventura.

Heuschreckeninvasion als Plage erklärt

Im Laufe des Dienstags verschwand ein großer Teil der Heuschrecken wieder von der Insel. Die Behörden erklärten die Insekteninvasion - wie am Samstag bereits für Lanzarote - nun auch für Fuerteventura offiziell zur Plage. Dies ist eine Maßnahme der Verwaltung, die bei Überschreitung einer bestimmten Zahl von Heuschrecken fällig wird. Sie bedeutet zugleich die Einleitung von Maßnahmen zur Bekämpfung.

Die Verantwortlichen riefen die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. "Die Heuschrecken sind weder für die Menschen noch für die Landwirtschaft schädlich", sagte Antonio Ortega vom Agrarministerium der Kanaren. Experten wiesen darauf hin, dass die Tomaten - das wichtigste Exportprodukt der Insel - in Plastikgewächshäusern angebaut würden und geschützt seien.

Die Welternährungsorganisation (FAO) teilte mit, in Afrika sei die Bekämpfung der Heuschrecken in eine entscheidende Phase getreten. Es blieben nur noch drei Monate Zeit, die Schwärme zu vernichten und zu verhindern, dass es im nächsten Sommer neue Plagen gebe. Im März legten die Heuschrecken ihre Eier. Bis dahin müssten so viele Schwärme wie möglich unschädlich gemacht werden.

(N24.de, dpa)
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