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Alt 18.01.2011, 18:08   #1
-CC-
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Standard Manned Asteroid Mission

Es ist vielleicht nicht das bekannteste Projekt, vielleicht auch nicht das sinnvollste, allerdings im Moment das herausforderndste...

Nachdem aufgrund von Finanzierungsproblemen das Constellation-Programm, "zurück zum Mond", ausgesetzt wurde, gibt es im Moment keine großen bemannten Raumfahrtziele. Gut der Mars ist immer noch im Blickfeld, doch das dauert noch! Was vielleicht nicht jeder mitbekommen hat, es wurden auch neue Ziele gesteckt: Der bemannte Flug zu einem Asteroiden.

Nun stellt sich die Frage: Warum?
- Lange Anreisezeit, da Geschwindigkeit aufgenommen werden muss
- Langer Aufenthalt außerhalb des schützenden Erdmagnetfeldes
- Kein "Asteroid-Walk", zu niedrige Gravitation verhindert bemannte Außenbordeinsätze
- Schwieriges Landemanöver, beide Flugkörper (Raumfahrzeug und Asteroid) bewegen sich
- ....

Geplant wird trotzdem, genau darum! Es ist schwierig, es wäre einzigartig, so etwas war noch nie da. Eine Herausforderung. ... Und das ist doch Grund genug!

Es ist nicht abzustreiten, dass man keinen Menschen braucht um einen Asteroiden zu erforschen. Bodenproben kann auch ein Roboter entnehmen und auswerten. D.h. das Missionsziel ist es wohl nicht einen Asteroiden zu erforschen, sondern viel mehr die Entwicklung und Abwicklung der Mission an sich. Erfahrungen zu sammeln bzgl. Langzeitaufenthalte evtl. außerhalb des Erdmagnetfeldes, Lageregelungssysteme, ... das bereits Entwickelte Equipment (z.B. Orion) doch noch zum Einsatz bringen. Zudem könnte man direkt von der ISS starten, eine schon oft diskutierte aber noch nie ausgeführte Mission.

Hier ein paar Links:
http://www.space.com/8222-obama-aims...roid-mars.html
http://www.space.com/8240-nasa-aster...ve-planet.html
http://scienceray.com/technology/man...sible-by-2025/
http://www.technovelgy.com/ct/Scienc...sp?NewsNum=824
http://www.technovelgy.com/ct/Scienc...p?NewsNum=2868

Meinungen? Fragen? Anregungen? Wünsche?

-CC-
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Alt 19.01.2011, 13:38   #2
MJ01
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Zitat:
Zitat von -CC- Beitrag anzeigen
Es ist vielleicht nicht das bekannteste Projekt, vielleicht auch nicht das sinnvollste, allerdings im Moment das herausforderndste...
Nachdem aufgrund von Finanzierungsproblemen das Constellation-Programm, "zurück zum Mond", ausgesetzt wurde, gibt es im Moment keine großen bemannten Raumfahrtziele. Gut der Mars ist immer noch im Blickfeld, doch das dauert noch! Was vielleicht nicht jeder mitbekommen hat, es wurden auch neue Ziele gesteckt: Der bemannte Flug zu einem Asteroiden.
Interssante Info, obwohl die Quellen reichen bis April 2010 zurück.
War aber irgenwie klar, dass Constallation und Orion in irgendeiner Weise fortgesetzt würden.
  1. Einerseits, da hier schon einige Milliarden Dollar dafür aufgewendet wurde.
  2. da Amerika sonst keine Möglichkeit mehr hätte zur ISS zu gelangen. Space-Shuttle laufen 2010 - jetzt wahrscheinlich Mitte 2011 - aus.
  3. da laut diesen Quellen nach, zwar die Mondmissionen gestoppt wurden, nicht aber die Marsmissionen (2020 soll die Umlaufbahn erreicht werden)
  4. Die Bedrohung eines Asterioden 2029 groß wird.
  5. Asteroiden als neue Rohstoffquellen erschlossen werden müssen.
zu 2029:
Zitat:
Die Gefährdung durch erdnahe Asteroiden, der Fall 99942 Apophis
  • Im Juni 2004 wurde ein Asteroid mit einer Größe von etwa 270 m entdeckt. Er erhielt die Bezeichnung 99942 Apophis
  • Apophis wird am 13. April 2029 eine sehr nahe Begegnung mit der Erde haben.
  • Mit einer nicht geringen Wahrscheinlichkeit wird Apophis alle 7 Jahre eine weitere sehr nahe Begegnung mit der Erde haben oder diese sogar treffen
  • Die Einschlagsgeschwindigkeit wäre 12.59 km/s
  • Die freigesetzte Energie entspräche 5.1e+02 MT
  • Ob Apophis im Jahr 2036 (oder später derzeit größtes Risiko 2068) die Erde treffen wird, entscheidet sich bei seiner nahen Begegnung im Jahr 2029
  • Wenn Apophis am 13. April 2029 durch ein sogenanntes (Gravitations-) „Schlüsselloch “ (Durchmesser ca. 600 m) fliegt, wird er von der Erde so abgelenkt, dass er die Erde am 13. April 2036 treffen wird
Quelle
aktuelle Risikobewertung

