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Psychologie & Parapsychologie Remote Viewing, Präkognition, aber auch Spuk und was es da noch so alles an den Grenzen der Psychologie gibt.

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Alt 04.09.2016, 21:13   #1
arusha2005
Grünschnabel
 
Registriert seit: 25.08.2016
Beiträge: 2
Standard Poltergeist

Hallo zusammen,

ich möchte über Phänomene berichten, die ich erlebt habe und bin gespannt, ob jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder über Infos verfügt, die zum Verständnis der Ereignisse beitragen.


Vor einigen Jahren bezog ich mit meinem Mann ein Einfamilienhaus im Rheinland an der Grenze zum Bergischen Land. Das Haus war ein Neubau und wir somit die ersten Bewohner.

Es begann eines Tages damit: Ich befand mich allein im Haus. Mein Mann war bei der Arbeit. Plötzlich hörte ich laute Geräusche aus dem Keller. Es klang, als würden schwere Kisten umgeworfen und gegen die Wände geschleudert. Dieser Krach dauerte eine ganze Weile an. Ich war erschrocen und lief die Treppe hinunter um nachzusehen. Ich weiß noch, dass ich dachte: Ist das mein Mann, der vorzeitig zurück kam, weil er irgendetwas suchte? Aber auf diese Art und Weise??
Ich öffnete die Kellertür. Die Geräusche verstummten augenblicklich. Niemand befand sich im Raum und die Umzugskisten, die noch unausgepackt dort lagerten, standen ordentlich aufeinandergestapoelt und unberührt da, so wie wir sie nach dem Umzug dort hingestellt hatten.

Ein paar Wochen später: Es war so gegen 8.00 h morgens und ich brachte zwei große Gelbe Müllsäcke mit Verpackungsmüll in den Flur um sie gleich darauf an den Straßenrand zu stellen. Ich füllte noch schnell Wasser und Kaffeepulver in die Kaffeemaschine, als ich hörte, wie die Müllsäcke die Treppe hinunterpolterten. Oh nein, dachte ich, das darf ja wohl nicht wahr sein! Ich erinnerte mich nicht mehr, ob ich die Säcke fest zugeschnürt hatte und befürchtete, dass sich womöglich all der Unrat über die Treppe verteilt hatte. Als ich nachsah: NICHTS war geschehen. Die Säcke standen nach wie vor an die Wand gelehnt, die der Treppe gegenüber lag.

Diese Ereignisse waren mir unheimlich und jagten mir Schauer über den Rücken. Ich dachte, was ist hier los? Bilde ich mir das nur ein? Habe ich ein Problem mit meinem Gehör? Oder werde ich verrückt? Es machte mir Sorgen, aber da ich zu dieser Zeit niemals in anderer Umgebung derartige Erlebnisse hatte, kam ich zu dem Schluss: Das ist keine Einbildung. Irgendwas Unerklärliches geht hier vor

Es folgten andere Phänomene: Einkaufstüten, die ich in die Küche stellte, knisterten und raschelten und "fielen geräuschvoll um", obwohl sie sich in der Realität nicht einen Zentimeter bewegten. Es gab Geräusche in Zimmern, in denen sich niemand aufhielt und dergleichen mehr. Auch das Müllsack-Gepoltere wiederholte sich ebenfalls.

Gemeinsan hatten all diese Vorkommnisse eines: Sie machten mir - abgesehen von der Gänsehaut bei den ersten Erlebnissen - keine Angst.
Ich spürte, was auch immer da los war, es war nichts Böses. Mir und meiner Familie drohte keine Gefahr. Ich kann dieses sichere Wissen nicht erklären. Aber ich fühlte es einfach.

Mit der Zeit entwickelten sich diese sich wiederholenden Dinge irgendwie zu einem Teil des Alltags. Es wurde so normal, dass ich später nicht einmal mehr nachsah, wenn ich wieder etwas hörte. Es war eben so.
Enge Freunde und Familie hatten mir oft gesagt: Es gibt keine Poltergeister. Das kann gar nicht sein. Vor Euch hat niemand in diesem Haus gelebt. Ihr seid die Ersten.

Eines Tages kam eine Bekannte mit ihren Kinder zu Besuch. Die Kinder spielten im Garten und und meine Freundin und ich standen in der offenen Terrassentür und unterhielten uns. Plötzlich ertönte ein grelles Quietschen aut der Fensterfront, die sich direkt neben uns befand. Es hörte sich an, als kratze etwas über das Glas. Mit einem Stück Kreide oder ähnlichem. Ich habe nie ausprobiert, was dieses Geräusch verursacht haben könnte. Aber wir hörten es beide und niemand von uns hatte die Glasscheibe berührt.
Das war eine der wenigen Gelegenheiten, in denen auch andere Personen die Geräusche hörten, die für mich schon so lange zum Alltag gehörten.

Viele Grüße
Arusha
arusha2005 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.2016, 09:55   #2
Lawrence P. W.
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von Lawrence P. W.
 
