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Geomantie Heilige Linien, Erdstrahlen, Störzonen, Kraftplätze...

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Alt 17.08.2018, 08:57   #1
Milzalfred
Jungspund
 
Registriert seit: 26.07.2018
Beiträge: 12
Standard Ergebnisbericht eines Versuches zum Hartmanngitter

Dr. Ernst Hartmann hat in den 1950er Jahren behauptet, daß er ein Gitternetz mit Hilfe einer Hallsonde entdeckte. Er hat in der Nord-Süd-Richtung auf einer Hartmanngitter-Kreuzung eine Abnahme des Erdmagnetfeldes von 0,3 auf 0,05 Gauss (das sind im SI-System von 30 Mikro-Tesla auf 5 Mikro-Tesla) festgestellt.
Auf Grund eines Tipps von „Basti79“ habe ich eine App für die Messung des Erdmagnetfeldes auf mein Smartphone geladen und versucht, diese Behauptung von Hartmann zu verifizieren.
In den 1950er Jahren gab es nur analog funktionierende Hallsondern mit nur einer Meßrichtung.
Smartphones dagegen besitzen 3 Hall-Sensoren, die rechtwinklig zueinander angeordnet sind, so daß nach dem kartesischen Koordinatensystem X=Nordkomponente, Y=Ostkomponente und Z=Vertikalintensität gemessen werden kann.
Damit kann das Erdmagnetfeld ziemlich genau gemessen werden.
Ich habe damit den Versuch von Hartmann nachvollzogen. Nicht nur an einem Hartmanngitter, sondern auch an einem Curry- und einem Benker-Kuben-Netz.
Ich konnte dabei die von Hartmann beschriebenen Auffälligkeiten nicht entdecken.
Nachdem Hartmann in der Versuchsbeschreibung ein Bett erwähnte, vermute ich fast, daß er die Messung über dem Bett durchführte. Betten waren früher mit Stahl-Federkernmatratzen und Stahl-Feder-Lattenrosten ausgestattet, die eine Messung des Erdmagnetfeldes stark beeinträchtigen. Eine Kontrollmessung über einer Federkernmatratze hat dies bestätigt.
Mit meinem Versuch konnte ich beweisen, daß die von Hartmann aufgestellte Behauptung nicht stimmen kann oder auf einen Messfehler zurückzuführen ist.
Schon deshalb, weil das Magnetfeld der Erde in unseren Breiten ca. 48 Micro-Tesla misst. Die magnetischen Komponenten der Schumannresonanzen (die das Hartmann-Gitternetz erzeugen) werden dagegen z.Zt. mit kleiner 1 Pico-Tesla gemessen. Damit ist das Magnetfeld der Erde Millionen mal stärker als die Gitternetze. Wie sollte damit das Erdmagnetfeld in der von Hartmann gemessenen Größe beeinflusst werden?
Wer den Versuch auch durchführen möchte, hier einige Tipps:
Man muß darauf achten, daß keine Metallgegenstände (Hosengürtel, Geldbeutel) bzw. andere Störfaktoren (Stromleitung, Bahnlinie usw.) in der Nähe sind und das Smartphone möglichst gleichmäßig und erschütterungsfrei bewegen, am besten auf einer glatten Oberfläche mit einer seitlichen Führung, z.B. auf einer Kunststoffvergüteten Holzplatte mit einer seitwärts aufgeleimten Holzlatte (Keine Metall-Schrauben) und das Smartphone auf ein Stück Samtstoff legen.
Milzalfred ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2018, 10:53   #2
basti_79
Administrator
 
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Registriert seit: 18.11.2005
Beiträge: 10.707
Standard

Erst einmal: danke für den Versuch und den Bericht! Es ist ganz wichtig, auch negative Resultate zu veröffentlichen. So erspart man nämlich den kommenden Geomanten, dieselben Erfahrungen zu machen.

Zitat:
Zitat von Milzalfred Beitrag anzeigen
In den 1950er Jahren gab es nur analog funktionierende Hallsondern mit nur einer Meßrichtung.
Smartphones dagegen besitzen 3 Hall-Sensoren, die rechtwinklig zueinander angeordnet sind, so daß nach dem kartesischen Koordinatensystem X=Nordkomponente, Y=Ostkomponente und Z=Vertikalintensität gemessen werden kann.
Im Groben und Ganzen richtig. Einzig: Deine Richtungangaben stimmen nur, wenn man das Handy richtig ausrichtet. Die Achsen sind auf den Sensor und damit auf die Orientierung des Geräts bezogen.

