:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften ::

 

Zurück   :: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften :: > Erde, Weltraum & Forschung > Unsere Erde - Beobachtungen, Bedrohungen & Katastrophen

Unsere Erde - Beobachtungen, Bedrohungen & Katastrophen Vulkane, Erdbeben, Tsunamis, Wetteranomalien und -katastrophen...

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 20.08.2003, 19:27   #1
Zwirni
Lebendes Foren-Inventar
 
Registriert seit: 20.04.2002
Beiträge: 3.540
Standard Kosmischer Staubsturm umhüllt Erde für 8 Jahre

Zitat:
Raumsonde "Ulysses" registriert stark zunehmenden Partikelregen - Magnetfeld der Sonne verliert Schutzwirkung - Kurzschlüsse können Satelliten lahm legen

von Axel Bojanowski

Darmstadt - Eine gigantische Staubwolke nähert sich der Erde. Das zeigen Messungen der Raumsonde "Ulysses", die 500 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist und soeben die deutlichen Vorboten des kosmischen Staubsturms registriert hat. Die 100 000 Kilometer pro Stunde schnellen, winzig kleinen Staubpartikel könnten für Satelliten gefährlich werden, meinen Wissenschaftler. Auf dem Erdboden seien aber keine ernsten Konsequenzen zu erwarten. Man werde lediglich vermehrt Sternschnuppen zu Gesicht bekommen.

Die Ursache für den Staubregen ist der Wegfall unseres kosmischen Abwehrschirms - des Magnetfeldes der Sonne. Bisher lenkt das Magnetfeld den Staub weiträumig an der Erde und den anderen Planeten vorbei. Das Magnetfeld verändert aber regelmäßig seine Lage. In den nächsten Jahren wird es sich nicht mehr über die auf einer Ebene liegenden Planetenbahnen erstrecken, erklärt Markus Landgraf von der Europäischen Weltraumbehörde (Esa) in Darmstadt. Das Planetensystem ist damit dem Sturm ausgesetzt.

Die Größe der Staubwolke ist gigantisch. Sie erstreckt sich 200 Mal weiter ins Universum als unser Sonnensystem. Wie Sandkörner in einer riesigen Sandkiste sind die Partikel in der Wolke gleichmäßig verteilt. Mit einer Ausnahme: dem vom Magnetfeld der Sonne umschlossenen Raum, in den weniger Partikel eindringen können. Dieser Schutzraum verlagert sich nun.

Erstmals kann ein kosmischer Staubsturm jetzt von einer Sonde untersucht werden. Die von der europäischen und der amerikanischen Weltraumbehörde Esa und Nasa seit 1992 betriebene Raumsonde "Ulysses" registriert bereits drei Mal mehr Staub als in den Jahren zuvor. 1997 habe die Sonde täglich noch vier Staubpartikel pro Quadratmeter angetroffen, heute seien es zwölf, hebt Landgraf die aktuellen Daten hervor. Doch diese Prise sei erst der Vorgeschmack. In zwei Jahren würden drei Mal so viele Partikel für ein regelrechtes Sandstrahlgebläse sorgen - acht Jahre hält dieses Maximum an. Trotz ihrer immensen Geschwindigkeit ist die zerstörerische Wirkung der Staubteilchen gering. Das liegt an ihrer winzigen Größe - die meisten Staubteilchen messen gerade mal ein Hundertstel eines menschlichen Haares. Gleichwohl seien einige Satelliten gefährdet, sagt Landgraf. Satelliten etwa, die mit Hochspannung betrieben werden, könnten durch Kurzschlüsse lahm gelegt werden. Und die Linsen von Spionage- und Beobachtungssatelliten erblindeten möglicherweise durch den kosmischen Partikelbeschuss.

Auf der Erde werden vermehrt Sternschnuppen die Wünsche der Menschen auf sich ziehen. Es sind jedoch nicht die Staubteilchen selbst, die in der Erdatmosphäre verglühen und dabei aufleuchten. Auf Grund seiner Winzigkeit gelangt der Staub zumeist unbeschadet durch die irdische Lufthülle auf den Erdboden. Vielmehr geraten im All driftende Meteoriten durch das Staubbombardement verstärkt unter Beschuss. Dabei schlagen die Partikel aus den Meteoriten kleine Steinbröckchen heraus, die als Sternschnuppe in der Erdatmosphäre verglühen können. Wie viel mehr Sternschnuppen in den nächsten Jahren zu sehen sein werden, sei aber unklar, sagt Landgraf. Wissenschaftler, die keine Satelliten betreuen, freuen sich über den Staubregen, lässt er doch womöglich Rückschlüsse über den Ursprung des Lebens zu. Staub aus dem Weltall könnte die Grundsubstanzen des Lebens auf die Erde gebracht haben. Geplant sei, in vier Jahren eine weitere Sonde in die Staubwolke zu schicken, um die Partikel auf ihre Bestandteile hin zu untersuchen, berichtet Landgraf. Zur Etablierung des Lebens auf der Erde hätten gleichwohl einzelne Staubkörner nicht ausgereicht, meint Landgraf. "Der Staubsturm wird zeigen, ob in der Urzeit genügend Staub auf die Erde gelangt ist", sagt Landgraf.
http://www.welt.de/data/2003/08/18/154954.html?s=1

Mmh, der Schutz der Sonne verliert seine Wirkung. Sie wandelt ihre Energie derzeit wohl lieber für andere Dinge um. Dabei geht der magnetische Schutz verloren und durch die Gravitation werden wohl die Staubpartikel angezogen, welche normalerweise weiter draußen herumirren.

Geht davon eine Gefahr aus? Ich weiss es nicht. Ein Blick auf die Prophezeiungen der nächsten Jahre sagt mir, dass es gut sein könnte. Da gäbe es z.b. die 3-Tägige Finsternis - die Möglichkeit das dies durch diesen "Sturm" passiert möchte ich nicht ganz wegdenken, auch wenn sie doch relativ unwahrscheinlich ist.

http://spaceflightnow.com/news/n0308/10ulysses/

//EDIT: und hier noch ein Artikel dazu: http://science.orf.at/science/news/85846
Zwirni ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Kosmischer Staub: Auf der Spur der ersten Festkörper im All Zeitungsjunge astronews.com 0 09.09.2008 19:30
Perfekter kosmischer Kreisel Zeitungsjunge scienceticker.info 0 03.06.2008 15:40
zerstörte Ozonschicht fördert das Eindringen kosmischer Strahlung? RolandHorn Unsere Erde - Beobachtungen, Bedrohungen & Katastrophen 4 30.08.2007 16:32
Gewaltiger Staubsturm auf dem Mars Acolina Astronomie 17 27.10.2005 08:35
Sternenexplosion und die Folgen - "kosmischer Hurrikan" Desert Rose Astronomie 0 23.05.2004 09:49


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 04:57 Uhr.


Powered by vBulletin® ~ Copyright ©2000 - 2017 ~ Jelsoft Enterprises Ltd.


Das forum.grenzwissen.de unterliegt der Creative Common Lizenz, die Sie hier nachlesen können.
Wir bitten um Benachrichtigung, falls Sie Inhalte von uns verwenden.