MfG

MJ

Geändert von MJ01 (19.01.2011 um 13:40 Uhr).
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Alt 19.01.2011, 16:24   #3
-CC-
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Zitat:
Interssante Info, obwohl die Quellen reichen bis April 2010 zurück.
Das ist richtig! Leider habe ich auch nichts aktuelleres gefunden. Ich kann allerdings mit Bezug auf sehr gute Quellen bestätigen, dass immer noch an diesem Projekt gearbeitet wird.
Außerdem ist zwar Constellation nicht mehr "Existent", doch die Projektgelder existieren noch. D.h. auch hier wird weitergearbeit. Die Ergebnisse fließen dann eben anderen Projekten zu.

Zitat:
Asteroiden als neue Rohstoffquellen erschlossen werden müssen.
Asteroiden als Rohstoffquellen klingt verlockend, doch einen direkten Nutzen für die Erde sehe ich als sehr große Herausforderung an. Es wird wohl für eine sehr sehr lange Zeit nicht rentabel sein, genügend Rohstoffe abzubauen um eine solche Mission zu rechtfertigen. Selbst der Abbau auf dem Mond ist nicht so einfach, wie oft dargestellt wird.

-CC-
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Alt 15.04.2011, 14:32   #4
Bosnjo
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Man Könnte ein Riesiges Raumschiff an einen Asteoriden koppeln, ein so genanntes Generationen Raumschiff, wo man mehrere Generationen in ein anderes Sonnensystem unterwegs ist.
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Alt 15.04.2011, 16:20   #5
Cathetel
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Ok, Generations Raumschiffe klingen jetzt etwas futuristisch, aber wieso eigentlich bemannte Flüge? Rohstoffgewinnung klingt interessant, aber das kann man ja, wenns soweit ist sicher auch unbemannt lösen, zumal ja schon angemerkt wurde das es da auch Hindernisse gibt:

Zitat:
Zitat von -CC-

- Langer Aufenthalt außerhalb des schützenden Erdmagnetfeldes
- Kein "Asteroid-Walk", zu niedrige Gravitation verhindert bemannte Außenbordeinsätze
- ....
Zum anderen klingt 270 Meter für den drohenden Einschlag 2029/36 jetzt auf Anhieb gar nicht so groß, auch wenn der Rums sehr ordentlich ist. Siehe dazu Wiki - Mögliche Folgen eines Einschlags und das Abwehrprojekt "Don Quijote"
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Alt 15.04.2011, 17:24   #6
MJ01
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Zitat:
Zitat von Cathetel Beitrag anzeigen
Ok, Generations Raumschiffe klingen jetzt etwas futuristisch, aber wieso eigentlich bemannte Flüge? Rohstoffgewinnung klingt interessant, aber das kann man ja, wenns soweit ist sicher auch unbemannt lösen, zumal ja schon angemerkt wurde das es da auch Hindernisse gibt:
Wenn man zu einem anderen Sonnensystem fliegen wollte (abgesehen ob das mal sinnvoll ist oder nicht), könnte man dies nur mit Generationenschiffen schaffen, da wir eine überlichtschnelle Raumfahrt nicht kennen, bzw. vom derzeitigen Wissenstand ausgehend, annehmen, dass es sie nicht gibt. Sogar die Rohstoffgewinnung würde aus heutiger Sichtweise sinnlos sein, da die Energie, die man benötigt um ein Schiff da hinauf zu bringen höher wäre, als wenn man diesen Rohstoff "künstlich" erzeugen würde.

