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Alt 21.04.2004, 16:46   #1
Acolina
Hausdrachen
 
Benutzerbild von Acolina
 
Registriert seit: 15.01.2002
Ort: just the other side of nowhere
Beiträge: 10.868
Standard Keine Zukunft für Adam

KEINE ZUKUNFT FÜR ADAM

Autor: Brian Sykes
Verlag: Lübbe, Bergisch Gladbach 2003
Seiten: 382
Preis: 19,90

---> mehr Infos zum Buch


Der verfluchte Adam

Der britische Genetiker Brian Sykes nimmt den Leser mit auf die Fährtensuche nach seinen männlichen Vorfahren. Ein spannendes Buch über Erkenntnisse der Molekulargenetik.

[...] Das männliche Y-Chromosom hat nur noch ein Drittel seiner ursprünglichen Größe, und es wird weiter schrumpfen – bis zu seinem endgültigen Verschwinden in vielleicht 100 Millionen Jahren. Zum selben Thema hat der Oxforder Genetik-Professor Brian Sykes 2003 ein Buch geschrieben, das in deutscher Übersetzung vorliegt. Hier liest man, was zur Talfahrt des Y-Chromosoms führt und was das für Adam und seine Geschlechtsgenossen bedeutet. Nicht genug damit, dass es zwischen Männern und Frauen sicher auch künftig schwierig bleibt: In unseren Körperzellen tobt seit Urzeiten ein Geschlechterkrieg. Außerhalb des Zellkerns existiert im Zellplasma eine weitere Spezies von Erbsubstanz: die Mitochondrien-DNA (mt-DNA). Mitochondrien sind separate Organellen, die der Zelle Energie liefern. In dieser Rolle sind sie hoch willkommen – doch die mt-DNA hat was gegen Sex, schreibt Sykes: „Mitochondrien-DNA geht nur durch Eizellen von einer Generation auf die nächste über, nicht durch Spermien.“ Daher hat die mt-DNA „nicht das geringste Interesse, Söhne hervorzubringen“. Umgekehrt gilt: Das Y-Chromosom im Zellkern, das nur in der männlichen Linie vererbt wird, hält überhaupt nichts von Töchtern. Am Ende wird das Y auf der Strecke bleiben. Aber noch dürfen sich die Populationsforscher über das verfluchte Y-Chromosom freuen. Denn es erlaubt durch Blutuntersuchungen an heute lebenden Menschen und eine Menge computergestützte Rechnerei, die Wanderbewegungen unserer fernsten Vorfahren nachzuvollziehen. Sykes nimmt den Leser mit auf die Fährtensuche nach seinen männlichen Vorfahren – bis er den „ersten Sykes“ ausfindig macht: einen Henry del Sike, der im 13. Jahrhundert in Yorkshire lebte. Ob Henry del Sike zum Aufschneiden neigte, wissen wir nicht. Sein Nachkomme jedenfalls krankt nicht an verkümmertem Selbstbewusstsein. So brüstet er sich eines ganzen Sackes voll wissenschaftlicher Top-Leistungen – unter anderem, das Schicksal des Neandertalers aufgeklärt zu haben. Das wird die Neandertaler-Experten dieses Planeten freuen, denn die knobeln immer noch an dessen rätselhaftem Verschwinden. Nicht weiterforschen, Leute – Sykes anrufen!

Thorwald Ewe, bdw-Redakteur
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
Acolina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.09.2004, 16:05   #2
Jazmen
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

es wäre doch wirklich schade wenn wir hier keine männer mehr hätten.
Allerdings vermute ich das in 100millionen jahren kein lebewesen mehr existieren wird...auf unserem planeten
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Alt 09.09.2004, 16:20   #3
SchwarzerFuerst
Lebende Foren-Legende
 
Benutzerbild von SchwarzerFuerst
 
Registriert seit: 17.08.2002
Beiträge: 1.647
Standard

In 100 Millionen Jahren wird es auf jeden Fall den Menschen, wie wir ihn kennen, nicht mehr geben. Darum halte ich dieses "Forschungsergebnis" für völlig irrevelant und damit für eine "Luftnummer"!

Es grüßt Euch

DER SCHWARZE FÜRST :heul: :heul:
__________________
AMEN
SchwarzerFuerst ist offline   Mit Zitat antworten
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