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Alt 21.10.2010, 22:24   #1
Atlantologe
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Benutzerbild von Atlantologe
 
Registriert seit: 28.03.2009
Beiträge: 4.369
Standard Der Abstieg von Sachsen-Anhalt

Archäologen vermuten…
Sachsen-Anhalt war zur Bronzezeit voller als heute

Ein Dutzend Siedlungen aus der Bronzezeit auf engstem Raum - Archäologen haben in Sachsen-Anhalt beeindruckende Spuren der Vergangenheit ausgegraben. Das verblüffende Fazit der Forscher: Die Gegend war vor Tausenden von Jahren dichter besiedelt als heute.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...724392,00.html
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Alt 19.05.2013, 20:39   #2
Jonas
Benutzer
 
Registriert seit: 17.05.2013
Beiträge: 42
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Das gilt auch für Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Ebenso für Schleswig-Holstein. Die Besiedlung der Nord- und Ostseeküste Deutschlands ist bereits im Neolithikum aussergewöhnlich hoch.
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Alt 20.05.2013, 12:46   #3
aule
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Registriert seit: 08.03.2013
Beiträge: 383
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Vielleicht hängt das mit einer Warmzeit zusammen, erst als sich das Klima wieder abkühlte und somit weniger Angebaut werden konnte, zogen viele Menschen wieder ab.
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Alt 20.05.2013, 15:34   #4
Jonas
Benutzer
 
Registriert seit: 17.05.2013
Beiträge: 42
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Zitat:
Zitat von aule Beitrag anzeigen
Vielleicht hängt das mit einer Warmzeit zusammen, erst als sich das Klima wieder abkühlte und somit weniger Angebaut werden konnte, zogen viele Menschen wieder ab.
Naja die Besiedlung der Nord- und Ostseeküste erfolgte eindeutig nach der Eiszeit, wo das wohl ein recht einladendes Gebiet war und steigt dann massiv im Neolithikum mit der Ankunft der Farmer an. Die Siedlungsdichte übersteigt die Vorstellungen vieler.

Doch im späten Neolithikum beginnt ein größeres Abwandern von ganzen Gruppen die mit Kulturgründungen an anderen Orten in halb Europa einher gehen. Der Grund war wohl nicht die Kälte, denn die Auswanderung zieht sich über ca. 800 Jahren.
Ein nächster Höhepunkt der Besiedlung war dann die Bronzezeit. Dafür spricht auch die massive Abholzung von Wäldern zur Landgewinnung.

Die eigentliche Entsiedelung erfolgte daher erst in historische Zeit die mit dem Auszug der germanischen Stämme und später den Wikingern so nach und nach einen ganz erheblichen Bevölkerungsverlust verursacht haben müssen.

Die Ansiedlung von Slaven, Sorben, Hugenotten, Juden und ähnlichen Einwanderern belegen, das Ost- und Norddeutschland offensichtlich schon im frühen Mittelalter so schwach besiedelt war, das die Herrscher von Heinrich I bis heute Einwanderer mit allerlei Vergünstigungen ins Land zu locken versuchen. Es war ihnen vollkommen egal woher die kamen, solang sie brave Untertanen wurden.
Mehr Einwohner bedeutet für einen Herrscher mehr Steuern und mehr politisches Gewicht.
Jonas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.05.2013, 10:30   #5
aule
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Beiträge: 383
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Wir kommen eben aus dem Land der Frühaufsteher, Werbelogo in Sachsen-Anhalt, sowas kommt aber bei den Menschen nicht gut an. Wer steht schon gerne Früh auf.
Mal was spaßiges am Rande.
aule ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.05.2013, 10:56   #6
Jonas
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Registriert seit: 17.05.2013
Beiträge: 42
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Ja so kann man es auch sehen. Ist jedenfalls ein recht überraschendes Ergebnis.
Jonas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.07.2013, 17:51   #7
Der Phoenizier
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Ort: NRW in der Nähe von Düsseldorf
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Meines Erachtens begründet sich die Abwanderung mehr durch kriegerische Handlungen. Damals bestand kein wesentlicher Unterschied zwischen Krieg und Raubzug. Zunächst schützten sich die Ureinwohner durch Erdwälle und Pallisaden. Als das nicht mehr ausreichte, wurden sie mehrfach ausgeraubt. Deshalb wanderten sie ab. Später kam es zur Neuansiedlung, weil stärkere Fürsten mehr Schutz boten.
__________________
Cuiusvis hominis est errare, nullius nisi insipientis in errore perseverare. (Cicero)
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