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Alt 11.02.2005, 18:21   #11
gumpensund
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na gut ... kam wohl nicht bei allen so ganz an, was ich im letzten Betrag andeutete
und vor allem, worauf ich da hinaus möchte. Ich probiers mal etwas anders ...

Worauf die Hemis ... äh .. die beiden Gehirnhälften spezialisiert sind,
hat sich wohl schon rumgesprochen ... (?) ...

Sonst bitte noch mal hier schauen :
http://www.betrachtenswert.de/bw/leb...misphaeren.htm

oder hier :
http://www.nurindeinemkopf.de/nidk_wo_d.html

Man mag genausogut zur Einschätzung von Bill, sandsturm, nane oder RedneX gelangen
oder auch gar zu einer eigenen ... das seh ich eher locker

Möchte das Thema auch nicht überbewerten, sondern betrachte es als kleine Übung (für mich),
bei der Interpretation von Pressemeldungen zu einer eigenen Abschätzung zu kommen ...

Dazu sind halt ein paar Schritte erforderlich ... meint der gump
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Alt 11.02.2005, 18:40   #12
gumpensund
Gast
 
Beiträge: n/a
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Zunächst gibt es, diese "Arbeitsteilung" der Hälften betreffend,
zwischen Männlein und Weiblein kaum Unterschiede.
Nur sind die funktionellen Unterschiede zwischen links / rechts bei Männern ausgeprägter.

Auch neigen Männer dazu, jeweils nur eine Seite zu benutzen, Frauen verwenden beide Hälften abwechselnd.
Somit denken Männer eher "Ja / Nein", Frauen bevorzugt "sowohl / als auch".
Die Neurologie sieht hierfür ein Indiz in der stärkeren Ausprägung des sog. Hirnbalkens / Faserbalkens (CC),
der beide Hälften mittels einer großen Anzahl von Nervenbahnen verbindet.

Zudem wurde bemerkt, daß bei Männer der Hypothalamus nach dem Prinzip der negativen Rückkopplung arbeitet,
bei Frauen mit einer positiven Rückkopplung. Daraus lässt sich ua die höhere Emotionalität ableiten.

Somit finden wir grob bei Männern : Ja / Nein --> Entscheidung --> Handlung
und bei Frauen eher : Sowohl / als auch --> Vielleicht -- > Reden

Das wird zusätzlich stark überlagert durch Pegel und Verhältnis bestimmter Hormone,
die Bereiche der Hemisphären sowie die Funktion des CC stimulieren oder dämpfen.

Da sich das Verhältnis der daran beteiligten Hormone bei Männern eher wenig
und nur im Verlauf vieler Jahre ändert, bei Frauen jedoch stark mit den Zyklus- Phasen,
erklären sich ua ständige Wechsel von Stimmungslage und Ansichten.

Zur näheren Ergründung wurde das Feld der Forschung erweitert, ua auf Kleinkinder
und bis in den pränatalen Bereich sowie auf Aspekte der "Geschlechter- Rollen"

Siehe Studien von H. Bosinski (Uni Kiel) / MPI für Neuropsych. Forschung (Leipzig) /
Verena Hausch (Uni Erlangen) / K.M. Bishop, Wahlsten / N.R. Driesen /
S.D. Moffat, E. Hampson / & al

Alles nette und teils staunliche Ergebnisse. Da ich iA lieber zu einer eigenen Einschätzung komme
und nicht so gerne nur ablese, begebe ich mich gelegentlich (wie auch einige andere im hier)
in den Zustand der Benutzung des eigenen Gehirns. Der Haken jedoch :

Obwohl ich mich bei manchen hier im Forum nur schwer bremsen kann,
mir ihr Gehin unter Einsatz meiner Mittel (von der Waage bis zum Mikrotom) mal näher zu betrachten
sind mir doch leider bei der Ausübung des Hobbys Neuro- Chirurgie gewisse Grenzen gesetzt ...
So muß ich mich bei diesem Thema weitgehend auf die Angaben der Institute stützen.