Deshalb wurde das gesamte amerikanische bemannte Raumfahrtprogramm ja anfangs 2010 eingestellt. Allerdings, ich glaube es war Ende Mai 2010 wurde eben diese Asteroidenprogramm gestartet, als klar wurde, dass 99942 Apophis doch der Erde gefährlich werden könnte. Und Amerika kann es sich nicht leisten, wenn sie eine Supermacht bleiben will, "keine Antwort auf die Gefährdung der Nationalen Sicherheit" zu haben. Und man weiß über Apophis einfach zu wenig, als dass es genügen würde lediglich eine unbemannte Sonde dorthinzusenden. Dazu müssten umfangreiche Vermessungen, Tests und dergleichen durchgeführt werden (Zusammensetzung, Struktur, Eigenrotation,...), was nur eine menschliche Besatzung schaffen kann. Ausserdem muß die NASA noch üben, wie man am besten auf so einem Asteroiden landen könnte. Und da es nur kleine Zeitfenster gibt, kann man das Risiko einer gescheiterten Mission nicht eingehen und eine menschliche Besatzung ist nun mal flexibler in ihren Möglichkeiten.

Zitat:
Zum anderen klingt 270 Meter für den drohenden Einschlag 2029/36 jetzt auf Anhieb gar nicht so groß, auch wenn der Rums sehr ordentlich ist. Siehe dazu Wiki - Mögliche Folgen eines Einschlags und das Abwehrprojekt "Don Quijote"
Nun ich zitiere mal aus dem WIKI-Artikel:
Zitat:
Nach Schätzungen der NASA würde Apophis im Falle eines Einschlags eine Energie von 510 Megatonnen TNT freisetzen. Zum Vergleich: Die größte von Menschen verursachte Nuklearexplosion (durch die Zar-Bombe) entsprach 50 Megatonnen TNT. Die über Hiroshima abgeworfene Atombombe Little Boy hatte eine Sprengkraft von etwa 0,015 Megatonnen. Beim Tunguska-Ereignis 1908 wurde nach Schätzungen eine Energie von 10 bis 20 Megatonnen TNT freigesetzt. Die Energiefreisetzung eines Erdbebens der Stärke 8,0 entspricht etwa 1000 Megatonnen TNT.

Mögliche Einschlagsgebiete nach NASA-Berechnungen:
Die genauen Folgen eines Einschlags würden von der Zusammensetzung des Asteroiden sowie dem Ort und Winkel des Einschlags abhängen. Bei einem Einschlag auf dem Festland würden zwar regional massive Schäden entstehen; jedoch könnte bereits eine Entfernung von etwa 250 Kilometer vom Einschlagpunkt ausreichend sein, um mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit zu überleben. Bei einem Einschlag auf Wasser bestünde eine großräumige Gefahr massiver Tsunamis, die beim Einschlagort eine Höhe von mehr als 100 Metern erreichen dürften. Diese würden sich zwar im weiteren Verlauf verringern, dennoch an weit entfernten Küsten noch eine Höhe von bis zu 30 Metern erreichen.
Also kein "Totalschaden" aber trotzdem noch ganz schön (also ungefähr ein Viertel des Japan-Erdbebens), kommt vor allem auf die Zusammensetzung des Asteroiden an!

Also "Don Quijote" ist ein Projekt der ESA und was im WIKI-Artikel nicht steht, ist dass die Russen eine andere Möglichkeit sehen, zur Beseitigung der Gefahr. Während die Europäer den Asteroiden nur aus der Bahn schubsen wollen, wollen die Russen ihn mit einer Art ZAR-Bombe zerstören. Also auf deutsch gesagt, sie sind sich uneins. Und dann kann Amerika die Lösung des Problems nicht den Europäern und den Russen überlassen.

