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Kornkreise Sichtungen, Symbolik, Ursachen...

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Alt 25.07.2010, 17:37   #51
vini
Jungspund
 
Registriert seit: 29.06.2010
Beiträge: 14
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ähm, eigentlich habe ich mich nie mit kornkreisen beschäftigt und bin nur durch diese diskussion auf diese thematik gestossen.

mir gefällt die form der widerlegung nicht wirklich. also, wenn die vorraussetzung für "umgelegten", also nicht geknickten weizen feuchtigkeit ist, dann müssten bei diesen kornkreisen auch erhebliche fußspuren nachvollziehbar sein. das mit den traktorspuren ist in diesem zusammenhang ein wertloses (gegen)argument, denn es gilt defintiv nicht für feuchte erde. mal losgeloest davon, dass ich die traktorspuren fuer die herstellung solch komplexer formen verlassen muss, hinterlasse ich in aufgeweichter erde selbst in traktorspuren fussabdruecke.
....und das habe ich sogar schon getan, als ich noch ein 30 kg leichter balk war. klar kann man jetzt entgegenen, dass schuhe mit geringem profil keine spuren hinterlassen wuerden ... mit solchen schuhe kann man aber nicht auf einem nassen feld gehen, ohne staendig auf der nase zu landen....was seinerseit wieder zu lustigen abdruecken fuehren wuerde.

daher mal meine frage:
gibt es kornkreise, bei denen der weizen nicht geknickt sondern umgelegt wurde, bei denen aber keine fußspuren entdeckt wurden? imo eine unmoegliche kombination...

und das die bauern in der regel involviert sein sollen, halte ich fuer eine erhebliche verallgemeinerung. man muss bei solchen aussagen auch das naturell von landwirtschaftlern betrachten, welches in der regel nicht mit solchen betrugsmaschen konform gehen wird. und auf dem land mag man die staedtler eh nicht besonders, der verhasste trouble kann wohl nur schwer gerecht entlohnt werden.

wer die besagte behauptung vertritt, sollte mal selbst versuchen, einen bauern fuer ein solches projekt zu erwaermen / ich prognostiziere eine denkbar schlechte erfolgsquote....

und noch ein frage ot| mit welchem shortcut bekomme ich den deutschen zeichensatz wieder rein?
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Alt 29.07.2010, 06:09   #52
galadriel
Jungspund
 
Registriert seit: 07.04.2010
Beiträge: 21
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@vini:

Tarlancs Erklärungen über Sinn + Unsinn der Kornkreise (siehe weiter oben) haben schon viel für sich, allerdings beschränken sie sich auf den ökonomischen Faktor. Ganz sicher gibt es genauso die große Schar, die sich nächtens aus folgenden Gründen auf den Acker begibt: Technische Herausforderung, Nachahmungstrieb, Egotrip, dämliche Wette, Bierlaune resp. Schnapsidee, Lust am Faken, Spaß am Trampeln und der Reaktion in ESO-Foren, gesteigertes Ansehen beim jeweils anderen Geschlecht (oder beim eigenen, je nachdem: um political correct zu bleiben) o.ä., wobei sich das alles natürlich und wahrscheinlich auch bunt durcheinander mischt.

Ich selbst habe bislang noch keinen Kornkreis gefertigt. Wohl, weil ich in einer Region - Unterfranken - wohne, in der erstens noch keine zur engeren Nachahmer-Motivation aufgetaucht sind, und zweitens mehr der Gemüsebau betrieben wird. Ist ja auch ne Frage: Warum gibt es bis dato noch keine Zucchini-, Zwiebel-, Gelbe Rüben- (Karotten und Möhren sind frankenfremde Begriffe) oder Krautkreise? Ja, wirklich: Wieso Korn, wieso Getreide? Kann das sein, daß es in solchen Feldern am einfachsten zu hantieren ist?

Zur Erbauung:

"Wir trampeln durchs Getreide,
wir trampeln durch die Saat.
Hurra, wir verblöden.
Denn uns bezahlt der Staat"
- lautet ein Gereimsel aus Brösels "Werner" und bildet damit ein mögliches Studienobjekt für Kornkreisforscher; Quelle erspare ich mir mal.

Und damit Tarlanc auch nicht ungeschoren wegkommt, nicht wegkommen kann, erlaube ich mir nur den Hinweis auf seine zugegebene und propagierte URE-Zucht; wahrscheinlich im eigenen Garten, womöglich im eigenen Haus oder gar Badezimmer. Wenn schon kopulierende Igel einstmals als Ursache für darniederliegende Getreidehalme herhalten mussten, können seit dem Auftauchen des Goldenen Schnitts (schöne Metapher für Mähdrescherarbeit) und komplexeren Mustern nur noch die eigens dressierten Unsichtbaren Einhörner - zu finden in gefühlten 80 (90?) % der Tarlanc´schen Postings - dafür verantwortlich sein.

