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Was Oma noch wusste... Bewährte Hausmittel rund um das tägliche Leben...

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Alt 29.03.2009, 00:09   #1
Llewellian
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Standard Entkalken auf die Umweltfreundliche....

So. Jetzt hab ich auch mal ein Haushaltsmittel, das ja eigentlich allen bekannt ist...

Entkalken mit Essigessenz.... Ok, ok. Das ist alt. Kennt jeder.

Und jetzt der nette Tip (eine Idee meiner Freundin) der so um die Ecke gedacht ist, HUT AB. Will ich gleich mal mit euch teilen.


Duschkopf oder der Perlator im Wasserhahn zugekalkt. Jetzt könnte man das Ding vorsichtig mit einer Zange abmachen und in Essig legen. Verkratzt das Chrom und meistens kriegt man das Teil sowiso nicht runter.

Was also machen, damit der Essig da auch seine Wirkung tut?

Frischhaltetüte und ein Gummi oder ein Kabelbinder.

Essig in Tüte, drüberstülpen über den Hahn, mit Haargummi oder Kabelbinder festmachen und schon ist die schwer erreichbare Stelle in Essig getaucht. Und nur diese. Und man braucht auch viel weniger.


2ter Tip:

Dieser komische Kalkrand in der Kloschüssel der senkrecht mittig vom "nachlaufenden" Wasser erzeugt wird nach der Spülung. Kennt ihr.

Tscha. Kloreiniger, alles läuft irgendwie ab und hält da nicht lang genug. Essigessenz ist alleine zu dünnflüssig. Was also tun? Blatt "zewa" genau drauflegen - Essig draufträufeln, halbe Stunde einwirken lassen - spülen und gut.

Auf so eine billige Tour mit Haushaltsverfügbaren Mitteln bin ich als Techniker nicht gekommen. Hab die Frau jetzt zum Ersatz-McGyver ernannt.

Geändert von Llewellian (29.03.2009 um 00:12 Uhr).
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Alt 19.11.2010, 15:45   #2
Cathetel
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Aber gibts denn so kleine Tüten?

Wird mal getestet,aber man könnte das Küchenpapier auch als Puffer verwenden, damit man die Wasserhahnköpfe ohner Kratzer abbekommt.

Aber die Idee mit dem eingeweichten Küchentuch ist gut. Das eröffnet noch viel mehr Möglichkeiten im Kampf gegen den Kalk.
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Alt 04.08.2011, 11:47   #3
pitti
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Also Essig finde ich immer nicht so gut zum Entkalken, weil das furchtbar stinkt. Ich nehme lieber Zitronensäure, das ist genauso natürlich und absolut geruchsneutral.
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Alt 04.08.2011, 15:47   #4
perfidulo
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Zitat:
Zitat von pitti Beitrag anzeigen
Also Essig finde ich immer nicht so gut zum Entkalken, weil das furchtbar stinkt. Ich nehme lieber Zitronensäure, das ist genauso natürlich und absolut geruchsneutral.
Oh, welch Halbwissen auf diesem Gebiet.

Zitronensäure kommt keinesfalls aus der Zitrone, sondern die im Handel erhältliche kristalline Form wird in großen Bioreaktoren aus Zucker hergestellt. Wenn man Bioethanol ablehnt, kann man nicht für Zitronensäure sein.

Ich nehme an, inzwischen werden gentechnisch manipulierte Kulturen eingesetzt.

Essigessenz ist konzentrierte Essigsäure. Sie wird eingedampft. Wenn das mit Solarer Wärme gemacht würde, kein Thema. Es wird aber fossiler Brennstoff genommen.

Essigessenz sollte nur verdünnt angewandt werden. Chemiker ahne vielleicht etwas, wenn ich "Dissoziation" sage.
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Alt 17.08.2011, 22:57   #5
-CC-
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Man kann auch ruhig verdünnte Essigessenz verwenden. Ich verwende meist etwa 1 zu 10 mit kochendem Wasser verdünnt. Höhere Temperaturen beschleunigen den Prozess!


