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Alt 04.09.2012, 19:25   #1
basti_79
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Beiträge: 9.257
Standard Feenkreise

In (vor allem) Südafrika gibt es ein "Feenkreis" genanntes Phänomen, bei dem Vegetation abstirbt und Gürtelartig um die kahle Stelle herum stärker wächst. Die Ursachen sind noch nicht ganz geklärt. Hier ein Foto einer solchen Landschaft:





Es gibt eine Dokumentation von ARTE über dieses Phänomen, die in einfacher Sprache und mit schönen Bildern Versuche schildert, es zu ergründen. In der Tat scheint man der Lösung näher zu kommen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Feenkreis
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.2012, 20:09   #2
Durga
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Ort: südlich des Rheins
Beiträge: 176
Standard

Ja, die Doku habe ich auch gesehen. Sieht schon urig aus. Es gibt hier auch solche Hexenringe, allerdings sind es Pilze, die im Wald Kreise bilden.
Durga ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.2012, 14:13   #3
Llewellian
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Benutzerbild von Llewellian
 
Registriert seit: 05.01.2004
Beiträge: 4.313
Standard

Ich hab diese Dokumentation auch gesehen.

Ebenfalls die Wikiseite. Der Theorie mit dem Erdgas möchte ich sogar aus eigener Erfahrung zustimmen. Allerdings ist die Begründung der Wirkung des Erdgases meiner Beruflichen Erfahrung nach anders.

Ich habe diese Kreise oft auch in Deutschland gesehen, und zwar immer über einer lecken Erdgasleitung. Während meiner Arbeit als Erdgaslecksucher sind wir auch die grossen Transportleitungen quer durch Bayern abgegangen, und immer genau da wo unser Sensor grosse Massen an aus dem Boden strömenden Erdgases maß (Leck, alles oberhalb 100 ppm/m³), war auch immer die Vegetation praktisch kreisrund abgestorben... der Durchmesser war proportional zur Leckgrösse.

Der Grund dahinter ist das das Erdgas beim Ausströmen anscheinend Wasserdampf aus dem Boden treibt - die Stelle vertrocknet.

Die "grüne" Randzone in der Wüste kann ich mir dadurch erklären, das das Erdgas im Boden beim Ausströmen den Wasserdampf radial nach aussen verdrängt (ehe es aus dem Boden steigt). Dort finden dann Pflanzen bessere Wachstumsbedingungen...
Llewellian ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2012, 17:58   #4
harry
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Registriert seit: 04.04.2006
Beiträge: 1.162
Standard

Hab auch mal was darüber gesehn. Als Erklärung wurden Termiten in Betracht gezogen. Diese spezielle Art baut sehr filigirane Nester und Gänge im Sand, die kaum zu bergen sind, ohne sie zu zerstören. Der Grüngürtel run um de kahlen Flächen besteht aufgrund der fehlenden Konkurrenz und eine Düngung durch die Abfallrodukte der Kolonie.

EDIT: Grade gesehn, das die Theorie eh auf Wiki steht..
__________________

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Alt 12.09.2012, 09:48   #5
perfidulo
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Benutzerbild von perfidulo
 
Registriert seit: 10.12.2005
Ort: Hauptstadt des Grauens
Beiträge: 8.725
Standard

Zitat:
Zitat von Llewellian Beitrag anzeigen
...immer genau da wo unser Sensor grosse Massen an aus dem Boden strömenden Erdgases maß (Leck, alles oberhalb 100 ppm/m³), war auch immer die Vegetation praktisch kreisrund abgestorben... der Durchmesser war proportional zur Leckgrösse. .
Habt Ihr mal an Methanabbauende Bakterien gedacht?


Zitat:
Vortrag am 12.10.2001
Ulrich Stottmeister (Leipzig), Ordentliches Mitglied der Technikwissenschaftlichen Klasse:



Das biotechnologische Potenzial ungewöhnlicher Prokaryoten: Methanoxidierende Bakterien
Eine große Anzahl von Bakterien ist fähig, bei Anwesenheit von Sauerstoff reduzierte C1-Verbindungen als Energie- und Kohlenstoffquelle zu nutzen (Methylotrophie). Einige von ihnen sind außerdem in der Lage, Methan zu oxidieren und zu verstoffwechseln (Methanotrophie).
Das Zusammenwirken der Methanotrophen in komplexen bakteriellen Biozönosen und die technische Nutzung derartiger Mischpopulationen ist kaum untersucht.
Unsere Arbeiten im UFZ Umweltforschungszentrum, Sektion Sanierungsforschung, zielen auf die praktische Nutzung von Mischpopulationen und sind auf folgende Schwerpunkte ausgerichtet:
  1. Rolle der Methanotrophen in Ökosystemen
  2. Nutzung kometabolischer Reaktionen zum Schadstoffabbau
  3. Nutzung gezielter Streßbedingungen.
Konkret werden folgende Fallbeispiele beschrieben:
Zu 1: Baumschäden durch Leckagen von Stadtgasleitungen
Zu 2: TCE-(Trichlorethylen)-Abbau
Zu 3. Biopolymer nach Maß (PHB Poly-ß-Hydroxybuttersäure)
Neue Projekte zur Anwendung von Methanotrophen zielen auf die Vermeidung von Methanemissionen aus Deponien (reaktive Barrieren), auf die Kooxidationsreaktionen zur Beseitigung von Chlorbenzol und MTBE (Methyl-tertiärer-Butylester) im Grundwasser. Die PHB–Synthese soll zusammen mit einer umweltfreundlichen Isolationsmethode in die Produktion überführt werden. Neue Perspektiven ergeben sich aus der Nutzung der MMO zu spezifischen und ebenfalls umweltfreundlichen Stofftransformationen (Bioprävention).
__________________
Vor jeder Antwort beachten: Ich bin kein Adept der Fantomzeit!
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arte, feenkreis, namibia

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