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Religion Von Animismus bis Zen...

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Alt 08.01.2005, 15:36   #1
Acolina
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Standard Rätseln über das Geschlecht Gottes

Da ist mir mal wieder was beim Googlen zwischen die Finger geraten... Die Meldung ist schon ein paar Jahre alt, muss mal gucken, ob sie schon zu einem Ergebnis gekommen sind...

Zitat:
Professoren rätseln in Jerusalem über das Geschlecht Gottes

Von Gabriela Hermer, dpa

Jerusalem (dpa) - Es gibt Fragen, die noch schwerer zu lösen sind als der israelisch-palästinensische Konflikt. So zum Beispiel das ewige Rätsel um das Geschlecht Gottes. Ist er Männlein, Weiblein, beides oder keines? Diese kontroversen Thesen wurden kürzlich während eines Kolloquiums der israelischen "Jerusalem Stiftung" unter dem Arbeitstitel: "Sexuelle Spaltung des Göttlichen und Menschlichen" debattiert.

Um diesem Problem beizukommen, trafen sich elf Professoren und viele Mitarbeiter aus aller Welt in Jerusalem. Dabei ging es nicht nur um das Geschlecht der SchöpferInnen der monotheistischen Religionen: Transsexuelle Gottheiten des Hinduismus und die sexuellen Gewohnheiten der alten griechischen Götter wurden mit der gleichen Gründlichkeit analysiert wie die weibliche Seite Allahs oder göttliche Zweisamkeit in mittelalterlichen, christlichen Legenden.

Den deutschen Beitrag zu der Konferenz lieferte Ina Schabert, Leiterin des Zentrums für Geschlechterforschung und Professorin für englische Literatur an der Universität München. Sie brachte ihrem Publikum die literarischen Werke der englischen Renaissance näher, in denen angenommen wird, das weibliche sei das bessere Geschlecht von beiden. "Es steht Gott näher".

Sexuelle Beziehungen unter den Göttern in der japanischen Mythologie des Mittelalters war das Thema der Lesung von Allan Grapard, Leiter der Fakultät für Ostasiatische Religion und Kultur an der Universität Kaliforniens in Santa Barbara. Dabei erklärt er, warum die weiblichen Gottheiten im Machtkampf der Geschlechter meist den Kürzeren zogen und wie sich dies auf die japanische Gesellschaft übertrug.

Zurück ins Mittelalter versetzte es auch Mosche Idel, Initiator der Konferenz und Professor für jüdische Mystik an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Die Kabbalisten, jüdische Mystiker des Mittelalters, glaubten fest daran, der Herr unterhalte ein Verhältnis mit einer Konkubine, während sich seine symbolische Ehefrau, das Volk Israel, im Exil befand. Dabei steht die Konkubine in gleicher Symbolik für die Feinde der Israeliten. Die Spekulation darüber, ob die Geburt des Messias nicht das Ergebnis eines Seitensprungs Gottes mit seiner Geliebten sein könnte, verlieh der tiefgründigen theologischen Debatte die Spannung.