Der Tierhalter persönlich wird selbstverständlich, schon aus kommerziellem Interesse, alles ableugnen. Ach, wenn alle Antworten so einfach zu finden wären...

Geändert von galadriel (29.07.2010 um 06:16 Uhr).
galadriel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2010, 09:36   #53
galadriel
Jungspund
 
Registriert seit: 07.04.2010
Beiträge: 21
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@vini:

Sorry, ich wollte Dich im letzten Post nicht verarschen, höchstens ein wenig die KK-Hardcore-Sektion und natürlich Tarlanc, dem ich ansonsten großen Respekt zolle.

Du bist neu hier, so what? Kein Grund, einen Kniefall zu machen. Immerhin stellst Du keinen Quatsch in den Raum, sondern ein paar Fragen. Dazu: Ich selbst stamme aus einer alten Gemüsebauregion (Ufr) und bewirtschafte seit gezählten 25, gefühlten 50 Jahren einen Nutzgarten. Wir haben Sandboden, und ich kann zwischen Feuchtigkeit und Nässe einen konkreten Unterschied ausmachen. Siehe Dein Post bez. Feuchtigkeit als Voraussetzung für geknickten bzw. umgelegten Weizen.

Ein feuchtes Feld kann ich - und ja, ich bin als Kind oft in Mais- und Getreidefeldern herumgelaufen - außer in Extremsituationen nicht als Morasttümpel ansehen. Normalerweise ist das Laufen in Kornfeldern eher unangenehm, weil die Saat eine Art Knollen oder Höcker auch über dem Boden bildet und so mehr eine Holperstrecke schafft. Damit dort solch ein Sumpf entsteht, um regelrechte Fußspuren zu hinterlassen, bedarf es schon massiver Regenfälle.

Traktorspuren gibt es immer. Beim heutigen Stand der Landwirtschaft möchte ich den Acker sehen, auf dem Getreide ohne diese jene ausgesät ist. Und Fußspuren? Meine Güte, kannst Du Dir vorstellen, welchen Publikumszustrom ein Kornkreisfeld ganz schnell bekommt? Wer will da wann mit welchen Mitteln ein bis dahin angeblich unbetretenes Gelände auf Fußspuren untersuchen?

Tut mir leid, vini, aber hier bist Du in der Pflicht, falls Du Zweifel daran hast, daß Kornkreise ohne menschliches Zutun zustande gekommen sind, dafür Belege beizubringen. Aber es ist legitim, Fragen nach anderweitigen Quellen hier aufzuwerfen, wie Du das getan hast. Denke eher nicht, daß Du in dieser Hinsicht viel Resonanz kriegst, aber das Forum kann - je nach Gusto - einiges bieten. Nicht zuletzt viel Spaß.
galadriel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.09.2013, 23:11   #54
neonfly
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Zitat:
Damit dort solch ein Sumpf entsteht, um regelrechte Fußspuren zu hinterlassen, bedarf es schon massiver Regenfälle.
Fussspuren hinterlässt du immer, wenn der Boden die Natur ist (ausser Fels).

Selbst im Geröll ist das zu sehen, ob nun mit Füssen oder dem MTB gemacht.

Die "massiven Regenfälle" vernichten eher die Fussspuren.

Um das Herausholen dieses Threads entschuldige ich mich nicht, wenn es von der Administration gewollt ist, solche Themen weiter zu besprechen, dann sind sie auch noch nicht im Archiv.
__________________
LASS DIE FINGER VON MASCHINEN, die Du selbst nicht kannst bedienen.

Thesen sind das Pulver, Belege die Quintessenz.
neonfly ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2013, 21:40   #55
Der Phoenizier
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Idee Mineralien im Boden

Zitat:
Zitat von galadriel Beitrag anzeigen
@vini:

Wohl, weil ich in einer Region - Unterfranken - wohne, in der erstens noch keine zur engeren Nachahmer-Motivation aufgetaucht sind, und zweitens mehr der Gemüsebau betrieben wird. Ist ja auch ne Frage: Warum gibt es bis dato noch keine Zucchini-, Zwiebel-, Gelbe Rüben- (Karotten und Möhren sind frankenfremde Begriffe) oder Krautkreise? Ja, wirklich: Wieso Korn, wieso Getreide? Kann das sein, daß es in solchen Feldern am einfachsten zu hantieren ist?
Nicht nur dieser Beitrag bringt mich auf einen Gedanken. Schon im ersten Videoclip ist mir aufgefallen, dass Gräser weiter wuchsen, während nur Weizen umfiel. Es ist doch so, dass Mineralien im Boden das Wachstum von Pflanzen beeinflussen. Mineralien können geometrisch zusammenwachsen und sternförmige Strukturen bilden. Betrachten wir die wunderschönen Kristalle als Beispiel. Die sehen künstlerisch aus, und sind doch nicht menschengemacht. Nun denke ich mir folgendes:

