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Alternative Heilverfahren Akupunktur, Ayurveda, Bach-Blüten, Homöopathie etc.

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Alt 31.12.2015, 19:12   #11
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Acolina Beitrag anzeigen
Zu Hahnemanns Zeiten war H. durchaus ein Fortschritt. Im Gegensatz zu den damals üblichen Therapien wie Aderlass & Co (frei nach dem Motto: "Wenn kein Blut mehr kommt, hat auch das Leiden ein Ende!" ) bot die H., wenn auch unwirksam, so wenigstens nicht schädlich, zumindest dem Körper die Chance, sich selbst zu heilen.
Merkwürdig, das deckt sich mit einer Kurzbiografie aus Homöopathischer Sicht.

Mit etwas Glück hätte Hahnemann der Begründer der pharmakologisch fundierten Medizin werden können.

Dort wird erwähnt:

Zitat:
Der englische Arzt hatte in seiner Arbeit Chinarinde als wirksames Mittel gegen Malaria beschrieben und führte die Wirkung auf einen magenstärkenden Einfluss zurück. Diese Aussage stieß bei Hahnemann auf Widerspruch. Hahnemann selbst war in Siebenbürgen an Malaria erkrankt und hatte die Wirkung der Rinde am „eigenen Leibe kennengelernt“, wie er autobiographisch einmal beschrieben hatte. Um die Behauptung Cullens zu widerlegen, führte Hahnemann mehrere Selbstversuche mit Chinarinde durch und durchlitt die charakteristischen Symptome des Fiebers.
__________________
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Alt 31.12.2015, 19:25   #12
Acolina
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Hahnemann dachte, Chinarinde würde das Fieber der Malaria lindern, weil sie beim Gesunden Fieber auslöst - das ist das Prinzip der H. "Gleiches mit Gleichem heilen" - im Gegensatz zur Allopathie (also aller anderer Medizin, heute läuft das allgemein auch unter dem Begriff "Schulmedizin"). Das schloss er daraus, dass er im nichtfiebrigen Zustand Chinarinde zu sich nahm und Fieber bekam. Dabei beging er den kolossalen Fehler, Korrelation mit Kausalität zu verwechseln

Das war einer der Fehler...

Heute wissen sowieso die meisten, die H. anwenden, gar nicht mehr, was H. eigentlich bedeutet. Oft wird sie der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) gleichgesetzt, zumindest mit ihr vermengt. Das lässt Hahnemann sicher im Grab rotieren Phytotherapie ist nämlich Allopathie, keine Homöopathie.

In der Phytotherapie gibt es inzwischen eine Menge belegte Wirkungen, in der Homöopathie keine einzige. Wie auch Die Phytotherapie könnte man ja auch durchaus die Mutter der "Schulmedizin" nennen. Viele ursprüngliche Substanzen, die als Medikamente dienen, stammen ja aus ihr, wurden aus Pflanzen extrahiert. So wurde aus der Weidenrinde (erst in unserer Leber, später im Labor) die Salicylsäure, daraus dann die verträglichere Acetylsalicylsäure gebastelt, das gute alte Aspirin
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 01.01.2016, 11:57   #13
basti_79
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"Viele" ist fast noch untertrieben. Versuch mal, ein Medikament zu finden, das nicht wenigstens aus einem Naturstoff abgeleitet wurde. Gibt es. Aber ich denke, man kann sie ungefähr an einer Hand abzählen. Das liegt auch an der ungeheuren Vielfalt der Natur. Was auch immer Menschen sich ausdenken können, die Natur hatte ein paar Milliarden Jahre Zeit, mit der Idee zu spielen...

Muss ja auch so sein. Das ist ein bißchen wie mit den Gewürzen: die schmecken intensiv, um irgendwelches Viecher abzuschrecken. Menschen unterwandern dieses Prinzip und würzen Essen damit - zum Vorteil der Gewürzpflanze, denn die darf dann im Garten wachsen. Ebenso sind viele Wirksubstanzen deutlich erkennbar Fraßgifte oder Abschreckungsmittel. Da spielt dann ein bißchen rein, dass viele wirksame Substanzen auch bitter schmecken - wiederum evolutionär angepasst: wir schmecken das als bitter, was wirken könnte. Eine Pflanze bekommt von wirksamen Substanzen (Giften) also einen doppelten Vorteil.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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