MfG

MJ

Geändert von MJ01 (15.04.2011 um 17:34 Uhr).
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Alt 15.04.2011, 18:04   #7
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Zitat:
Man Könnte ein Riesiges Raumschiff an einen Asteoriden koppeln, ein so genanntes Generationen Raumschiff, wo man mehrere Generationen in ein anderes Sonnensystem unterwegs ist.
Das macht zunächst einmal keinen Sinn, da man zuersten zu diesem Asteroiden aufholen müsste. Dazu benötigt man die gleiche Geschwindigkeit wie der Asteroid selbst. Somit hat man ja schon dieses Tempo. Es hat vielleicht den Vorteil, nicht all zu sehr durch andere Planeten beinflusst zu werden, da man durch den Asteroiden mehr Trägheit besitzt.


Zitat:
Deshalb wurde das gesamte amerikanische bemannte Raumfahrtprogramm ja anfangs 2010 eingestellt.
Man hat das Gesamtprojekt Constellation gestrichen. An den Einzelprojekten wird aber durchaus weitergearbeit.


Zitat:
Allerdings, ich glaube es war Ende Mai 2010 wurde eben diese Asteroidenprogramm gestartet, als klar wurde, dass 99942 Apophis doch der Erde gefährlich werden könnte.
Das wusste ich nicht, dass hier ein Zusammenhang besteht. Meiner Meinung nach sind das zwei paar Schuhe, gibt es dafür eine Quelle?


Zitat:
Und man weiß über Apophis einfach zu wenig, als dass es genügen würde lediglich eine unbemannte Sonde dorthinzusenden. Dazu müssten umfangreiche Vermessungen, Tests und dergleichen durchgeführt werden (Zusammensetzung, Struktur, Eigenrotation,...), was nur eine menschliche Besatzung schaffen kann.
Das kann ich jetzt absolut nicht nachvollziehen. Ich bin der Meinung, das eine robotische Mission dafür weitaus geeigneter wäre. Im speziellen auch um ersteinmal dieses Objekt zu erreichen! Die Japaner haben damit auch schon etwas Erfahrung gesammelt. Ein Satellite ist durchaus in der Lage ein solches Objekt ausreichen gut zu vermessen!

-CC-
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Alt 16.04.2011, 01:08   #8
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Asteroidenprogramm gestartet...Apophis könnte doch der Erde gefährlich werden
Zitat:
Zitat von -CC- Beitrag anzeigen
Das wusste ich nicht, dass hier ein Zusammenhang besteht. Meiner Meinung nach sind das zwei paar Schuhe, gibt es dafür eine Quelle?
Natürlich:
Zitat:
NASA's New Asteroid Mission Could Save the Planet
by Tariq Malik, SPACE.com Managing Editor
Date: 16 April 2010 Time: 07:39 PM ET
President Barack Obama set a lofty next goal this week for Americans in space: Visiting an asteroid by 2025. But reaching a space rock in a mere 15 years is a daunting mission, and one that might also carry the ultimate safety of the planet on its shoulders.

"It is probably the hardest thing we can do because the asteroid is not coming on a schedule," NASA chief Charles Bolden told reporters late Thursday after Obama announced his space vision.

And when a specific asteroid is eventually selected, the window to launch a spaceship toward it will be much less forgiving than the windows for NASA space shuttles bound for the International Space Station, Bolden said.
"The space station gives us five minutes," he explained. "I'm not sure what an asteroid gives us, but then it doesn't come again for a lifetime."

And there's another compelling reason for touching an asteroid: Saving the planet.

In a panel discussion that followed President Obama's Thursday space vision speech, astrophysicist John Grunsfeld ? a former NASA astronaut who flew on five shuttle missions ? suggested sending humans to purposely move an asteroid, to nudge the space rock to change its trajectory. Such a feat, he said, would show that humanity could deflect a space rock if one threatened to crash into the planet.

