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Ökonomie - BWL & VWL Disziplinen, die große Probleme mit der wissenschaftlichen Methode haben. Banken, Geldschöpfung, Inflation, Goldstandard, Banking-Theorie

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Alt 28.05.2016, 13:34   #1
basti_79
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Die Möglichkeit ist offensichtlich, die Umsetzung neu. Meiner Meinung nach ist das legal. Selbstverständlich gibt es kriminelle Investitionen, aber der Staat kann gar kein Interesse daran haben, diese zu verhindern. Die bringen ja den größten Profit. Der Staat täte sogar gut daran, die Investoren zu möglichst delinquentem Verhalten zu überreden. Dann hätte er ein Feindbild und einen Gegenentwurf, und die Leute könnten öffentlich von Verbrechen profitieren. Dann würde endlich der Allgemeinheit klar, dass Staat, Mafia und Kapital Synonyme sind, sobald man die jeweiligen Kernwerte relativiert, negiert oder umgeht. Aus falschem folgt Beliebiges.

Das ganze bedeutet eben, wie alles andere, dass alles weitergehen kann wie bisher. Die Hysterie im Artikel ist maßlose Übertreibung. Das Ding stellt weder den Staat in Frage noch das Geldsystem. Es bestätigt beides. Das kritische Potential von Kapitalismusreformen ist exakt 0. Und wenn man bei der Zeit arbeitet und das Gegenteil behauptet, dann lebt man eben hinter dem Mond. Und dann kann man auch weiter vor sich hin vegetieren.

Mal im Ernst: das ist wahrscheinlich der erste ernstzunehmende Versuch einer Zeitung, ein "2.0"-Thema zu bewerben, statt es wegzureden. 20 Jahre zu spät, aber immerhin. "Spät kommt ihr, aber ihr kommt"...

http://www.zeit.de/digital/internet/...ekord-ethereum
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Alt 28.05.2016, 18:26   #2
Lupo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Die Möglichkeit ist offensichtlich, die Umsetzung neu. Meiner Meinung nach ist das legal. Selbstverständlich gibt es kriminelle Investitionen, aber der Staat kann gar kein Interesse daran haben, diese zu verhindern. Die bringen ja den größten Profit.
Ja, aber in der Regel nicht dem Staat.
Also kann er durchaus ein Interesse daran haben, diese zu verhindern.
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Alt 28.05.2016, 19:34   #3
basti_79
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Delinquenz ist heutzutage kein Kriterium mehr für den Staat. Die größten Verbrechen sind legal und damit auf dem Papier steuerpflichtig, oder halt illegal - dann muß "Geldwäsche" vorgenommen werden, und das bedeutet dann in der Regel, dass da pauschal versteuert wird - USt, Vergnügungssteuer, Grundsteuern usw. "Schwarzgeld" wird überschlagen mit 30% besteuert, bevor es gewaschen "ins System" geht.

Es nur mit großer Ignoranz möglich, zu denken, dass der Staat nicht an Verbrechen verdienen würde und deshalb danach trachten würde, Verbrechen zu verhindern. Die Polizei und die Justizbehörden haben einzig noch den Auftrag, die Bevölkerung auf Trab zu halten. Vermutlich soll das den Zweck haben, die Leute am Nachdenken zu hindern. Die größten Verbrechen werden hier geduldet, und ich neige dazu, da Vorsatz zu unterstellen statt Fahrlässigkeit.

Um beim Thema zu bleiben: dass die Leute da nicht wissen (oder nicht wissen wollen), wie man dieses Ereignis jetzt juristisch ausdeuten könnte oder sollte, zeigt nur das Ausmaß der Degeneration.
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Alt 28.05.2016, 19:41   #4
Lupo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Es nur mit großer Ignoranz möglich, zu denken, dass der Staat nicht an Verbrechen verdienen würde und deshalb danach trachten würde, Verbrechen zu verhindern.
Gehe ich recht in der Annahme, dass du mit Verbrechen etwas meinst, dass DU als Verbrechen bezeichnen würdest, das aber juristisch nicht greifbar ist?

Falls ich falsch liege bitte ein Beispiel für ein Verbrechen an dem der Staat bewusst verdient.
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Alt 28.05.2016, 20:41   #5
basti_79
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Oh, da fallen mir gleich drei ein:
  1. Drogenhandel. Wird üblicherweise in Bar abgewickelt. Das Geld muss dann "gewaschen" werden, also z.B. als Gewinn einer Gaststätte (vorzugsweise einer mit Spielautomaten) verbucht. USt etc. werden abgeführt.
  2. Sweatshops. Näherinnen in Bangladesch nähen T-Shirts für "den Westen" zu erbärmlichsten Bedingungen, die hierzulande zurecht als kriminell und ausbeuterisch erkannt werden. Beim Import erhebt der Staat Zölle und Steuern.
  3. Südosttürkei. Unter dem Namen "Flüchtlingsdeal" wurde die Gunst der türkischen Regierung getauscht gegen erbärmliche Zustände in der Südosttürkei und hinter der Grenze nach Syrien. Die Bundesregierung muss nun (theoretisch) weniger Geld aufwenden für Unterkunft und Betreuung von Flüchtlingen. In der Praxis läuft es natürlich so, dass die Leute in den Unterkünften ihren Job erstmal behalten, es gibt bloß sehr viel weniger Aufwand.
Solche Beispiele finden sich zuhauf. Der Unterschied zwischen Staat und Mafia ist wirklich nicht mehr sehr groß. Vom Staat wird nur behauptet, dass er zivilisierte Werte wie die Menschenrechte vertreten bzw. sogar anwenden würde. Dass das in der Realität gar nicht passiert, ist nochmal etwas anderes.
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Alt 18.06.2016, 12:29   #6
basti_79
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Da fand am Freitag ein Angriff statt, die Erfinder des Systems sind sich aber sicher, dass man die Folgen wird begrenzen können.

http://www.heise.de/newsticker/meldu...t-3240675.html
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