Zitat:
Damit kann das Erdmagnetfeld ziemlich genau gemessen werden.
Mein Reden: Die Präzision würde sicher ausreichen, solche Netze zu erkennen.

Zitat:
Ich habe damit den Versuch von Hartmann nachvollzogen. Nicht nur an einem Hartmanngitter, sondern auch an einem Curry- und einem Benker-Kuben-Netz.
Wie hast Du diese Netze denn gefunden? Also außer: im Aufbau des Versuchs berücksichtigt.

Zitat:
Nachdem Hartmann in der Versuchsbeschreibung ein Bett erwähnte, vermute ich fast, daß er die Messung über dem Bett durchführte.
Kannst Du diese Quelle mal "zitieren", d.h. die Fundstelle angeben?

Zitat:
Schon deshalb, weil das Magnetfeld der Erde in unseren Breiten ca. 48 Micro-Tesla misst. Die magnetischen Komponenten der Schumannresonanzen (die das Hartmann-Gitternetz erzeugen) werden dagegen z.Zt. mit kleiner 1 Pico-Tesla gemessen. Damit ist das Magnetfeld der Erde Millionen mal stärker als die Gitternetze. Wie sollte damit das Erdmagnetfeld in der von Hartmann gemessenen Größe beeinflusst werden?
Du unterstellst hier, dass die "Schumann-Resonanz" ursächlich ist für das von Hartmann (angeblich) gemessene Gitter. Das kann aber allein schon deswegen nicht der Fall sein, weil die "Schumann-Resonanz" riesige Wellenlängen hat.

Im Wikipedia-Artikel ist rechts ein Bild zu sehen, das eine klein dargestellte Erdkugel und die ersten drei Schumann-Wellen zeigt. Das gibt nie und nimmer ein Gitter von menschlichen Dimensionen.

Zitat:
Wer den Versuch auch durchführen möchte, hier einige Tipps:
Man muß darauf achten, daß keine Metallgegenstände (Hosengürtel, Geldbeutel) bzw. andere Störfaktoren (Stromleitung, Bahnlinie usw.) in der Nähe sind und das Smartphone möglichst gleichmäßig und erschütterungsfrei bewegen, am besten auf einer glatten Oberfläche mit einer seitlichen Führung, z.B. auf einer Kunststoffvergüteten Holzplatte mit einer seitwärts aufgeleimten Holzlatte (Keine Metall-Schrauben) und das Smartphone auf ein Stück Samtstoff legen.


Einige Münzen sind ferromagnetisch und könnten deshalb die Messung stören. Gürtelschnallen ebenso.

Dein Meßverfahren stellt sicher, dass
  1. Keine ungeplanten Bewegungen stattfinden, die die Orientierung des Sensors und damit das Messergebnis beeinflussen könnten
  2. Eine gleichmäßige Bewegung durchgeführt wird, so dass man direkt von der vergangenen Zeit auf die zurückgelegte Strecke schließen kann

Genau das wäre erforderlich, solche "Gitterstrukturen" einwandfrei nachzuweisen. Im Prinzip könnte man mit dem "Akzelerometer" (Beschleunigungssensor) oder mit einem "Gyoroskop" (Drehbewegungssensor) noch nachweisen, dass die Bewegung tatsächlich wie geplant erfolgte, bzw. nicht für eventuell gemessene Veränderungen der magnetischen Flußdichte ursächlich ist.

Was Du aber nicht zu berücksichtigen scheinst: Selbst, wenn man das Smartphone in der Hand schüttelt - die magnetische Flussdichte sollte "vom Betrag her" gleich bleiben. Das ist nur um eine Ecke mehr gedacht.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2018, 14:10   #3
Milzalfred
Jungspund
 
Registriert seit: 26.07.2018
Beiträge: 12
Standard Hartmanngitter

Hallo Basti79,
Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Wie hast Du diese Netze denn gefunden? Also außer: im Aufbau des Versuchs berücksichtigt.
Das muß ein Wünschelrutengänger aus dem ff beherrschen.