Weizen ist eine hochgezüchtete Kulturpflanze und reagiert empfindlicher auf Mineralien. Ein Landwirt, der das weiß, baut an solchen Stellen eben keinen Weizen an, sondern etwas anderes. Es gibt aber auch unwissende Bauern, die ihren Weizen an der falschen Stelle sähen und praktisch auf natürliche Kornkreise hereinfallen. Dadurch entsteht ihnen wirtschaftlich ein Verlust. Dann wäre die Ursache mineralisch und man müsste den Boden erforschen, um zu wissen, wie das kommt. Selbst der dümmste Bauer lernt aus Erfahrung und wird seinen Weizen nicht nochmal auf dem gleichen Acker anbauen. Somit sind Beweise zeitlich begrenzt.

In diesem Thread wurde gesagt, dass sich einige Leute damit einen Scherz erlauben. Dadurch wird die Wissenschaft in die Irre geführt. Manipulierte Kornkreise entstehen auch auf Böden, die sich normalerweise für den Anbau von Weizen gut eignen. Dann geht die Suche nach Mineralien natürlich ins Leere...
__________________
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Alt 21.10.2013, 23:29   #56
Present
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Hallo

In Weizenfelder werden feinste Linien sichtbar die der Geometrie gerecht werden.
Die Kornzeichen sprechen Jahr für Jahr eine eindeutige Sprache und keine zufällig wunderschönen Kristalle.

Grüße
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Alt 22.10.2013, 09:59   #57
Nobby Nobbs
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Hallo!
Was sprechen sie denn?

@Phönizier
Es gab auch schon andere. Zumindest von einem im Raps habe ich schon mal gelesen.
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Alt 22.10.2013, 13:29   #58
Der Phoenizier
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Zitat:
Zitat von Nobby Nobbs Beitrag anzeigen
@Phönizier
Es gab auch schon andere. Zumindest von einem im Raps habe ich schon mal gelesen.
Generell ist Pflanzenwachstum von Mineralstoffen im Boden abhängig. Weizen habe ich nur deshalb als Beispiel genommen, weil im Video Weizenfelder gezeigt werden. Natürlich kenne ich nicht die Ansprüche jeder Pflanzenart im Einzelnen. Dazu ein anderes Beispiel. Auf der Insel La Gomera kaufte ich den Samen einer Klettermaracuja. Mir wurde der Ratschlag erteilt, einen Beutel Heimaterde mitzunehmen. Das tat ich und die Pflanze gedeiht jetzt sehr gut. Auch das hat etwas mit Mineralstoffen zu tun.

Nur einen Unterschied möchte ich bemerken. Weizen und Raps wachsen dicht an dicht in Monokulturen, weshalb geometrische Formen sehr stark ins Auge fallen. Die Klettermaracuja ist geradezu das Gegenbeispiel. Die Pflanze hält sich an Bäumen fest, und die Bestände sind sehr unregelmäßig. So ist keine Struktur zu erkennen.
__________________
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Der Phoenizier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.10.2013, 14:16   #59
Lupo
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Beiträge: 6.520
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Eigentlich gib es doch viele Seiten von Kornkreismachern, die zeigen wie sowas geht - auch mit recht komplexen Gebilden.

Gibt es denn auch nur einen Beleg dafür, dass Pflanzen sich auf diese Art "hinlegen" bei Mineralmangel?
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 22.10.2013, 16:06   #60
Groschenjunge
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Registriert seit: 07.02.2005
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Beiträge: 5.331
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Hi,

Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Gibt es denn auch nur einen Beleg dafür, dass Pflanzen sich auf diese Art "hinlegen" bei Mineralmangel?
Selbst wenn, dann sind die heutigen Bauern auch mit Technik und PC hochgerüstet. Die werfen nicht einfach Saatgut auf das Feld und dann warten und mal sehen, was passiert.
Wenn ein Bereich eines Feldes nicht mehr richtig Ertrag abwirft, dann wird die Steuerung im Schlepper eben so programmiert, dass der Dünger entsprechend den Gegebenheiten ausgebracht wird.
Aber ich kann mal gerne bei unseren Bauern nachfassen, ob es solche Effekte gibt.
-gj
__________________
"Der frühe Vogel mag vielleicht den Wurm fressen, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse." Vince Ebert
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