Registriert seit: 10.07.2004
Ort: dort
Beiträge: 3.143
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Naja, vielleicht habt ihr eben einen mal netten spirituellen Mitbewohner, der auf diese Art "seine Miete entrichtet" und dass du keine Angst hast, ist ja schon mal ein guter Weg dem zu begegnen.
__________________
Letztendlich muss jeder Atheist dran glauben
Der Glaube ist eine Realität von den Dingen, die wir hoffen.
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Lawrence P. W. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.2016, 14:37   #3
arusha2005
Grünschnabel
 
Registriert seit: 25.08.2016
Beiträge: 2
Standard Poltergeist

Danke für die Antwort.
Ja, die Miete hat sich unser "Hausgeist" tatsächlich mehr als verdient, wie sich ein paar Jahre später herausstellte.
Ich zog in ein anderes Haus in der nächstgelegenen Stadt um. Diesmal handelte es sich um einen ca. 100jährigen schönen Altbau, in dem die Treppen und Böden noch aus Holz bestanden, teilweise waren sogar Wände oder Decken mit weißem Holz verkleidet.
Meine beiden Kinder waren mittlerweile Teenager und ihre Zimmer befanden sich im Dachgeschoss.

Zunächst blieb alles ruhig und ich war überzeugt, dass das Phänomen im früheren Haus zurückgeblieben war.

Doch bald darauf ging es wieder los und diesmal schienen sich die Ereignisse
auf meine Tochter zu konzentrieren:
Sie hörte Dinge in ihrem Zimmer herunterfallen oder umfallen, die sich tatsächlich jedoch gar nicht bewegt hatten. Die Zimmertür öffnete sich von allein und einmal hörten auch Besucher Schritte, die die Treppe ins Dachgeschoss hinauf gingen, obwohl niemand zu sehen war.

Ich muss dazu sagen, dass ich meinen Kindern nicht viel von den früheren Ereignissen erzählt hatte, da sie noch klein waren und ich ihnen keinen Schrecken einjagen wollte.
Jedenfalls wurde es so penetrant, dass meine Tochter große Angst bekam und ihr Zimmer in einen Raum im Erdgeschoss verlegte. Mein Sohn blieb völlig unbeeindruckt von all dem und wohnte weiterhin im Dachgeschoss. Er hielt das alles für Quatsch.
Kurz darauf erzählte meine Tochter mir von einem schrecklichen Traum: Etwas oder jemand führte sie aus dem Haus hinaus und von draußen sah sie, dass das komplette Haus abgebrannt war. Alles war schwarz verkohlt und überall lagen rauchende Trümmerteile.
Es habe alles so realistisch gewirkt, schilderte sie und ich dachte nur, Traum hin oder her: Ich muss schnellstmöglich Rauchmelder anbringen.
Zu meiner Schande muss ich zugeben, dass ich diesen Plan doch nicht sofort ausführte. Es gab soviel Arbeit in dem alten Haus und dauernd kam dies oder jenes dazwischen.

Eines Nachts kurz darauf kam mein Sohn herunter in mein Schlafzimmer und weckte mich. Normalerweise schlief er wie ein Stein und nachts bekamen ihn keine zehn Pferde aus dem Bett. Er erzählte schlaftrunken, er hätte einen lauten Rauchmelder gehört, der ihn aufgeweckt habe. Ich entgegnete, dass das nicht sein könne, denn wir hätten ja noch keinen im Haus. Aber er beharrte darauf und begann, in sämtlichen Räumen nachzusehen.
Er entdeckte ein glühendheißes Glätteisen, das meine Tochter für ihre Haare benutzte. Es hatte direkt neben dem schlafenden Mädchen auf der Kommode gelegen, nur Zentimeter entfernt von Papieren und Stofftüchern. Offenbar war es versehntlich nicht ausgeschaltet worden.

Wir waren alle zu Tode erschrocken, aber auch dankbar, dass jemand offenbar so gut auf uns aufgepasst hatte.
Tags darauf brachten wir in allen Zimmern Rauchmelder an.

Und das passierte zum Schluss:
Irgendwann fragte ich meinen Sohn, wie sich der Rauchmelder in der fraglichen Nacht eigentlich angehört habe. Er antwortete: 3 schrille Töne, Pause, 3 schrille Töne, Pause ...
Mich erinnerte dies eher an eine Autoalarmanlage.
Denn alle Rauchmelder, die ich bis dato je gehört hatte, gaben einen einzigen anhaltenden Ton von sich, der nicht von allein abbrach.

Monate später suchte ich etwas in dem Schrank, der im alten Zimmer meiner Tochter im Dachgeschoss verblieben war.

Dort lag zwischen allen möglichen Dingen ein alter Rauchmelder, jedoch war das Batteriefach leer. Meine Tochter meinte, er hätte beim Einzug irgendwo im Zimmer herumgelegen und war wohl von den Vormietern vergessen worden. Sie hatte ihn in den Schrank gelegt und dann nicht mehr daran gedacht.

Jetzt wollte ich nur noch eins wissen:
Ich legte Batterien in den Rauchmelder ein und schaltete ihn an:

3 schrille Töne, Pause, 3 schrille Töne, Pause ... .

Danach hörten die Phänomene auf.
arusha2005 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2016, 01:28   #4
Lawrence P. W.
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Beiträge: 3.143
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Na, siehst du, nach all dem, ist das doch beruhigend sozusagen einen Beschützer im Haus zu haben...
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Lawrence P. W. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2017, 23:44   #5
Blacksonja72
Grünschnabel
 
Registriert seit: 15.01.2011
Beiträge: 3
Standard

Hallo

Ich habe viele ähnliche Situationen erlebt, die erst hinterher seinen Sinn ergaben. Natürlich bekommt man bei so unerklärlichen Geschehnissen erstmal Angst und am Ende entpuppen sie sich als beschützend. Ich freue mich, das sich alles zum guten gewendet hat.

Viele Grüße
Blacksonja72 ist offline   Mit Zitat antworten
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