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Ökonomie - BWL & VWL Disziplinen, die große Probleme mit der wissenschaftlichen Methode haben. Banken, Geldschöpfung, Inflation, Goldstandard, Banking-Theorie

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Alt 18.06.2017, 12:35   #61
basti_79
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Ein schöner Artikel zum Thema.

http://phase-zwei.org/hefte/artikel/...e-theorie-248/
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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Alt 21.06.2017, 12:15   #62
basti_79
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Bowman (oder jemand anderes, der sich bei WP auskennt), gibt es bei Wikipedia eine Möglichkeit, Sichtung herbeizuführen oder nahezulegen? Ich bin jetzt erst einmal durch mit Kommentaren und ersten, wichtigen Korrekturen und habe eine Neutralitätswarnung eingefügt.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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Alt 21.06.2017, 21:40   #63
bowman
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Bowman (oder jemand anderes, der sich bei WP auskennt), gibt es bei Wikipedia eine Möglichkeit, Sichtung herbeizuführen oder nahezulegen? Ich bin jetzt erst einmal durch mit Kommentaren und ersten, wichtigen Korrekturen und habe eine Neutralitätswarnung eingefügt.
Nach 24 Stunden kannst du das hier als Sichtungswunsch melden: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipe...ionen/Anfragen

Ich selber könnte sichten, hab aber ehrlicherweise gerade andere Prioritäten.
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Alexander Buskov's Weltformel:
Zitat:
Zitat von MindY Beitrag anzeigen
Ich will Lichtgeschwindigkeit als Ergebnis.
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Alt 26.06.2017, 10:32   #64
kaiove
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Kapitalismus gibt es nicht (noch nicht), ist lediglich eine Theorie, die zur Ideologie der "Kapitalismusgegener" geworden ist. Es geht um:

"Gemeinnutz geht vor Eigennutz"

Dieser Grundsatz hat bisher alle staatstragenden Regelwerke legitimiert und seine Umkehrung würde als asozialer Egoismus empfunden.

Die Hypothese geht davon aus, dass es überhaupt einen Nutzen für eine Gemeinschaft gibt, der dann eine höhere Wertigkeit hat, als der Nutzen, den ein Individuum aus einer "Regel" für sich ziehen kann.

Was aber kann gemeint oder gefühlt sein, wenn von Gemeinsinn oder Nutzen einer Gemeinschaft, einer Gesellschaft, einer Gruppe oder einer Firma die Rede ist?

1. Was ist nützlich?
2. Was meint dann: "Nutzen für Gemeinschaft"
3. Warum wird in einigen Kulturen überhaupt der Gegensatz Eigennutzen zu Gemeinnutzen
konstruiert?

Der scheinbare Unterschied liegt darin begründet, dass der Faktor Zeit nicht berücksichtigt wird und der ist dramatisch!

Individuen, die im Paradies leben, können sich auf unmittelbare Bedürfnis Befriedigung einrichten und bedürfen einer "Versorgungsgemeinschaft" nicht.

Individuen, die von Natur-Zyclen abhängig sind, müssen lernen Vorräte anzulegen, sie zu verwalten und zu verteilen so wie Saatgut zu bilden und zu schützen.

Da das Paradies eine Utopie ist, ist der Mensch dazu verdammt:

a. Vorräte anzulegen (Reserven bilden, Altersversorgung und Versicherungen als Einzahler,
Ersparnisse, Statussymbole, Depots....)
b. oder jemanden zu finden, der das für ihn erledigt (Ehepartner, Eltern, Kinder, Arbeitgeber,
Staat, Religionsgemeinschaft und auch hier Versicherungen als Entnehmer....)

Je nach Kultur, Religion und Bildungsstand gehört das Individuum zu einer der beiden Gruppen und das häufig auch noch im Laufe der Zeit wechselseitig! (Der Arbeitgeber wird im Alter zum Versicherungsnehmer)

Erstaunlich ist bei dieser Betrachtung die
1. Motivation der "Starken", die in allen Gemeinwesen die Minderheit sind, ihre Vorräte zu teilen und
2. noch erstaunlicher mit welcher Taktik die "Schwachen" sich organisieren, um an die Vorräte der "Starken" zu gelangen.

Wahrscheinlich ist, dass die Menschheit genau mit der Erkenntnis dieser unterschiedlichen Interessen begann, denn daraufhin erst musste ein Gemeinwesen organisiert werden und konnte erfolgreicher sein als "unorganisierte Horden".

