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Verschwörungstheorien Bilderberger, New World Order, Schattenregierungen, Weltregierung oder gar Weltdiktatur?

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Alt 07.01.2018, 18:24   #1
basti_79
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Standard Die Kolumnisten: Die dummen Verschwörungsdenker – wirklich alles so einfach?

Hier ein mäßig interessanter Artikel bei den "Kolumnisten". Ich hangele mich mit den Kommentaren mal an den Überschriften entlang.

Zitat:
Wer prüft wirklich all sein Wissen?
Ich kann mich sehr deutlich erinnern, in der späten Kindheit und frühen Jugend alle Glaubenssätze überprüft zu haben - wozu insbesondere etwa der Aufbau der Materie und die Natur des Lichts gehören. Recht früh war mir aufgefallen, dass Religion und Esoterik (möchte ich jetzt mal als Oberbegriff für "Irrationales" setzen) Stuss sind. Das findet sich heute in meiner Ablehnung den Geisterwissenschaften gegenüber wieder. Wer heute etwa das Altertum erforscht, anstatt Wege, die Welt aus der Misere zu befreien, macht meiner Meinung nach einen Fehler.

Zitat:
Ist wirklich nur die Vernetzung besser geworden?
Mir scheint es wenigstens so. Geschichtswissenschaft, Philosophie etc. haben - im wahrsten Sinne des Wortes - das Zeug, jeden anderen Gedanken lebendig zu begraben. Es scheint gerade nicht so, als hätten die letzten Jahrzehnte (Jahrhunderte) Studium "alter" Quellen irgendwelche nutzbaren Erkenntnisse erbracht. Früher habe ich einmal gedacht, das könnte der Fall sein, und z.B. den Verlust der Bibliothek von Alexandria betrauert. Mit der Zeit ist mir klargeworden, dass die wahrscheinlich mit Stuss angefüllt war, der heutzutage einzig ein paar Planstellen in ein paar Universitäten begründen würde, nicht aber irgendwelche Probleme von irgendwelchen lebenden Menschen lösen - was ich als "Prüfstein" für nützliches Wissen anwenden würde.

Es scheint tatsächlich so, als wären Verschwörungstheoretiker nur die neueste Iteration der Bullshitter - zugespitzt formuliert all diejenigen, die keine Planstelle an einem historischen, soziologischen oder philosophischen Institut ergattern konnten.

Zitat:
Was wirklich hilft? Man weiß es nicht.
Na doch: rationales Denken und Logik. Wer das nicht verstehen mag, hat wohl selber irgendwelche Probleme.

Hochgradig bedenklich ist eine Wendung mit Fußnote:

Zitat:
Einige mögen in bestimmten Fachgebieten bewandert genug sein, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen zu können: so ist es, und nicht anders, und das kann ich kleinschrittig und ohne Vertrauen in die Arbeiten anderer belegen. In den meisten Fällen wird es nicht so zu [sic!] sein. Das Zauberwort heißt Plausibilität, nicht Faktizität.[1]
Wer "Plausibilität" vor "Fakten" stellt, macht einen Fehler.

Die Fußnote beginnt dann so:

Zitat:
Im Sinne des Rationalismus käme bei der Prüfung von Plausibilität wohl „Occhams Rasiermesser“ zum Einsatz.
Nur in einer Welt, die von Bullshit überschwemmt ist, wie unserer Heutigen, ist Occams Rasiermesser eine sinnvolle "Kollisionsregel". Und das Ergebnis ist auch nicht tatsächlich "Plausibilität", sondern, dass überflüssige Erweiterungen des Gesagten abgetrennt werden. Das ist z.B. der Grund dafür, dass wissenschaftliche Artikel so "nüchtern" erscheinen (sollen).

Mir scheint es so, als sei tatsächlich nur "die Vernetzung besser geworden", wie der Autor es ausdrückt. An den Schnittstellen von Politik/Macht/Gewalt, Journalismus, Natur- oder Geisteswissenschaft, Gesellschaft und Privatem kann man erkennen, dass "da etwas nicht stimmt". Das zugrundeliegende Problem ist meiner Meinung nach ein Mangel an Ethik, der sich durch "die westliche Welt" zieht.

In der Retrospektive erscheint mein eigenes - gezieltes - Studium von "Fehlinformationen" (oben "Esoterik" genannt) als Versuch, die Realität dahinter zu durchschauen. Und, was mir noch bedenklicher erscheint: erst um 2010 habe ich es geschafft, den Schleier der Verblendung zu durchstossen und mich mit der Realität zu befassen, mit den Erfahrungen der Menschen, anstatt mit Vorstellungen. Das erscheint mir bedenklich, weil ich ziemlich deutlich erkennen kann, dass sich (viele) andere noch mit - meist kläglichen - Versuchen daran abmühen, und dass es nichts nutzt, nur einen Teil der Realität zu erfassen. Und das war auch ziemlich anstrengend.

Als (vielleicht nützlicher) Fingerzeig die Ideologien/Theorien/Erlebnisse, die mich dahin geführt haben:
  • Naturwissenschaft (insbesondere Physik, Chemie)
  • Programmieren
  • Formale Logik
  • etwas Mathematik
  • Politischer Aktivismus
  • Sehr viel unmittelbare Erfahrung mit sehr vielen, oft nicht ausgesuchten, Menschen

Ich denke nicht, dass ich dem Bullshit so begegnen könnte, wie ich das heute tue, hätte ich nicht all diese Erfahrungen. Andererseits wirken "Brandschriften" wie diese auf mich vor diesem Hintergrund merkwürdig belanglos. Ach, hätte man das nicht schon vor Jahrhunderten wissen können? Doch, sicher, aber dann hätten die Psychopathen nicht so viel Spaß gehabt. Und um die muss es ja gehen, nicht wahr?

https://diekolumnisten.de/2018/01/07...es-so-einfach/
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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Alt 07.01.2018, 20:58   #2
Lupo
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Registriert seit: 19.10.2007
Beiträge: 6.520
Standard

basti von Storch, die eine twittert gegen "Moslemhorden" der andere gegen Geisteswissenschaftler.
Strukturell null Unterschied, einzig das Ziel der Hetze ist ein anderes....

Mal wieder ziemlich traurig
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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