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Unsere Erde - Beobachtungen, Bedrohungen & Katastrophen Vulkane, Erdbeben, Tsunamis, Wetteranomalien und -katastrophen...

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Alt 31.12.2006, 17:52   #1
Acolina
Hausdrachen
 
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Standard Riesen-Eisscholle treibt auf Ölförderanlagen zu

Zitat:
Gletscherschmelze in der Arktis

Riesen-Eisscholle treibt auf Ölförderanlagen zu

Im Norden Kanadas hat sich eine Eisscholle von der Größe Manhattans gelöst. Der riesige Eisbrocken brach bereits im Sommer letzten Jahres vom Schelfeis ab, doch dies wurde erst jetzt auf Satellitenfotos entdeckt. Forscher befürchten, dass er auf Schiffsrouten und Ölförderanlagen zutreibt.

Von Rainer Sütfeld, ARD-Hörfunkstudio New York

Wenn es ums ewige Eis geht, sind 16 Monate alte Ereignisse Neuigkeiten - zumal sie in der grenzenlosen Einsamkeit niemand bemerkt. Erst Satellitenfotos und die Auswertung seismischer Daten machten kanadische Wissenschaftler auf die dramatischen Veränderungen 800 Kilometer südlich des Nordpols aufmerksam: "Ein Kollegin der kanadischen Eiswache, hat routinemäßig Satelliten- und Radaraufnahmen Nordkanadas analysiert und sah die Änderungen", sagt Eisforscher Derek Mueller.

Bis dahin hatten Ausschläge auf der Richterskala nicht zugeordnet werden können. Dann aber machten sie den Zeitpunkt des Abbrechens des 66 Quadratkilometer großen Eisschelfs von der Küste am 13. August 2005 klar. Die Erschütterung glich doch noch 250 Kilometer entfernt einem Erdbeben. "Es ist 30 bis 40 Meter dick, das ist zehnmal so dick wie das dickste Seeeis, und es ist rund 15 Kilometer lang, also ein riesiges Stück Eis", so der Wissenschaftler.

Die Riesenscholle bewegt sich


Derzeit ist es 50 Kilometer westlich im Packeis wieder festgefroren. Die teils 3000 Jahre alte Eismenge wird aber - so die Experten - über kurz oder lang von starken Winden nach Süden getrieben und damit in Richtung von internationalen Schiffahrtsrouten - und Ölförderanlagen. [...]
... weiter lesen bei tagesschau.de
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 31.12.2006, 18:49   #2
Lukas the brain
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was die wohl gegen den eventuellen Crash unternemmen können???
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Alt 31.12.2006, 19:36   #3
Sajuuk
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Mit Atomwaffen pulverisieren...?

Schei** auf die Strahlung, lasst es krachen wir haben Sylvester!!
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Sei frei wie ein Vogel, sei stolz ein wie ein Adler, und geniesse das Leben.
So wie du bist, denn jeder ist für sich ganz was besonderes.
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Alt 31.12.2006, 19:50   #4
basti_79
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Mit etwas Glück kann eine Ölbohrplattform so einen Zusammenstoß durchaus überstehen. Erstmal kommt es darauf an, wie die konstruiert ist - viele sind z.B. fest im Erdboden verankert, auf einer Art Fundament. Andere schwimmen auf, oder sind gar im wesentlichen ein großes Schiff mit einem Ölbohrer drauf. Die schwimmenden sind meist so konstruiert, dass im Falle eines Unglücks (etwa, ein extremer Sturm, ein Erdbeben) oder auch nachdem die Ölquelle erschöpft ist, der Bohrer in kurzer Zeit abgetrennt werden kann (oder gar eine Art sollbruchstelle aufweist, so dass z.B. ein Erdbeben nicht die Plattform zerstört, sondern nur ein Stück Rohr), ohne dass allzuviel passiert, etwa dass man das vorletzte Rohrstück abdichten kann und einfach wegfahren. Bei manchen dieser schwimmenden Plattformen ist das schwimmen sogar unerläßlich, da sie Gewicht und Auftrieb benutzen, um den Bohrer in die Erde zu treiben bzw. ein neues Rohrstück anzusetzen.

Eine feststehende Plattform könnte natürlich je nach Situation stark beschädigt oder gar unbrauchbar gemacht werden. Auf jeden Fall würde massig vorwarnzeit bleiben, die Mannschaft in Sicherheit zu bringen. Todesopfer wären kaum zu befürchten. Wie sowas letztlich ausgeht, hängt natürlich von der konkreten Situation ab - es wäre durchaus denkbar, dass das Eisstück nur seitlich hängenbleibt, von der Plattform etwas gedreht wird und dann weitertreibt. Der schlechteste Fall wäre, wenn eine Strömung oder der Wind das Eis direkt auf die Plattform zutreibt. Da wäre dann die Natur eindeutig stärker als ein paar zentimeter Stahl...

Eine schwimmende Plattform könnte jedoch "einfach" (natürlich wäre das für die Mannschaft ein ganz schönes Chaos und würde große Verluste bedeuten) abgetrennt werden und sich (wenn sie keinen Antrieb hat) treiben lassen, oder von Schleppern umhernavigiert werden. In dem Fall wäre eine Kollision (wenn sie denn stattfindet) eher unbedenklich - im Moment des Zusammenstoßes gibt es einen Ruck und vielleicht verbiegt ein bißchen was, aber die Plattform wäre höchstwahrscheinlich weiter schwimmfähig, und Tote wären nicht zu befürchten. Das Rohrende könnte natürlich beschädigt werden, und damit vielleicht die Bohrung unbrauchbar gemacht werden, oder gar gegenüber dem Meer geöffnet werden. Sowas sollte man aber wieder reparieren bzw. abdichten können (wenn auch mit großem aufwand) und im schlimmsten Fall daneben nochmal bohren.

Das schlimmste wäre also, dass viel Öl ins Meer austritt - andererseits gibt es im Meer Mechanismen, die Öl abbauen (Es klumpt mit Sand und anderem Sediment zusammen, in diesen Klumpen können sich Bakterien ansiedeln, die Öl zu unbedenklichen Stoffen verstoffwechseln) - eine größere Katastrophe wirds also vermutlich nicht geben. (Dass Maschinenöl im Ozean ein Problem darstellt, hängt zB damit zusammen, dass es oft äußerst schädliche Stoffe wie Benzol, Stickoxide, Schwermetalle etc. enthält. Wenn ein Ölfrachter verunglückt ist natürlich die unglaubliche Konzentration an einzelnen Stellen das Hauptproblem)
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Alt 01.01.2007, 12:51   #5
Llewellian
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Beiträge: 4.313
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Also.... die Grösse Manhattans... gut, das sind einige Quadratkilometer Eis. Wenn sowas schiebt, hat keine Ölbohrplattform auch nur den Hauch einer Chance.

Der Wind/Wellen/Strömungsdruck auf so ein Kilometertrumm ist viel höher, als das da Stahl von einigen Metern Dicke widerstehen könnte.

Aber schlimm ist es nicht. Das erste was bei Ölförderanlagen eingebaut ist, ist das Grundventil unten am Bohrloch. Da die Vorwarnzeit nicht nur Stunden, sondern Tage ist, wird da unten einfach dicht gemacht, evtl. sogar noch Schlussbeton ins Bohrloch eingepumpt (der ist easy wieder draussen später, wie ein Korken).

Aber wenns keine Mobile oder halbmobile Anlage ist.... ist das Ding "perdü". Einem Eisberg hält so leicht nichts stand.
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