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Alt 06.03.2013, 01:53   #1
A.Pril
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Standard Schwarzes Loch/ Materie

Hallo Leute, ein kurzer Gedanke:
Was wenn schwarze Löcher Materie absorbieren, und diese irgendwo bis zur Unkenntlichkeit komprimiert ausstoßen. Diese komprimierte Masse ist dann evtl nichtmehr sichtbar aber eben blankes Gewicht das im nichts vor sich hinvegetiert, Sau schwer und aufgrund des starken Drucks im schwarzen Loch so zerquetscht das man sie nicht sehen kann aber aufgrund der hohen Dichte an komprimierter Energie kann sie den Raum krümmen. Wäre das möglich? Und eäre das dann nicht die Antwort auf die frage über die Entstehung von Schwarzer Materie ?
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Alt 06.03.2013, 10:33   #2
Llewellian
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Beiträge: 4.313
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Wenn ein Schwarzes Loch die aufgenommene Materie irgendwoanders "ausstossen" würde, würden Schwarze Löcher nicht wachsen.

Da sie das aber tun....

Ein anderer Aspekt wäre deine "Komprimierte Schwarze Masse", die nicht sichtbar ist, also quasi genauso handelt wie ein Schwarzes Loch und demzufolge auch einen Ereignishorizont hat....

...wenn ein Grosses Schwarzes Loch also per Tunnel irgendwo kleine Baby-Schwarze Löcher ausstossen würde, würden diese unterhalb einer bestimmten Grösse durch Hawkingstrahlung im Sichtbaren bis Gammabereich auffallen. Da man aber derzeit genau nach soetwas sucht... (Stichwort Primordiale Baby-BlackHoles als Überbleibsel aus dem Urknall) und nichts findet...
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Alt 06.03.2013, 11:54   #3
A.Pril
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Beiträge: n/a
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könnte es nicht auch sein das schwarzer löcher materie nicht 'in sich aufnehmen' und deshalb wachsen sondern wie zb. ein zu kleines t shirt wenn es von jemand großem getragen wird 'ausleiern'? ich weiß das ist kein guter vergleich sorry.
ich meinte eigentlich keine mini black holes, sondern dachte eher daran das schwarze löcher eventuell dunkle materie produzieren. quasi als letztes stadium von energie, die ja nicht verloren gehen kann und deshalb als dunkle materie weiter besteht. durch die vorangeggangene 'komprimierung ' im schwarzen loch kann sie ihren zustand nichtmehr ändern und ist bis zum ende der zeit dunkle materie. ich weiß das ist bisschen weit hergeholt, aber wenn ich drüber nachdenke (ohne jegliche fachkenntnisse) dann klingt das logisch.. weiß man eigentlich ob sich dunkle materie bewegt? quasi im all 'umherrschwirrt'?

danke übrigens für die schnelle antwort!
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Alt 06.03.2013, 14:20   #4
Sakslane
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Nein. Tun sie nicht, können sie nicht, haben sie nie getan und werden sie auch in Zukunft nicht tun.

Wir wissen genau, wo dunkle Materie sein muss, um die von ihr erzeugten Effekte zu erklären. Wir wissen auch genau, wo schwarze Löcher entstehen können und wo nicht. Beides passt nicht zusammen - eins hat mit dem anderen nichts zu tun.
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Alt 12.03.2013, 14:12   #5
Don Q
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Kann, von uns aus betrachtet, ein Schwarzes Loch überhaupt irgendetwas "schlucken"?
Kann, von außerhalb des Ereignishorizontes betrachtet, in Bezug auf die Zeit des außenstehenden Beobachters, jemals irgendetwas von außen den Ereignishorizont überqueren und somit "geschluckt" werden?
Könnten wir nicht, theoretisch zumindest, alle bisher von einem beliebigen Schwarzen Loch seit dem Urknall angezogenen Gegenstände (oder was von ihnen übrig blieb) wieder zurückholen, da noch keines den Ereignishorizont erreicht hat?

Was meint ihr?
Don Q ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.03.2013, 18:23   #6
Sakslane
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Nein, das können wir nicht. Dazu gibt es eine sehr schöne und ausführliche Erklärung in Misner / Thorne / Wheeler, warum es nicht geht (am Anfang von Kapitel 33), die ich sehr empfehlen kann.

