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Unser Leben: Schicksal oder Zufall? Ist unser Leben überwiegend eine Aneinanderreihung von Zufällen oder eher schicksalhaft vorherbestimmt? Gibt es einen Sinn dahinter?

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Alt 06.10.2013, 03:48   #11
oneday
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Zitat:
Zitat von TE
Das will ich damit sagen: Die scheinbar zufällige Begegnung kommt dann zustande, wenn ein unbekannter Mensch Absichten hat, die man unmöglich vorhersehen kann.
Und wenn man sie Vorhersehen kann? Was passiert dann?

Geändert von oneday (06.10.2013 um 03:55 Uhr).
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Alt 06.10.2013, 13:58   #12
Der Phoenizier
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Zitat:
Zitat von oneday Beitrag anzeigen
Und wenn man sie Vorhersehen kann? Was passiert dann?
Gemeint ist menschliches Verhalten. Wenn ich das vorhersehen kann, ist es Grundlage meiner Entscheidung. Der Teufel steckt allerdings im Detail. Die Frage ist nicht nur, ob ich mit solchen Menschen Kontakt aufnehme, sondern auch wie ich das tue.

In meinem letzten Beitrag hatte ich empfohlen, Zufälle mit Videos zu testen. Am Bildschirm laufe ich keine Gefahr und kann auch Menschen beobachten, die ich eigentlich "unmöglich" finde. Im richtigen Leben würde ich mich da absichern.
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Alt 01.01.2014, 23:53   #13
AntiEinstein
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Zufall ist kein Hokus-Pokus. Der Zufall kommt aus der Wissenschaft und ist berechenbar. Der Zufall ist das Ereignis, welches auf Grund von Wahrscheinlichkeiten berechnet und dann tatsächlich anders eingetreten ist.
Wie der Lottogewinn, der mit eins zu Millionen äußerst unwahrscheinlich und dann doch eingetreten ist.

Das Schiksal kommt vom Glauben und definiert einen vorbestimmten Weg.Habe ich einen freien Willen?
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Alt 04.01.2014, 04:34   #14
Basileus
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Zitat:
Die scheinbar zufällige Begegnung kommt dann zustande, wenn ein unbekannter Mensch Absichten hat, die man unmöglich vorhersehen kann.
[..]
Der Zufall ist das Ereignis, welches auf Grund von Wahrscheinlichkeiten berechnet und dann tatsächlich anders eingetreten ist.
Wie der Lottogewinn, der mit eins zu Millionen äußerst unwahrscheinlich und dann doch eingetreten ist.
Ein Volltreffer jede Woche im Lotto ist ziemlich wahrscheinlich, da man die Anzahl der durchgeführten Experimente (Lottoscheine) berücksichtigen muß.

Daß es dann irgendjemanden getroffen hat, ist also nicht unwahrscheinlich.

Nur wen es trifft, ist Zufall (oder Gottes Wille oder Schicksal oder anders determiniert oder was man sich gerne wünscht ...).

Dasselbe trifft natürlich auf täglich millionenfach ablaufende "Experimente" wie Reisen und Reisebekanntschaften zu (der Anfangsbeitrag), oder Telefonklingeln und das gleichzeitige Denken an bestimmte Personen usw. Manchmal kommt dabei eben zwangsläufig (hohe Wahrscheinlichkeit) ein Treffer zustande. Nur wenn ein und derselben Person das jeden Tag passieren sollte, müßte man sich Gedanken machen ...

Es ist ein beklagenswerter Zustand, daß die Schulbildung heutzutage solche elementaren Sachverhalte nicht mehr vermitteln kann (hier im Forum nachzulesen),
und daß selbst an Universitäten sogenannte Wissenschaftler ausgebildet werden (Geisteswissenschaftler), denen diese Kenntnisse fehlen.

Es ist schon bezeichnend für die Einstellung und den Glauben des wachenden Gremiums der Scholastiker und Dogmatiker,
wenn dieses seine vollkommene Unkenntnis der Grundlagen jeder Wissenschaft so offen zur Schau stellt.
Vor kurzem in einer Diskussion mit mir z.B.:
Zitat:
Zitat von Icculus
Und : Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für einen hohen Lottogewinn? Doch noch deutlich geringer als 0,005%. Dennoch passiert es recht oft.
Womit sich wieder die Frage nach dem Beweiswert von solchen Zahlen stellen würde.
Meine Antwort darauf natürlich:
Zitat:
Zitat von Basileus
Das ist ein beliebter Irrtum, den man so oder ähnlich immer wieder hört. Also überhaupt kein Vorwurf an Dich.
Es muß natürlich berücksichtigt werden, wie oft das "Experiment" durchgeführt wurde.