-CC-
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Alt 18.08.2011, 10:20   #6
perfidulo
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Zitat:
Zitat von -CC- Beitrag anzeigen
Man kann auch ruhig verdünnte Essigessenz verwenden. Ich verwende meist etwa 1 zu 10 mit kochendem Wasser verdünnt. Höhere Temperaturen beschleunigen den Prozess!


-CC-
Das mit dem Verdünnen ist chemisch korrekt.
Das Problem ist aber, wenn es hier um umweltfreundliches Entkalken geht, daß Essigessenz durch Eindampfen von Essig hergestellt wird. Natürlich nicht aus dem guten Apfelessig oder Balsamico, sondern chemisch hergestellt aus Erdöl.
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Alt 22.08.2011, 15:01   #7
Llewellian
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Das mit dem Verdünnen ist chemisch korrekt.
Das Problem ist aber, wenn es hier um umweltfreundliches Entkalken geht, daß Essigessenz durch Eindampfen von Essig hergestellt wird. Natürlich nicht aus dem guten Apfelessig oder Balsamico, sondern chemisch hergestellt aus Erdöl.
Bullshit. Essigsäure wird direkt Grosstechnisch über den Monsanto-BASF Katalyse-Prozess aus Methanol und Kohlenmonoxid hergestellt. Oder via Ethanol-Essigsäuregärung.

Und dafür ist Erdöl zu schade. Die hiesige Methanoldarstellung erfolgt über Braunkohle+Wasser->Synthesegas.
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Alt 22.08.2011, 15:21   #8
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Llewellian Beitrag anzeigen
Die hiesige Methanoldarstellung erfolgt über Braunkohle+Wasser->Synthesegas.
Und wo soll das stattfinden?
Ich dachte immer der ideale Weg zu Methanol wäre über die partielle Oxidation von Methan (Erdgas). Aber ich bin ja nur ein dummer Chemiker mit Vertiefung in chemischer Verfahrenstechnik.
Es ist richtig. In Schwarze Pumpe in der Lausitz macht man noch aus Müll und Klärschlamm Methanol.

http://de.wikipedia.org/wiki/Methanol
Zitat:
Die Dampfreformierung und die partielle Oxidation von Erdgas, nach aktuellen Schätzungen die größte ökonomisch nutzbare Kohlenwasserstoffquelle, ist neben der Kohle der Hauptlieferant für Synthesegas.
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Geändert von perfidulo (22.08.2011 um 15:30 Uhr).
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Alt 26.08.2011, 10:08   #9
Llewellian
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Wie du schon sagtest:

Zitat:
Die Dampfreformierung und die partielle Oxidation von Erdgas, nach aktuellen Schätzungen die größte ökonomisch nutzbare Kohlenwasserstoffquelle, ist neben der Kohle der Hauptlieferant für Synthesegas.
Quelle: Deeplink bei rwe-rheinbraun.de

Zitat:
Neuere Methoden der Kohlevergasung sind die General-Electric-Flugstromvergasung und das Rheinbraun HTW-Verfahren. In Deutschland wird das HTW-Verfahren (Hoch-Temperatur-Winkler-Verfahren) favorisiert. Durch das HTW-Verfahren können neben Braun- und Steinkohle auch Torf, Holz und Klärschlamm in Synthesegase umgesetzt werden. Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe anderer Methoden, die in Deutschland aber keine größere Rolle spielen.
Übrigens: Rheinbraun Köln macht neben der Braunkohlevergasung auch die Vergasung von Kunststoffmischgranulat vom Grünen Punk Recycling zu Synthesegas.

Und ansonsten: Fast alle Speiseessige (auch das käufliche Essigkonzentrat) wird fast immer durch Gärung hergestellt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Essig

Geändert von Llewellian (26.08.2011 um 10:10 Uhr).
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Alt 26.08.2011, 10:57   #10
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Llewellian Beitrag anzeigen
Rheinbraun HTW-Verfahren
http://www.iehk.rwth-aachen.de/index.php?id=469

Ist erst eine Versuchsanlage. Irgendwie muß man das Umgraben ganzer Landstriche ja begründen. Dreckige Braunkohle / sauberes Erdgas.
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