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Alt 08.11.2017, 14:52   #11
HaraldL
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Zitat:
Das Vakuum wäre instabil.
Ist eigentlich ein sich ausdehnender leerer Raum nicht auch eine Form eines instabilen Vakuums?

Bezüglich Kausalitätsverletzungen durch Tachyonen: wenn sich mit diesen wegen geringer Wechselwirkungswahrscheinlichkeit kaum Botschaften verschicken lassen, dann dürfte auch dies kaum ein Problem sein. Schließlich setzt das Antitelefon ( https://de.wikipedia.org/wiki/Antitelefon ) voraus, daß die Signale auswerbar sind. Und könnten wir eine Kausalitätsverletzung überhaupt nachweisen, wenn das Signal nur wenige Attosekunden ( oder noch weniger) in die Vergangenheit reist?
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Alt 08.11.2017, 18:56   #12
Sakslane
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Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Ist eigentlich ein sich ausdehnender leerer Raum nicht auch eine Form eines instabilen Vakuums?
Nicht zwangsläufig. Wenn der Raum leer ist, gibt es auch keine Materie, mittels derer man die Ausdehnung beobachten könnte, der Zustand würde also gleich bleiben.
Zitat:
Bezüglich Kausalitätsverletzungen durch Tachyonen: wenn sich mit diesen wegen geringer Wechselwirkungswahrscheinlichkeit kaum Botschaften verschicken lassen, dann dürfte auch dies kaum ein Problem sein. Schließlich setzt das Antitelefon ( http://de.wikipedia.org/wiki/Antitelefon ) voraus, daß die Signale auswerbar sind. Und könnten wir eine Kausalitätsverletzung überhaupt nachweisen, wenn das Signal nur wenige Attosekunden ( oder noch weniger) in die Vergangenheit reist?
Das ist kein quantitatives, sondern ein qualitatives Problem. Eine Theorie, die "ein Bisschen inkonsistent" ist oder "die Kausalität manchmal verletzt" ist immer noch theoretisch inkonsistent, egal wie klein die Kausalitätsverletzung ist.
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Alt 08.11.2017, 22:30   #13
HaraldL
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Könnte man eigentlich diese Inkonsistenzen nicht auch dadurch zu Stande kommen, daß die Lorentztransformation nicht für Überlichtgeschwindigkeit gilt oder dadurch, daß die Zukunft vorherbestimmt ist?
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Alt 09.11.2017, 01:39   #14
Sakslane
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Nein. Das Problem besteht darin, dass zwei Beobachter, die sich relativ zueinander mit Unterlichtgeschwindigkeit bewegen, eine unterschiedliche zeitliche Abfolge von "Tachyon an Ort A" und "Tachyon an Ort B" messen, d.h. der gleiche Vorgang aus Ursache und Wirkung läuft für beide in unterschiedlicher Reihenfolge ab. Das widerspricht aber dem Prinzip von Ursache und Wirkung. Selbst wenn die Zukunft vorherbestimmt wäre, wäre in dem Fall noch nicht einmal klar, welches der beiden Ereignisse "in der Zukunft" liegt.
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Alt 09.11.2017, 03:02   #15
HaraldL
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Wenn bei der Messung das Tachyon zerstört wird, liegt keine Kausalverletzung vor, denn dann messen die Beobachter A und B verschiedene Tachyonen.
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Alt 09.11.2017, 11:35   #16
Sakslane
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Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Wenn bei der Messung das Tachyon zerstört wird, liegt keine Kausalverletzung vor, denn dann messen die Beobachter A und B verschiedene Tachyonen.
Es gibt aber keine eindeutige Zuordnung welcher der beiden Beobachter die Entstehung des Tachyons beobachtet (Ursache, Beginn der Bewegung des Tachyons) ja welcher die Zerstörung (Wirkung, Tachyon wird als Signal empfangen). Ursache und Wirkung haben keine klare Rolle mehr.
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Alt 09.11.2017, 15:15   #17
HaraldL
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Weder Beobachter A noch Beobachter B erzeugen ein Tachyon. Die Quelle liegt ganz woanders.
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Alt 09.11.2017, 18:14   #18
Sakslane
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Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Weder Beobachter A noch Beobachter B erzeugen ein Tachyon. Die Quelle liegt ganz woanders.
Irgendwo muss das Tachyon erzeugt werden, und dort kann man auch einen Beobachter hinsetzen. Das Prinzip bleibt das gleiche, nämlich die Verletzung der Kausalität, weil "Ursache" und "Wirkung" in verschiedener Reihenfolge vorkommen.
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Alt 10.11.2017, 01:59   #19
HaraldL
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Was wäre eigentlich, wenn es doch kleine Kausalitätsverletzungen geben kann und diese deshalb so selten sind, weil Tachyonen noch seltener mit normaler Materie wie Neutrinos?
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Alt 10.11.2017, 08:22   #20
Sakslane
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Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Was wäre eigentlich, wenn es doch kleine Kausalitätsverletzungen geben kann und diese deshalb so selten sind, weil Tachyonen noch seltener mit normaler Materie wie Neutrinos?
Dann wäre das gesamte Prinzip von Ursache und Wirkung hinfällig und damit die Aussagekraft jeder Art von Theorie oder Vorhersagbarkeit.
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