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Kannst Du diese Quelle mal "zitieren", d.h. die Fundstelle angeben?
Im Buch von hartmann: Krankheit als Standortproblem – Seite 457 (Abb. 263) . Das Buch ist auch antiquarisch nicht mehr erhältlich.

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Du unterstellst hier, dass die "Schumann-Resonanz" ursächlich ist für das von Hartmann (angeblich) gemessene Gitter. Das kann aber allein schon deswegen nicht der Fall sein, weil die "Schumann-Resonanz" riesige Wellenlängen hat.
Im Wikipedia-Artikel ist rechts ein Bild zu sehen, das eine klein dargestellte Erdkugel und die ersten drei Schumann-Wellen zeigt. Das gibt nie und nimmer ein Gitter von menschlichen Dimensionen.
In Wikipedia unter: Berechnung der Frequenzen. (Mußt Du wohl in der Eile überlesen haben). Damit bilden sich immer höhere Frequenzen mit kleinen Wellenlängen und kleineren stehende Wellen.
Übrigens gibt es für die ersten 4 Frequenzen tägliche Meßwerte unter:
https://geocenter.info/en/monitoring/schumann


Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Was Du aber nicht zu berücksichtigen scheinst: Selbst, wenn man das Smartphone in der Hand schüttelt - die magnetische Flussdichte sollte "vom Betrag her" gleich bleiben. Das ist nur um eine Ecke mehr gedacht.
Stimmt vollkommen, nur hier geht es nur um die Vertikalintensität Z, die bei einem waagrecht liegendem Wischer nach oben gemessen wird.
Milzalfred ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2018, 14:46   #4
basti_79
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Beiträge: 10.707
Standard

Zitat:
Zitat von Milzalfred Beitrag anzeigen
Hallo Basti79,

Das [Gitter "finden"] muß ein Wünschelrutengänger aus dem ff beherrschen.
Wie geht der Wünschelrutengänger denn da vor? Die Position im Gitter wäre ja eine wesentliche Bedingung für den Versuch. Meine Idee wäre gewesen, die Meßreihe über eine deutlich längere Strecke anzufertigen, als die Gitterlinien mutmaßlich auseinander liegen.

Zitat:
Im Buch von hartmann: Krankheit als Standortproblem – Seite 457 (Abb. 263) . Das Buch ist auch antiquarisch nicht mehr erhältlich.
Naja.

https://www.zvab.com/buch-suchen/tit...utor/hartmann/

Zitat:
In Wikipedia unter: Berechnung der Frequenzen. (Mußt Du wohl in der Eile überlesen haben). Damit bilden sich immer höhere Frequenzen mit kleinen Wellenlängen und kleineren stehende Wellen.
Naja.

Selbstverständlich haben die "Schumann-Resonanzen" theoretisch beliebig viele Oberwellen. Allerdings kann sich keine stehende Welle ausbilden, wenn die Energie in kürzeren Wellenlängenbändern in den Weltraum abgestrahlt wird. Das heißt, in diesen Bändern hat man dann nur noch das (natürliche und technische) Rauschen. Keinesfalls irgendwelche feststehenden "Knoten", die die Grundlage für so ein Gitter bilden müssten.

Zitat:
Übrigens gibt es für die ersten 4 Frequenzen tägliche Meßwerte unter:
https://geocenter.info/en/monitoring/schumann


Zitat:
Stimmt vollkommen, nur hier geht es nur um die Vertikalintensität Z, die bei einem waagrecht liegendem Wischer nach oben gemessen wird.
Ja, das ist natürlich technisch einfacher zu realisieren, bzw. je nach App (welche hast Du denn verwendet?) abzulesen. Aber keine Sorgen: eine Rotation ist numerisch betrachtet "stabil", das heißt, dadurch würden sich kaum Fehler ergeben.

Witzigerweise gibt es bei WLAN den Erfahrungswert, dass man ein Laptop manchmal sogzusagen "genau in einen Schwingungsknoten stellt" und ganz schlechten Empfang hat. Ein paar Zentimeter daneben sieht das dann wieder ganz anders aus. Ich kenne Leute, die HF-Technik scherzhaft wegen solcher Erscheinungen als "schwarze Magie" bezeichnen.
__________________
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