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Alt 03.08.2003, 17:37   #11
Dragonhoard
Lebende Foren-Legende
 
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Registriert seit: 02.03.2002
Beiträge: 1.434
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Oh eine große Ehre wird uns zugegen.
Der Forums-Methusalem ehrt uns mit einem Link auf unser kleines feines Sonnenobservatorium auf der Kanzelhöhe.

Vielen Dank!
__________________
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt. Albert Einstein
Dragonhoard ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2003, 11:40   #12
Sumer
Gast
 
Beiträge: n/a
Idee Informationen aus erster Hand

Wer nähere Informationen und einen Überblick des Fundortes haben möchte...

Hier der Pressebericht der Universität Halle, mit vielen Fotos.

goseck.pdf;1,6 MB


Gruß Sumer
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Alt 25.03.2004, 06:59   #13
Acolina
Hausdrachen
 
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Ort: just the other side of nowhere
Beiträge: 10.894
Standard Sonnenobservatorium Goseck wird erforscht - Internationale Tagung

Zitat:
Halle (dpa) - Archäologen wollen die letzten Geheimnisse des ältesten Sonnenobservatoriums Europas in Goseck (Sachsen-Anhalt) lüften. «Ein zwölfköpfiges Team wird zusammen mit Studenten der Archäologie die 7000 Jahre alte Anlage bis zum Herbst vollständig freilegen», sagte Francois Bertemes vom Institut für prähistorische Archäologie der Universität Halle-Wittenberg in einem dpa-Gespräch.

Ein Teil der Anlage wurde bereits im Vorjahr ausgegraben. Dabei waren die Forscher auf menschliche Knochen mit Spuren von Abschabungen gestoßen, die auf Menschenopferungen hindeuten. Die Funde werden auch bei der ersten großen internationalen Tagung «Neolithische Kreisgrabenanlagen in Europa» vom 7. bis 9. Mai im Schloß von Goseck erörtert. «Zu der Tagung werden 40 Fach-Archäologen aus Böhmen, Mähren, der Slowakei, Österreich, Ungarn und Deutschland erwartet», sagte Bertemes.

Die Kreisgrabenanlage in Goseck war im Durchmesser 75 Meter groß. Umgeben von etwa zwei Meter hohen Holz-Palisadenzäunen, hatte die Anlage drei Tore. Den Steinzeitmenschen diente die Anlage zur exakten Bestimmung der Wintersonnenwende am 21. Dezember. Das war für die bäuerlich geprägte Gesellschaft ein wichtiger Termin, etwa um die geeignete Zeit für die Aussaat vorherzubestimmen. Die schemenhaften Umrisse der Anlage wurden bereits 1991 bei Luftbildaufnahmen entdeckt.

«In Europa sind bislang etwa 200 Kreisgrabenanlagen aus der Jungsteinzeit bekannt, davon liegen 16 Bauten im südlichen Sachsen- Anhalt», sagte Bertemes. Die jüngste und berühmteste Anlage ist der magische Doppelkreis aus 20 Meter hohen Steinblöcken im englischen Stonehenge, die etwa 3500 bis 4500 Jahre alt ist.

© dpa - Meldung vom 21.03.2004 11:55 Uhr
(Quelle: web.de )
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
Acolina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.05.2013, 22:08   #14
Jonas
Benutzer
 
Registriert seit: 17.05.2013
Beiträge: 42
Standard

Zitat:
Zitat von Acolina Beitrag anzeigen

«In Europa sind bislang etwa 200 Kreisgrabenanlagen aus der Jungsteinzeit bekannt, davon liegen 16 Bauten im südlichen Sachsen- Anhalt», sagte Bertemes. Die jüngste und berühmteste Anlage ist der magische Doppelkreis aus 20 Meter hohen Steinblöcken im englischen Stonehenge, die etwa 3500 bis 4500 Jahre alt ist.
(Quelle: web.de )
Bei Stonehenge ist erst um 3000 BCE mit dem Bau begonnen worden.
Die Kreisgrabenanlagen ziehen sich von den Karpaten bis Deutschland hin, wobei Deutschland wohl die höchste Dichte hat. Sie werden von 5000 bis 4000 BCE datiert und hängen wohl mit der östlichen LBK zusammen die in die Trichterbecherkultur mündet. Sie sind damit deutlich älter als Stonehenge was den Schluss zulässt das Auswanderer aus der Trichterbecherkultur nach England wanderten und dort mit dem Bau von Stonehenge begannen.
Die Trichterbecherkultur ist überhaupt eine sehr fleissige Kultur gewesen die offenbar den Bau von Kreisgrabenanlagen aufgab und stattdessen jede Menge Grabanlagen baute. Interessanterweise auch Tumuli deren östliches Gegenstück Kurgan genannt wird.
Die Frage ist nur wer hier von wem die Idee zu derartigen Gräbern lernte.
Das diese Idee aus dem Osten stammte galt jahrelang als sicher, aber so sicher ist das inzwischen nicht mehr.
Das neolithische Deutschland wird archäologisch immer interessanter.
Jonas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.05.2013, 23:25   #15
EinsamerSchütze
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von EinsamerSchütze
 
Registriert seit: 21.04.2009
Ort: Land der Frühaufsteher
Beiträge: 185
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@jonas
Warum ist es denn notwendig, dass hier eine Kultur sich den Grabhügel von einer anderen Kultur abgeschaut haben muss? Es ist die allereinfachste Möglichkeit, um einem Grab eine gewisse Monumentalität zu geben. Grabhügel gibt es fast überall auf der Welt und zu praktisch allen Zeiten. In Mittel- und Nordeuropa wurden sie vom Neolithikum bis in die Wikingerzeit errichtet. Ich denke nicht, dass sich diese Idee auf ein einzelnes Entstehungszentrum zurückführen lässt, sondern vielmehr an verschiedensten Orten unabhängig voneinander entwickelt wurde.