Also:
Wieviele Tippscheine werden jede Woche abgegeben ?
Ein paar Millionen.

Und wie oft gab es das deutsche Mittelalter ?
Einmal.

Dazu kommt: Es ist nicht nur in Deutschland so, sondern in ganz Europa, in meinem Buch: Frankreich, Rußland, Ungarn, Polen, Norwegen, Dänemark, Schweden, Schottland, England, Byzantinisches Reich. In Spanien und Portugal
http://forum.grenzwissen.de/showthre...mmen&page=1154
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Alt 04.01.2014, 15:29   #15
Icculus
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Zitat:
Zitat von Basileus Beitrag anzeigen
Es ist schon bezeichnend für die Einstellung und den Glauben des wachenden Gremiums der Scholastiker und Dogmatiker,
wenn dieses seine vollkommene Unkenntnis der Grundlagen jeder Wissenschaft so offen zur Schau stellt.
Wenn überhaupt, dann einer Wissenschaft, nämlich der Mathematik und hier dem Teilgebiet der Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Die Pauschalisierung ist nett, aber natürlich am Ziel vorbei!

Aber Differenzierung erwarte ich bei dir sowieso nicht mehr! Argumentation und Diskussion auch nicht. Ist mit Fanatikern auch nicht möglich.


Lebe weiter in deiner Zeitenhopser-Traumwelt!
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Alt 04.01.2014, 20:18   #16
Der Phoenizier
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Beitrag Der einseitige Zufall

Soeben fällt mir ein nettes Beispiel ein. Vor zwei Jahren befand ich mich um die Zeit noch in Gagausien. Das kennt keiner und da wundert man sich, wie ich dazu gekommen bin. Eigentlich suchte ich im Internet ganz etwas anderes, und nur zufällig fiel mein Blick auf ein Video aus Gagausien. Damit ist sogar noch eine Ironie verbunden. Dieses Video ist gestellt und gibt nicht einmal die Realität wieder. Dennoch wurde ich neugierig und fing an, zu recherchieren. Der weitere Verlauf meiner Reise war dann kein Zufall.

Das nenne ich einen einseitigen Zufall. Das Video kommt ja nicht zufällig ins Netz. Ohne diese Entdeckung dreht sich die Logik im Kreis. Weil ich Gagausien nicht kenne, suche ich nicht danach und weil ich nicht danach suche, kenne ich es auch nicht. Nur ein Punkt meiner Betrachtung entzieht sich der Wahrscheinlichkeitsrechnung: Die Schlussfolgerung unterliegt meinem Ermessen. Das ist ein großer Unterschied zm Lotto. Da komme ich an der mathematischen Wahrscheinlichkeit nicht vorbei. In meinem Beispiel zog ich sogar noch Schlussfolgerungen aus einem gestellten Video, obwohl ich wissen musste, dass dies nicht die ganze Wahrheit ist. In so einem Fall kommt auch die Mathematik nicht weiter. Dennoch verwenden wir solche "Zufälle" ganz gerne im allgemeinen Sprachgebrauch. Die zufällige Entdeckug im Internet kommt ja häufiger vor, als der Gewinn im Lotto. Aus einem weiteren Grund fällt mir das Beispiel wieder ein. In einem anderen Forum veröffentliche ich Reiseberichte - so auch über Gagausien. Dort wurde kritiklos zur Kenntnis genommen, dass ich nur zufällig ein Video entdeckte. Klar - kommt vor - kann jedem mal passieren.
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Alt 05.01.2014, 11:24   #17
Skarabäus
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Ich würde es mal so umschreiben. Im eigentlichen Sinne gibt es den Zufall nicht. Von Zufall spricht man, wenn man keine kausalen Ursachen für das Eintreten eines Ereignisses erkennen kann.

Alle Ereignisse unterliegen der Quantenmechanik und diese wiederum wird durch das Naturgesetz in Bewegung gehalten. Damit unterliegen die Quanten einem sich ständig mit sich in Wechselwirkung befindlichen Chaos.