Dabei findet man etwa (wie auch bei Baron-Cohen erwähnt), das die Verteilung auf Geschlechter
zwar signifikant, aber lediglich statistisch ist. Aus der Summe der Forschungen ergibt sich,
daß die Unterschiede (in der Ausprägung des CC) von Person zu Person die größeren sind.

So finden sich auch bei Männern je nach Ausbildung und Training stark ausgeprägte
Hirnbalken, zB bei beidhändig geübten Musikern !

Was wieder mal zeigt, daß man derartige Ergebnisse mit Vorsicht geniessen mag.
Ausserdem beschreibt dies nur einen Ausschnitt einer der unzähligen Spielebenen.

Zitat:
nane schrieb :
das hin und her kenn ich von gates windows
fast alle haben das betriebssystem .. und keiner kann damit umgehen.
Damit keine Mißverständnisse betr Impetus aufkommen, füg ich zur Abrundung
noch mal einen Spruch an, der vor ein paar Jahren (man möge die Namen updaten)
hierzu von einem "alternativen" Hirnforscher kam, einigen als Timothy L. Baba bekannt :

"Human brains is a perfect instrument.

Yes, even Ronald Reagans brains is perfect.

It is the programming that f**ks it up !"

QED
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Alt 11.02.2005, 18:55   #13
gumpensund
Gast
 
Beiträge: n/a
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+ Um weitergehendes für Interessierte zu nennen, die es lieber etwas ganzheitlicher sehen
und sich nicht so gerne mit der Terminologie der Neuro- Spezis rumschlagen mögen,
führ ich mal was recht gemischtes an :

+ P.J. Howard, "The Owner’s Manual of the Brain".
Everyday Applications from Mind- Brain Research. Austin: Bard Press, 2000
mal reinblättern hier :
http://www.uni-klu.ac.at/~gsuess/ULGs/Howard05.html

+ Oder der Artikel von Sigrid Schmitz (die dazu aber auch eine Arbeit verfasst hat -> Uni Freiburg)
http://www.bdwi.de/forum/fw4-04-9.htm

+ Brain Mind ...
http://www.brainmind.com/

+ Und ganz gewiss darf da nicht Marilyn Ferguson fehlen ...
nebenbei könnt ihr das (immer noch kostenlose ?)
Kult- Blatt "Brain- Mind - Bulletin" abonnieren
http://www.potentialsmedia.com/MarilynFerguson.html

+ Oder mal bei Monroe- Institut reinschauen, die sich nun seit über 40 Jahren
mit den Hirnhälften und den praktischen Möglichkeiten ihrer Synchronisation befassen,
siehe ua : "The Way of Hemi- Sync"

deutsche info :
http://dreamgate.de/cgi-bin/genidx.p...=doc/dg-22.htm

oder hier :
http://www.hemi-sync.de/

das Institut selbst :
http://www.monroeinstitute.org/

... und noch paar mental games hier:
http://www.future-brain.de/index.htm

viel Vergnügen wünscht euch der gump ...

+ + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

+ Wer es hingegen gern etwas härter mag ... mal so zum Einlesen :

Iris Jannakos, Hypoöstrogenämie bei depressiven und schizophrenen Frauen
http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/1864

Anja Flender, Corpus callosum und klinische Symptomatik bei ersthospitalisierten schizophrenen Patienten
http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/3987

J. Viktoria Goldis, In-vivo-Morphometrie des Planum temporale bei legasthenen Frauen-MRT-Auswertung
unter Berücksichtigung von Händigkeit und Vergleich mit einer Männergruppe
http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/3591

Corinna Mall, Morphologie des Corpus callosum bei Dyslexie -
MRI Auswertung unter Berücksichtigung von Geschlecht und Händigkeit
http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/916
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