Aber mal angenommen, es gäbe einen gemeinsamen Ursprung, dann erscheint mir die TBK hierfür doch wenig wahrscheinlich, da nichtmegalithische Grabhügel (zumindest die Rundhügel) hier eher eine Randerscheinung darstellen.

Übrigens ging die TBK nicht aus der LBK hervor, denn sie entwickelte sich in einem Gebiet, das von der LBK nie besiedelt wurde und in dem noch eine mesolithische Bevölkerung lebte.
EinsamerSchütze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.05.2013, 00:33   #16
Jonas
Benutzer
 
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Beiträge: 42
Standard

Zitat:
Zitat von EinsamerSchütze Beitrag anzeigen
Übrigens ging die TBK nicht aus der LBK hervor, denn sie entwickelte sich in einem Gebiet, das von der LBK nie besiedelt wurde und in dem noch eine mesolithische Bevölkerung lebte.
Wie kommst du darauf?
Die LBK sind sehr wohl die Vorfahren der TBK und die LBK hatte auch schon Süddeutschland und vermutlich sogar Mitteldeutschland erreicht.
Du spielst vermutlich auf die Ertebölle-Kulturen an, die mit mesolitische Bevölkerung meinst. Nur ist die TBK eigentlich das Resultat der Vermischung von Nord und Süd, gewissermaßen der Nachfahre beider und damit sowas wie ein Neustart für beide. Wer sollen denn deiner Meinung nach die Vorfahren der TBK sein?

Zitat:
Zitat von EinsamerSchütze Beitrag anzeigen
@jonas
Warum ist es denn notwendig, dass hier eine Kultur sich den Grabhügel von einer anderen Kultur abgeschaut haben muss? Es ist die allereinfachste Möglichkeit, um einem Grab eine gewisse Monumentalität zu geben. Grabhügel gibt es fast überall auf der Welt und zu praktisch allen Zeiten. In Mittel- und Nordeuropa wurden sie vom Neolithikum bis in die Wikingerzeit errichtet. Ich denke nicht, dass sich diese Idee auf ein einzelnes Entstehungszentrum zurückführen lässt, sondern vielmehr an verschiedensten Orten unabhängig voneinander entwickelt wurde.
Natürlich besteht immer die Möglichkeit das an verschiedenen Orten der Welt die Menschen gleichzeitig auf die gleiche Idee kamen, aber angesichts der vielen Gemeinsamkeiten in Mythen, Kultur und Sprache und der räumlichen Nähe halte ich es für realistisch, das die Idee von Tumulus und Kurgan aus einer gemeinsamen Quelle stammen. Zudem fällt auf, das insbesondere in Nord- und Westeuropa noch die Grabkammer mit Findlingen gestützt wurde, während am Pontusgebiet bereits Holzbalken verwendet wurden, was eine Weiterentwicklung darstellt.

Zitat:
Zitat von EinsamerSchütze Beitrag anzeigen
Aber mal angenommen, es gäbe einen gemeinsamen Ursprung, dann erscheint mir die TBK hierfür doch wenig wahrscheinlich, da nichtmegalithische Grabhügel (zumindest die Rundhügel) hier eher eine Randerscheinung darstellen.

Übrigens ging die TBK nicht aus der LBK hervor, denn sie entwickelte sich in einem Gebiet, das von der LBK nie besiedelt wurde und in dem noch eine mesolithische Bevölkerung lebte.
Die TBK war eine megalithische Kultur und hat mehr als 10.000 Gräber in verschiedensten Typen als Ganggräber ganzer Gruppen bis hin zum Einzelgrab und auch sogenannte Steinkisten allein in Deutschland erschaffen.
Darunter auch jede Menge Rundhügel. Leider ist das recht wenig bekannt, weil wahnsinnig wenig davon zu sehen ist. Gerade weil sie so extrem alt sind und das Land schon seit Urzeiten intensiv bearbeitet wurde, ist davon kaum
was übrig. Um 1890 wurden z.B. noch knapp 200 Grabhügel gefunden, heute existieren davon weniger als 20. Das ist in nur 130 Jahren ein Verlust von 90%. Rechnet man das mal auf nur 4000 Jahre Vernichtung hoch, muss Deutschland mit Grabhügeln praktisch übersäht gewesen sein. Und bekannterweise erstreckte sich ja die TBK nicht nur auf Deutschland.
Später wurde das schlicht und einfach unmodern, weil neue Ideen einwanderten. In der dünn besiedelten Steppe Asiens überdauern uralte Traditionen bekanntlich wesendlich länger.

Die wirklich interessante Frage ist doch, wer kam auf die Idee und warum?
Jonas ist offline   Mit Zitat antworten
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