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Ökonomie - BWL & VWL Disziplinen, die große Probleme mit der wissenschaftlichen Methode haben. Banken, Geldschöpfung, Inflation, Goldstandard, Banking-Theorie

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Alt 11.07.2018, 02:56   #1
vincethefince
Grünschnabel
 
Registriert seit: 11.07.2018
Beiträge: 1
Standard Veränderung Nachfragekurve Mietpreisbremse

Hallo Freunde!
Ich studiere Finanzmathematik und befasse mich zur Zeit mir der Mietpreisbremse. Nun bin ich auf eine Publikation des DIW gestoßen, die prognostizieren, dass die Mietpreisbremse, mit einem ausgenommenen Neubausektor, das Angebot langfristig vergrößern kann. Dazu wurde eine statische Analyse mit einem Preis-Mengen Diagramm gemacht, siehe Link: https://www.diw.de/documents/publika...90.de/18-7.pdf (S: 111),
Leider verstehe ich eine Sache nicht. Wieso verändert sich der Verlauf der Nachfragefunktion (wird steiler), dargestellt
durch die orangefarbene Linie, in Abbildung 2.? Hat die Nachfragekurve einen Knick beim Schnittpunkt Wre und mr?
Kann mir da jemand mit einer genaueren Erklärung weiterhelfen?
Vielen Dank und liebe Grüße,
Vince
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Alt 11.07.2018, 08:47   #2
basti_79
Administrator
 
Benutzerbild von basti_79
 
Registriert seit: 18.11.2005
Beiträge: 10.715
Standard

Zitat:
Zitat von vincethefince Beitrag anzeigen
Ich studiere Finanzmathematik und befasse mich zur Zeit mir der Mietpreisbremse.
Das stimmt nicht. Du befasst Dich mit den derzeit dominierenden Theorien, die Vorhersagen treffen sollen, was eine "Mietpreisbremse" bewirken würde.

Real existierende Gesetze dieser Art hatten bestenfalls erkennbare Auswirkungen, keinesfalls umfassende. Daraus könnte man jetzt natürlich Erfahrungswerte ableiten, und neue Gesetze entsprechend verändern, aber dazu müsste man ja Politik studiert haben...

Zitat:
Nun bin ich auf eine Publikation des DIW gestoßen, die prognostizieren, dass die Mietpreisbremse, mit einem ausgenommenen Neubausektor, das Angebot langfristig vergrößern kann.
...was ja paradox wäre. Wenn die Mieten sinken, würde man davon ausgehen, dass es weniger Leerstand gibt. Damit hätte man dann weniger Angebot.

Zitat:
Dazu wurde eine statische Analyse mit einem Preis-Mengen Diagramm gemacht, siehe Link: https://www.diw.de/documents/publika...90.de/18-7.pdf (S: 111),
Das ist auch keine "Statistik". Statistik befasst sich mit dem Versuch, zwischen Erfahrungswerten und Theorie eine Verbindung herzustellen. Das Wort "Theoriebildung" wäre eher angemessen: dort wird versucht, eine Prognose herzustellen.

Die Grafik sagt aus, dass man, wenn man eine Mietpreisbremse hat, ein größeres Angebot an günstigen Wohnungen hat. Das wäre so etwas wie der Sinn eines solchen Gesetzes. Dazu kommt dann, dass die unregulierten Wohnungen im Verhältnis teurer werden.

Zitat:
Leider verstehe ich eine Sache nicht. Wieso verändert sich der Verlauf der Nachfragefunktion (wird steiler), dargestellt durch die orangefarbene Linie, in Abbildung 2.?
Weil größere Wohnungen für kleinere Mieten verfügbar wären.

Zitat:
Hat die Nachfragekurve einen Knick beim Schnittpunkt Wre und mr?
Nein, es gibt keine einheitliche Nachfragekurve, zumindest nicht in dieser Grafik - dazu müsste man ja ignorieren, dass es ja Gründe geben könnte, aus denen jemand trotz einer Mietpreisbremse in eine unregulierte Wohnung ziehen will. Meinetwegen, weil er BWL studieren will, oder so. Aber, korrekt, in der Grafik hat die "Nachher"-Nachfragekurve einen Knick.

Zitat:
Kann mir da jemand mit einer genaueren Erklärung weiterhelfen?
Hoffe geholfen zu haben.
__________________
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Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
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