Biologie und Hirnforschung nun haben gezeigt, dass alles was "lebt" organisiert ist und "Insektenstaaten" ja auch Arbeitsteilung kennen und "Schwärme" sich nach Mustern und mit eindeutigen Nutzen bilden und bewegen.

Wir können hier festhalten:
In der gesamten belebten Natur gibt es "Altruismus", ein Individuum unterwirft seine Interessen anderen Individuen.
Insoweit das nun bewusst geschieht und das Individuum die Wahl hat, wird ökonomisch entschieden:
Das Prinzip: geringster Aufwand/ grösstmöglicher Erfolg.

Erfolg in der Biologie bedeutet:
Überleben
1. der Art
2. des Individuum

Scheinbar:
Arterhaltung = Gemeinnutz und Selbsterhaltung = Eigennutz

Diese Gleichsetzung ist falsch, auch wenn sie oft gemacht und publiziert wird,
denn dem Gefühl (mehr ist es nicht!!!) von Gemeinsinn liegt eine freie Entscheidung und eine elementare, wunderbare Erkenntnis zu Grunde, während Arterhaltung hier in dieser Untersuchung nur ein Trieb ist.

Alle "Megagruppen" (Staaten, Parteien, Religionsgemeinschaften) lassen in ihren Verfassungen (Programmen) leicht erkennen, dass sie davon ausgehen, dass ihre "Mitglieder" einen Teil ihrer Individualität auf dem Altar der Gruppe opfern müssen, damit das "Gemeinwohl" seine segensreichen Handlungen entfalten kann.
Das führt über die Zeit immer dazu, dass die kleine Gruppe der "Repräsentanten" innerhalb der Gruppe festlegen, was für die Individuen denn nun eigentlich segensreich ist.
__________________
ich kommuniziere, also bin ich
kaiove ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.06.2017, 14:50   #65
basti_79
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Zitat:
Zitat von kaiove Beitrag anzeigen
Kapitalismus gibt es nicht (noch nicht), ist lediglich eine Theorie, die zur Ideologie der "Kapitalismusgegener" geworden ist.
Kannst Du diese Behauptung belegen?

https://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalismus

Zitat:
Kapitalismus bezeichnet zum einen eine spezifische Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, zum anderen eine Epoche der Wirtschaftsgeschichte. [...] Allgemein wird unter Kapitalismus eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung verstanden, die auf Privateigentum an den Produktionsmitteln und einer Steuerung von Produktion und Konsum über den Markt beruht. Als weitere konstitutive Merkmale werden genannt: die Akkumulation, für manche das „Herzstück“, Hauptmerkmal und Leitprinzip des Kapitalismus, und das „Streben nach Gewinn im kontinuierlichen, rationalen kapitalistischen Betrieb“.

Als Epoche der Wirtschaftsgeschichte versteht man unter Kapitalismus eine wirtschaftsgeschichtliche Periode, die heute noch andauert.
Zitat:
Es geht um: "Gemeinnutz geht vor Eigennutz"

Dieser Grundsatz hat bisher alle staatstragenden Regelwerke legitimiert und seine Umkehrung würde als asozialer Egoismus empfunden.
Stimmt. Sogar im dritten Reich hieß es (im "25-Punkte-Programm" der NSDAP von 1920 [!]):

Zitat:
Sie bekämpft den jüdisch-materialistischen Geist in und außer uns und ist überzeugt, daß eine dauernde Genesung unseres Volkes nur erfolgen kann von innen heraus auf der Grundlage:

Gemeinnutz vor Eigennutz

Das heißt erst einmal, dass das Gesagte wenigstens ein Gemeinplatz ist, und dass es der Diktatur der NSDAP nicht ernsthaft schaden hat können. Ich denke, damit sind wir auf der sicheren Seite, wenn wir sagen, dass die Aussage irgendwelche Mängel hat.

Zitat:
1. Was ist nützlich?
Die meisten Menschen, die über solche Fragen nachdenken, gehen davon aus, dass es da so etwas wie einen Instinkt gibt. Mich macht z.B. Sex und Zärtlichkeit glücklich, und gutes Essen. Für die theoretischen Aspekte empfehle ich immer:

https://www.amazon.de/Zen-die-Kunst-.../dp/3596220203

Zitat:
2. Was meint dann: "Nutzen für Gemeinschaft"
Kannst Du etwas konkret benennen, was nicht der Gemeinschaft nützt?