Dieses Chaos unterliegt einem genau vorgegebenen „Zwang“ dem sich jedes Elementarteilchen unterordnen muss wenn es mit einem anderen wechselwirkt, vergleichbar mit einem Billardspiel. Die Energie allerdings, welche die Kugeln nie zum Stillstand kommen lässt, könnte man wenn man so will als Gott bezeichnen.

Auch der Mensch ist ein Teil des Kosmos und unterliegt deren Gesetzmäßigkeiten ob er will oder nicht da er ja selbst aus der gleichen Materie besteht.

Inwieweit der menschliche Geist auf diese Wechselwirkung einwirkt, oder dieser von den Wechselwirkungen beeinflusst wird, steht in den Sternen. Anzunehmen ist, dass dieser Einfluss auf seine Umwelt ausübt, sonst würde nichts neues entstehen.

Da er jedoch nicht erkennen kann wie Ereignisse auf sein Vorhaben einwirken, deutet er ein für sich ungewöhnliches plötzlich aufgetretenen Zustand als Zufall. Man spricht ja auch „zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ wenn man etwas Positives für sich erkennt oder das Gegenteil wenn es negativer Natur ist.

So ist es auch wenn einer etwas geplant hat und dieses Vorhaben plötzlich durch ein "zufälliges Ereignis" in eine vollkommen andere Bahn gelenkt wird. Dieses hatte sich jedoch aus ihm unbewussten Gründen bereits schon lange vorher parallel zu seiner Idee entwickelt und kommt nun plötzlich zum Vorschein.

Die bekannte Redewendung, "Gottes Wege sind unergründlich", kommt hier voll zum tragen.

Nur gut dass man sich nicht alles erklären kann, damit wäre jede Überraschung ob Freud oder Leid im menschlichen Dasein dahin.
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Alt 05.01.2014, 12:05   #18
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Skarabäus Beitrag anzeigen
..... diese wiederum wird durch das Naturgesetz in Bewegung gehalten......
So würde ich das nicht sehen.

Wir interpretieren die Bewegung, als ob ein Gesetz dahinterstecken würde. Die Elementarteilchen wissen von unseren Gesetzen nichts und halten sich auch nicht dran.
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Alt 05.01.2014, 13:33   #19
Skarabäus
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
So würde ich das nicht sehen.
Die Elementarteilchen wissen von unseren Gesetzen nichts und halten sich auch nicht dran.
Die Naturgesetze hat nicht Mensch erschaffen, die Naturgesetze haben den Menschen geschaffen!

Die Naturgesetze existieren auch ohne das wir sie entdecken und postulieren.

Die Elementarteilchen halten sich sehr wohl daran nach welcher Richtung und mit welchem Impuls diese bewegt werden wenn diese mit anderen Teilchen kollidieren.

Wenn dem nicht so wäre würden keine Kernkraftwerke oder andere atomare Prozesse zu kontrollieren sein.
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Alt 05.01.2014, 16:30   #20
Der Phoenizier
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Beitrag Der Zufallsgenerator

Das Thema möchte ich unter einem weiteren Aspekt beleuchten, den ich auch sehr wichtig finde. Hinter der Startseite von YouTube befindet sich ein bedingter Zufallsgenerator. Der reine Zufall bewirkt, dass jedes Video die gleiche Chance hat, um in die engere Wahl zu kommen. Das sehe ich beim ersten Aufruf und das setzt sich fort, wenn ich nichts weiter tue. Die Auswahl ist jedes Mal anders. Durch die gezielte Eingabe von Suchbegriffen kann ich den Zufall manipulieren und mir meine eigene Wahrscheinlichkeit schaffen. Das ist aber nur zulässig, weil es individuelle Filter gibt. Gesetzt der Fall, ich könnte die Bildschirme anderer manipulieren...? Das wäre dann dem Schicksal vergleichbar. Für mich wäre das der eigene Wille, und für andere das Schicksal.

Den Zufallsgenerator finde ich deshalb interessant, weil er nur durch menschliches Zutun zustande kommt. Daran zeigt sich, dass wir kein Schicksal mögen. Der mathematische Zufall ist kein Schicksal und der eigene Filter ist auch kein Schicksal. Das so genannte "Schicksal" basiert auf unergründlichen Ursachen, auf die wir keinen Einfluß haben.
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