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Alt 23.10.2002, 11:01   #11
Dragonhoard
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Registriert seit: 02.03.2002
Beiträge: 1.434
Standard RE: Mathematik ist ein Produkt der Physik, die nur mit Mathematik möglich ist.

Zitat:
Original von Spektral
Die Tatsache, daß sie auf etwas basiert, das als unanfechtbare Grundlage angesehen wird, und doch selbst ( siehe meine Definition ) ein Produkt der Physik ist. Das ist ja das schön paradoxe daran
Tut mir leid da kann ich nicht folgen, was meinst du mit "sie" (dass sie auf etwas basiert)?
Ich nehme einmal an das du die Physik im allgemeinen meinst.
Die Physik basiert auf ein paar "Naturgesetzen", diese werden zur Zeit als richtig angenommen, weil es bisher noch keinen zwingenden Grund gab diese zu ändern. Als unanfechtbare Grundlage würde ich das nicht bezeichnen, man rechnet eben damit weil das richtige herauskommt.
Das diese Naturgesetze ein Produkt der Physik sind, liegt klarerweise auf der Hand. Die chemischen Reaktionen werden ja auch von Formeln beschrieben, die Chemiker gefunden haben. Klarerweise arbeiten sie selbst auch mit diesen.
Ich versteh also nicht wirklich was daran so paradox sein soll!?

Nur zwei Beispiele:
Wir haben auf der Uni ein Fach das heißt "Thermodynamik", ist im Prinzip Wärmelehre. Nun weiß man allerdings, dass dieses Modell nicht exakt stimmt. Es gibt allerdings kein besseres Modell. Was soll man also machen? Den Studenten nichts über Thermodynamik erzählen, oder das alte Modell erläutern und auf dessen Schwachstellen hinweisen? Bei uns wird zweiteres gemacht. Würd ich also nicht unbedingt als ununstößlich bezeichnen.
Das zweite Beispiel betrifft die Astronomie. Wie bereits in Thread über Dunkle Materie erwähnt, gibt es eine neue Theorie zur Newtonschen Kraft-Masse Beziehung (F=m*a).
Dabei geht man davon aus, dass bei geringen Gravitationskräften die Abhängigkeit nicht mehr linear ist, sondern mit a² zunimmt. Damit müßte man die Dunkle Materie nicht einführen, und die Anormalitäten würden sehr gut beschrieben werden. Dieses Modell ist als MoND-Theorie bekannt (Modifikation der Newtonschen Dynamik). Das wäre wieder einmal eines deiner steinernen Grundgesetze die momentan in Frage gestellt werden.

Ich weiß nicht wieviel du mit Physik zu tun hast, aber ich habe sehr oft den Eindruck, dass in den Schulen viele dieser "Naturgesetze" als so unverrückbar dargestellt werden, weil die Lehrer oft selbst nicht wissen um was es geht. Unter den Motto: "Das ist einfach so, das braucht man nicht zu hinterfragen". Ich kann dir aber versprechen, dass es an den Universitäten oft ganz anders zu geht.

Zitat:
Original von Spektral
Wie ist deine Definition der Mathematik?
Mathematik ist eine Beschreibung der Natur, die gänzlich ohne reale Objekte auskommt. Sie ist von unserer Realität entkoppelt. Dadurch ist es möglich verschiedene Sachverhalte mit den gleichen Gesetzen zu beschreiben.
Für Physiker ist die Mathematik ein notwendiges, wenn auch oft lästiges, Werkzeug diese losgelösten Sachverhalte mit realen Erscheinungen zu verbinden.
__________________
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt. Albert Einstein
Dragonhoard ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2012, 10:07   #12
Skarabäus
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von Skarabäus
 
Registriert seit: 26.04.2011
Beiträge: 363
Standard

Zitat:
Zitat von Spektral Beitrag anzeigen
Philosophie ist ein Spiel mit Zielen, aber ohne Regeln. Mathematik ist ein Spiel mit Regeln, aber ohne Ziele
Darauf kann man nur im Sinne von Konfuzius antworten wenn er gesagt haben soll:

"Ein weißes Pferd ist kein Pferd" oder etwas verfeinert könnte man sagen, "ein weises Pferd ähnelt einem Pferd".
Skarabäus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2012, 10:43   #13
Tsunetomo
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Für mich war Mathematik immer die einzige Möglichkeit, mich in den Naturwissenschaften deutlich auszudrücken. Ich hab sie immer als Sprache empfunden.
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