Zitat:
3. Warum wird in einigen Kulturen überhaupt der Gegensatz Eigennutzen zu Gemeinnutzen konstruiert?
In welchen Kulturen passiert das nicht?

Zitat:
Individuen, die im Paradies leben, können sich auf unmittelbare Bedürfnis Befriedigung einrichten und bedürfen einer "Versorgungsgemeinschaft" nicht.
Solch ein Paradies gibt es aber nicht in einer arbeitsteiligen Gesellschaft. Es wird mittlerweile (selbst von Anarchisten) hingenommen, dass Zivilisation bedingt, dass man einander unterstützt, und dass gerade das ein wesentlicher Bestandteil von Kultur sein muss. Stichwort z.B. "VoKü".

Zitat:
Da das Paradies eine Utopie ist,[...]


Zitat:
Je nach Kultur, Religion und Bildungsstand gehört das Individuum zu einer der beiden Gruppen [Abhängige bzw. Freie) und das häufig auch noch im Laufe der Zeit wechselseitig!
Ja. Es ist also sehr kompliziert. Wie soll es denn sein? Und warum? Und warum ist gerade das nicht eine Wertvorstellung, also eine Vorstellung davon, was "nützlich" wäre?

Zitat:
Erstaunlich ist bei dieser Betrachtung die

1. Motivation der "Starken", die in allen Gemeinwesen die Minderheit sind, ihre Vorräte zu teilen und


Wo siehst Du denn da Bereitschaft oder gar Motivation? Vor allem: wo setzt Du die Trennlinie zwischen "starken" und "schwachen"?

Was ist denn heutzutage nicht ausschließlich per "Recht des Stärkeren" "geregelt"?

Zitat:
2. noch erstaunlicher mit welcher Taktik die "Schwachen" sich organisieren, um an die Vorräte der "Starken" zu gelangen.
Mit welchen tun sie das denn?

Zitat:
Wahrscheinlich ist, dass die Menschheit genau mit der Erkenntnis dieser unterschiedlichen Interessen begann, denn daraufhin erst musste ein Gemeinwesen organisiert werden und konnte erfolgreicher sein als "unorganisierte Horden".
Genauer gesagt könnte man behaupten, dabei würde es sich um den Urmythos handeln, der z.B. in der Bibel so wiedergegeben wird:

Zitat:
Und Gott der Herr ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
[...]
Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein ein Fleisch.

Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und schämten sich nicht.
[...]
Und die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der Herr gemacht hatte, und sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten?
[...]
Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von seiner Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß. Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.
In dieser Erzählung ist es die Erkenntnis (das Bewusstsein?), das aus den einst Wilden zivilisierte Menschen macht, die sich schämen (was unterstelltermaßen zu Kultur gehört). Dieses Motiv haben meines Wissens alle Schöpfungsmythen gemein.

Zitat:
Wir können hier festhalten: In der gesamten belebten Natur gibt es "Altruismus", ein Individuum unterwirft seine Interessen anderen Individuen.
Der Unterschied zwischen Tieren und Menschen ist anerkanntermaßen das (sprachliche oder symbolische) Bewusstsein, bzw. das Potential dazu.

Zitat:
Insoweit das nun bewusst geschieht und das Individuum die Wahl hat, wird ökonomisch entschieden: Das Prinzip: geringster Aufwand/ grösstmöglicher Erfolg.
Selbst wenn, was bedeutet das für die Gesellschaft bzw. für Ethik?

Zitat:
Das führt über die Zeit immer dazu, dass die kleine Gruppe der "Repräsentanten" innerhalb der Gruppe festlegen, was für die Individuen denn nun eigentlich segensreich ist.
Du beschreibst korrekt den Ablauf der Ereignisse seit 1949. Ich für meinen Teil warte jetzt auf Gegenvorschläge Deiner. Ich kann Dir versichern: in der Hölle, die Du beschreibst, lebe ich weder, noch möchte ich dort leben.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
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Alt 01.10.2017, 15:26   #66
basti_79
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Wenigstens die Neutralitätswarnung und das Mausfeld-Zitat scheinen sich jetzt zu halten:

https://de.wikipedia.org/wiki/Verelendungstheorie

der restliche Artikel strotzt immer noch vor Fehlern und Verzerrungen...
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