"By going to a near-Earth object, an asteroid, and perhaps even modifying its trajectory slightly, we would demonstrate a hallmark in human history," said Grunsfeld, who flew on three shuttle missions to fix the Hubble Space Telescope. "The first time humans showed that we can make better decisions than the dinosaurs made 65 million years ago."
http://www.space.com/8240-nasa-aster...ve-planet.html

und:
Zitat:
Landing on an asteroid and giving it a well-timed nudge “would demonstrate once and for all that we’re smarter than the dinosaurs and can avoid what they didn’t,” said White House science adviser John Holdren
http://asteroidapophis.com/2010/04/o...eroid-mission/

Zitat:
Das kann ich jetzt absolut nicht nachvollziehen. Ich bin der Meinung, das eine robotische Mission dafür weitaus geeigneter wäre. Im speziellen auch um ersteinmal dieses Objekt zu erreichen! Die Japaner haben damit auch schon etwas Erfahrung gesammelt. Ein Satellite ist durchaus in der Lage ein solches Objekt ausreichen gut zu vermessen!
Für rein die erste Vermessung hast Du sicherlich recht. Don Quijote ist ja eigentlich auch kein "Abwehrprojekt", sondern eher ein Vermessungsprojekt. Für Details wären dann aber Menschen schon besser, da sie vor Ort entscheiden könnten, wo sie landen und Proben entnehmen können und die Gegebenheiten genauer analysieren könnten.

Und zur tatsächlichen Abwehr ist eine menschliche Besatzung sowieso flexibler. Die könnten dann ein ganzes Portfolio von Abwehrmassnahmen mitnehmen und dann vor Ort das Richtige entscheiden, was bei einer automatischen Mission dann eher nicht möglich wäre.

MfG

MJ
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Alt 05.05.2011, 09:21   #9
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Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
... was bei einer automatischen Mission dann eher nicht möglich wäre.

Ich weis, das ist ein zweischneidiges Schwert .... ich persönlich bin ein starker Verfechter der bemannten Raumfahrt! Allerdings bei einer solchen Mission ist das sehr schwierig vor allem, da wir im Moment, meiner Meinung nach, nicht über die nötige Technologie und Erfahrung verfügen. Deswegen sprach ich von einer robotischen Mission ... nicht automatischen! Das ist ein großer Unterschied.


-CC-
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Alt 05.05.2011, 13:54   #10
MJ01
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Zitat:
Zitat von -CC- Beitrag anzeigen
Ich weis, das ist ein zweischneidiges Schwert .... ich persönlich bin ein starker Verfechter der bemannten Raumfahrt! Allerdings bei einer solchen Mission ist das sehr schwierig vor allem, da wir im Moment, meiner Meinung nach, nicht über die nötige Technologie und Erfahrung verfügen.
Das stimmt, wir haben derzeit 0 Erfahrung in diesem Bereich. Aus diesem Grund möchte die NASA in zahlreichen Mission zu den Asteroiden sich dieses Know-how ja aneignen.
Zitat:
Deswegen sprach ich von einer robotischen Mission ... nicht automatischen! Das ist ein großer Unterschied.
In eingeschränktem Massen ja.
Aber man kann einer Maschine zwar alle möglichen Eventuallitäten einprogrammieren. So flexibel wie ein Mensch wird sie aber nie sein.

Als IT-Koordinator unseres Bereiches in unserer Firma muss ich zahlreiche Datenbanken und natürlich auch die Front-Ends dazu programmieren. Oft kommt die Forderung, "ich möchte bei dem Programm eine flexible Eingabeform haben", wobei ich meist antworte, dann sollte er sich einen Kugelschreiber und ein Blatt Papier nehmen, denn nichts als der menschliche Individualismus ist flexibler.

Ein Mensch kann schnell auf plötzlich auftretende Probleme reagieren und nicht miteinander kompatible Systeme miteinander kombinieren, was eine Maschine nie kann (z.B. Lüftungsfiltersysteme bei der Apollo 13 Mission).

Eine Direktsteuerung von Robotern über diese Entfernung ist nicht möglich, also müssten diese Systeme autark sein. Wenn nun beispielsweise ein Bohrer heißlaufen würde, würde eine Maschine (soweit sie nicht solche Sensoren hätte und ein entsprechendes Programm wie man dieses eine Problem händeln könnte) den Bohrer weiter beanspruchen, bis er komplett zerstört wäre. Ein Mensch könnte aber eine Pause einlegen und dann mit dem abgekühlten Bohrer weitertun. Ist nur ein Beispiel von verschiedenen, natürlich nicht vorhersehbarer Komplikationen, die eine menschliche Besatzung lösen könnte.

MfG

MJ
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