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Alt 08.12.2015, 13:26   #1
Llewellian
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Standard Steinbruch der Blausteine von Stonehenge gefunden

Dieses magmatische Gestein wächst quasi schon in verwendbarer Form aus dem Boden und musste nur noch mit ein paar Holzkeilen und etwas Regen "abgespalten" werden.

http://phys.org/news/2015-12-stonehe...les-wales.html

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Alt 09.12.2015, 08:55   #2
Lawrence P. W.
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140 Meilen vom Aufstellort entfernt?
Habe ich das richtig verstanden?
Wie haben die das transportiert?
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Alt 09.12.2015, 10:32   #3
Llewellian
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Nun, mit Muskelschmalz. Holzschlitten und Seile.

Einige Tonnen Stein ist nix, was nicht ein dutzend Männer mit Hebeln und Seilen bewegen könnten. Und wenn man einige Auerochsen davorspannt, geht das ganz leicht. Schau dir mal an, was schon 2 Holzrückpferde können.

Man muss ja nicht das Gewicht heben, sondern nur den Reibwiderstand überwinden. Und das ist nun nicht wirklich ein grosses Problem.

Ausserdem: Wagen mit Rädern gibts in Europa schon seit dem 4ten Jahrtausend vor Christus. Davor gabs schon die Stangenschleife zum Zerren mit Ochsen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dreieckswagen

Und das Speichenrad ist auch schon seit 3000 v. Christus in Europa nachweisbar.

PS: Rinderdomestikation wurde seit dem Übergang der Jäger/Sammler zum Ackerbau im Neolithikum von vor 9000 Jahren betrieben.

So ein paar Steine sind also nun echt kein Problem.
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Alt 09.12.2015, 11:01   #4
Groschenjunge
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Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Wie haben die das transportiert?
Schüler haben das mal vor einigen Jahren getestet: http://www.technikatlas.de/~tc12/arbeit.htm
Zitat:

9. Gewonnene Erkenntnisse

Unsere Versuche haben gezeigt, dass man in der Lage ist, mit etwa 30 ungeübten Personen einen 10 t schweren Stein zu bewegen, wenn man dazu geeignete Seile, z.B. aus Leder, geeignetes Rollholz sowie einen vorbereiten Weg aus einseitig abgeflachten Holzstämmen einsetzt. Man kann auch problemlos Steigungen mit 8 Prozent Gefälle überwinden. Das Heben von unbearbeiteten Steinen ist äußerst schwierig. Unsere Versuche haben gezeigt, dass man Höhen mit einer schiefen Ebene überwinden kann. Diese Aufgabe lässt sich noch einfacher bewältigen, wenn man das Schienennetz aus einem Hartholz gestaltet. Außerdem sollte man den Durchmesser der Rollen größer wählen, damit die Haft- und Rollreibung geringer wird. Die Unebenheiten im Weg spielen dann auch eine geringere Rolle.

Ist der Versuch auf größere Steine übertragbar? Vermutlich ja, man benötigt dazu nur eine dementsprechend höhere Anzahl an Menschen und ein belastungsfähigeres Schienensystem, da das bei unserem Versuch verwendete Weichholz keiner größeren Belastung standhält. Das Schienennetz muss aus parallel angeordnetem und aus breitem abgeflachtem Hartholz bestehen. Der Boden muss an der Oberfläche gegebenenfalls verdichtet werden. Dies kann auch von Hand geschehen.

Bei welcher Steingröße die Grenze unserer Methode liegt, wissen wir nicht. Dies bliebe noch zu untersuchen.

Könnten der Transport so in der Steinzeit abgelaufen sein? Die steinzeitlichen Menschen konnten Holz und Rindleder bearbeiten. Deshalb wäre eine ähnliche Vorgehensweise möglich gewesen.
Eine respektable Leistung, wie ich finde. Bitte vergiss nicht, dass diese Schüler keine richtige Erfahrung hatten. Die sind mit Bagger, Kran und anderen Maschinen groß geworden. Es ist sicherlich kein fundierter Beweis, aber ein gutes Indiz für die Machbarkeit.
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Alt 09.12.2015, 17:34   #5
Lawrence P. W.
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In der Tat erstaunlich!
Ich frage mich nur warum gerade diese Steine dafür und warum über eine solche Entfernung?
Geheimnisse der Geschichte.
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Alt 09.12.2015, 18:33   #6
basti_79
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Arbeitsbeschaffungsmaßnahme? Vielleicht hat man ihnen auch erklärt, das sei was für die Götter, oder so.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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Alt 09.12.2015, 19:22   #7
Acolina
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Nun ja, warum haben wir Kathedralen gebaut, Baumeister und Materialien oft aus weit entfernten Ländern importiert, warum bauen wir heute noch immer "Paläste" und tun dergleichen?

Hat doch eine Menge positive Effekte auf eine Gruppe, wenn sie gemeinsam etwas für ein ideelles "höheres" Ziel tut, das eine Menge Anstrengung braucht und dabei fast schon Unmögliches vollbringt, das auf Außenstehende schon übermenschlich wirkt
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 10.12.2015, 16:26   #8
Llewellian
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Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
In der Tat erstaunlich!
Ich frage mich nur warum gerade diese Steine dafür und warum über eine solche Entfernung?
Geheimnisse der Geschichte.
Genau das versuchen die Ausgräber dort auch herauszufinden.

Das witzige ist, wenn ich die bisherigen Artikel darüber richtig interpretiere, das die ganzen Blausteine evtl. gestohlen sind. Alles was in Stonehenge steht, stand höchstwahrscheinlich mal in der Nähe des Steinbruchs, schon aufgebaut. Und dann wurde das ganze abtransportiert und woanders neu aufgebaut.

Also entweder ist eine grosse Sippe umgezogen und hat ihr Heiligtum mitgenommen? Oder sie sind evtl. besiegt worden und die Gewinner haben das Heiligtum an ihr Machtzentrum geholt....
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Alt 10.12.2015, 16:40   #9
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Llewellian Beitrag anzeigen
Also entweder ist eine grosse Sippe umgezogen und hat ihr Heiligtum mitgenommen? Oder sie sind evtl. besiegt worden und die Gewinner haben das Heiligtum an ihr Machtzentrum geholt....
Oder die haben es am Steinbruch als Modell für potenzielle Kunden zur Probe aufgestellt.
__________________
Vor jeder Antwort beachten: Ich bin kein Adept der Fantomzeit!
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