Diese und andere spirituelle Erkenntnisse ergötzten die Teilnehmer des Kongresses im Gästehaus des vornehmsten Stadtteils von Jerusalem, "Mischkenot Schaananim". Inspiriert vom malerischen Blick auf die Altstadtmauern, die Judäische Wüste und die Senke des Toten Meeres, tauschten die Geschlechtserforscher ihre neuesten Erkenntnisse über den Herrn der Schöpfung aus. Erotisch-mystische Malereien, die den Konferenzsaal dekorieren, versetzten die Intellektuellen dabei in eine passende Stimmung.
(Quelle )
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 09.01.2005, 02:19   #2
da kami
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Alt 09.01.2005, 16:29   #3
Elisabeth
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GOTT ist also männlich und weiblich zugleich, und mit IHM jedes Wesen SEINER SCHÖPFUNG, also auch wir Menschen. Das bedeutet nicht, dass wir Zwitter sind, sondern dass wir männliche und weibliche Eigenschaften in uns haben: männlich ist alles Aktive, nach Außen Gehende (sprechen, singen, denken, tun, laufen...), weiblich ist alles Passive, Aufnehmende, Reflektive (essen, trinken, betrachten, meditieren, aufnehmen, schlafen...). Ihr seht also, dass wir gar nicht leben könnten ohne unsere männlichen UND weiblichen Eigenschaften!
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Alt 10.01.2005, 00:47   #4
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Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, gehts da um verschiedene Thesen die zeigen oder beweisen sollen ob Gott ein Geschlecht hat oder nicht und wenn ja welches. Man will also beweisen, dass Gott über irgendwelche Eigenschaften verfügt. Doch wie will man das tun, da Gott an sich ja anscheinend nicht beweisbar ist. Irgendwie widersprüchlich.
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Alt 10.01.2005, 01:23   #5
da kami
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mir wurde es zwar gerade verboten meine eigene meinung einzubringen, aber was solls

Also für mich steht Gott über Dingen wie "Geschlechtern" frei nach dem Motto was ich nicht brauch, das hab ich nicht.
Er ist aber auch nicht irgendwie Zwitter oder geschlechtslos, ich denke schlicht, das Gott ist eine "etwas" der/die/das sich menschlichen Dingen wie Geschlechtseinteilung entzieht.
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Alt 10.01.2005, 10:26   #6
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Hm dabei fällt mir ein, was macht Gott mit einem Geschlecht? Der muss sich doch nicht fortpflanzen, oder?
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Alt 10.01.2005, 11:17   #7
da kami
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Naja er hat nen Sohn...also bei Arianern muss er das schon...aber...also ich bin katholisch und da ist ers ja selbst...

und wenn ers müsste, dann könnte ers schließlich ist er er und so
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Alt 11.01.2005, 19:24   #8
Salystra
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Wisst Ihr, woran mich das erinnert? An die Scheibenweltromane. Da rätseln die Gelehrten über das Geschlecht der grossen Sternenschildkröte A`tuin. )
In diesen Romanen steht auch, dass das doch eigentlich nur eine andere Sternenschildkröte interessieren düfte....

Und so sehe ich das auch
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Alt 12.01.2005, 11:07   #9
Stuss
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Ich glaub uns interessierts weil wir halt Vorurteile gegenüber beiden Geschlechtern haben, wobei die Sternenschildkröte wohl eher an der Fortpflanzung interessiert ist.

Wenn ich gläubig wäre, würde ich eher an einem neutralen Gott festhalten, einem "es", einem "Ding" sozusagen. Geschlechter sind ja eigentlich nur Instrumente einer Spezies. Gehört Gott einer Spezies an? David Hume meint, dass Gott eine komplexe Vorstellung ist, also ein Konstrukt aus verschiedenen Vorstellungen die uns aus sinnlichen Erfahrungen bekannt sind, wie zB Größe, Stärke, Güte, usw. Wenn man das Ganze mit der Vorstellung der Unendlichkeit kombiniert, hat man Gott. Da man Gott nichts mehr beifügen kann, da er schon absolut ist, kann es auch nur einen geben. Für eine Spezies bräuchte man aber minimum zwei Götter. Also macht ein Geschlecht kein Sinn. Mein Philosophie Dozent würde mich umbringen wenn er das hier liesst... :P
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Alt 12.01.2005, 11:27   #10
da kami
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Ich kann nur jedem Raten mal einen Scheibenweltroman zu lesen, die meisten werden die ?Logik? dieser Wissenschaftler, und auch die ?Logik? dieser Kommentare wohl verstehen
Insofern, weiss nicht ob das ein tauglicher Vergleich ist Salystra
Kennst du auch Karl Valentin? Könntest du sicher drüber lachen, denk ich.
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