Kurz zusammengefasst: Wenn wir der Materie folgen, um sie zurückzuholen, nähern wir uns dem schwarzen Loch. Dann vergeht die Zeit für uns aber genau so schnell wie für die fallende Materie dort, d.h. wir erleben, wie sie "in Echtzeit" (d.h. in ihrer Eigenzeit) fällt. Um sie einzusammeln, müssten wir ihr also folgen. Auf diesem Weg vergeht aber nur endlich viel Zeit bis zum Erreichen des Ereignishorizonts, d.h. wir haben nur endlich viel Zeit, um etwas einzusammeln, bevor wir selbst ins schwarze Loch fallen. Man kann also nicht beliebig viel Materie von dort sammeln, ohne selbst hineinzufallen.
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Alt 13.03.2013, 10:22   #7
Don Q
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Beiträge: 11
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Hi Sakslanae,
danke für die Info!
habe nachgelesen, bin aber noch nicht restlos überzeugt.
Ich zitiere aus Misner, Thorne, Wheeler.
S. 863: But from an external vantage point the star requires infinite time to reach the horizon..
S.873: as seen from outside the baryons at its surface will never, never, never manage to fall into the horizon..

Es ist klar, das in Bezug auf unsere Zeit (als außenstehender Beobachter) bisher noch nichts jemals in ein Schwarzes Loch hineingefallen ist. Alles wird kurz vor Erreichen des Ereignishorizontes quasi in der Zeit eingefroren.
Warum sollte es nicht möglich sein, einfallende Objekte mit einem Superraumschiff einzuholen bevor beide -Objekt und Raumschiff- den Ereignisshorizont überqueren. In der Eigenzeit der einfallenden Objekte ist es natürlich so, dass sie ruckzuck ins schwarze Loch stürzen.
Dem Raumschiff steht also nur endlich viel Zeit zur Verfügung um die Objekte auch nur zu erreichen. Aber eigentlich wüßte ich keinen Grund warum es (theoretisch!) die Objekte nicht erreichen könnte.
Ich müßte das Ganze tatsächlich mal durchrechnen. Nachdem ich aber vor 30 Jahren zum letzten Mal allgemeinrelativistisch rechnen mußte, dürfte es mir heute recht schwer fallen. Werde stattdessen nachdenken. :-)
Und dann die Rückkehr. Es reicht mir ja, wenn nur ein bit zurückkehrt! Die kleinstmögliche Nachricht.
Die Einsteinschen Feldgleichungen außerhalb des Ereignishorizontes sind ja invariant unter Zeitumkehr. Schon diese einfache Überlegung sollte zeigen, dass es jederzeit (in unserer Zeitrechnung) möglich sein muss zurückzukehren. Die von Misner, Thorne, Wheeler verwendeten Eddington-Finkelstein Koordinaten sind im übrigen nicht symmetrisch unter Zeitumkehr! Sie sind also möglicherweise ungeeignet eine Rückkehr zu beschreiben.
Don Q ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.03.2013, 12:10   #8
Sakslane
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Ja, ich gebe zu, es ist etwas verwirrend, dass außerhalb des schwarzen Lochs unendlich viel Zeit vergeht, während die Objekte in endlicher Eigenzeit hineinfallen

Hm... Um sich zu überlegen, welche Bahnkurven für ein Raumschiff möglich sind (in die Nähe des schwarzen Lochs fliegen, etwas einsammeln, wieder wegfliegen) ist es sicher am besten, sich das Penrose-Diagramm anzusehen:

Erlaubt sind alle Kurven, die in jedem Punkt steiler als 45° sind. Ein Beispiel dafür ist die blaue Kurve, die ein Objekt beschreibt, das in das schwarze Loch fällt. Um dieses Objekt abzufangen (und nicht selbst ins schwarze Loch zu fallen), müsste man z.B. zur Mitte der blauen Kurve fliegen (wo der Pfeil ist), das Objekt nehmen und dann möglichst flach nach rechts (d.h. nach außen, vom schwarzen Loch weg) fliegen. Aber wenn man das getan hat, hat man keine Möglichkeit mehr, an Objekte heranzukommen, die bereits weiter links im Diagramm sind (d.h. näher am schwarzen Loch). Die kann man dann nicht mehr zurückholen.
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