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Asien Asien birgt noch so manches Geheimnis über unsere früheste Vorzeit, versunkene Hochkulturen...

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Alt 15.04.2008, 23:16   #11
Dragonhoard
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Zitat:
Zitat von lars willen Beitrag anzeigen
mir kam mal so der gedanke das homo antecessor ,homo erectus und Homo heidelbergensis,neandertaler meistens als gut genährte muskelmänner dagestellt werden,sollte man nicht annehmen das die jungs damals eher dünne leichtgewichte waren,mit kein gramm fett und keinen muskeln?
Kann den Gedanken nicht nachvollziehen. Zumindest bei den Neandertaler bringt der gedrungene Körperbau einen Vorteil bei tiefen Temperaturen, und bei den Muskeln kann man aufgrund der Ansätze an der Knochen ganz gut die Muskelmasse bestimmen.
Zitat:
Zitat von lars willen Beitrag anzeigen
und in den letzten 70tausend jahren war die temperatur auch -10° niedriger,da sollte man wohl nur +40°nord und -40° südliche breite vom äquator suchen
Nun ein wenig weiter weg vom Äquator würde ich schon gehen, etwa bis 42° aber das kommt auch sehr auf die Wetterverhältnisse an, siehe etwa Großbritanien. Da gibt es subtropisches Klima obwohl es sehr viel weiter nördlich liegt, bei ähnlich günstigen Meeres- oder Windströmungen könnte es auch weiter nördlich / südlich günstige Bedingungen gegeben haben.
__________________
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt. Albert Einstein
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Alt 01.02.2009, 16:52   #12
Muaddib
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Zitat:
Moin,

in dem Fred über die mysteriösen Karten bin ich über versunkene Mauern in Japan gestoßen:

http://www.efodon.de/html/archiv/vorzeit/topper/mu.html


Nun stellt sich die Frage, ob es vllt doch irgendwann mal eine größere Katastrophe gegeben hat, die etwas mit einer Menge Wasser zu tun hat.

Ich habe da die Theorie, dass die ganzen Sachen vllt etwas älter sind, als es in unseren Büchern steht.
Man erinner sich an dieser Stelle auch daran, dass es hinweiße gibt, dass Gizeh und die Pyramiden mal unter Wasser lagen.

Gibt es noch mehr solcher Sachen, die darauf schließen lassen, dass der Meerespiegel vllt mal ganz anderes war, als wir denken??? Bzw dass es chronologische Ungereimtheiten gibt, was die Entstehung entsprechender Bauten betrifft??

Vielen Dank,

Lukas
Vor einigen Wochen wurde eine "Basaltmauer" nahe Taiwan gefunden. Auch bei dieser Entdeckung sprach man schnell vom "Untergegangenen Kontinent Mu".

Hier im Forum habe ich etwas von einem "lybischen Atlantis" gelesen. Leider werden solche Entdeckungen (ob nun wirklich Ruinen menschlicher Kultur oder Naturphänomene) sofort mit den Schlagworten "Atlantis, Mu, Lemuria" etc vermengt. Zur Klärung dieser Mythen trägt dies sicher nicht bei; im Gegenteil, wird nur noch mehr Konfusion gestiftet.

Zunächst ist es einfach ganz natürlich dass in Küstennähe (z.B. an der Nordsee oder am Persischen Golf) Ruinen im Meer entdeckt werden. Schließlich verliefen die Küstenlinien vor mehreren tausend Jahren nicht exakt so wie wir sie gegenwärtig auf unseren Karten sehen. Viele Landverbindungen die es während der letzten Eiszeit gegeben hat existieren nicht mehr (z.B. die Landverbindungen Sibirien-Alaska oder Korea-Japan).

"Atlantis" (so wie Platon davon berichtete) ist zu einem Synonym für jeden archäologischen Fund im Meer geworden. Deshalb meint quasi jeder der an irgendeiner europäischen Küste Ruinen im Meer finder das "platonische Atlantis" entdeckt zu haben. Im Ägäischen Meer, an der Küste Lybiens oder an der Nordseeküste...

Dieses "Prinzip" gilt auch für das "asiatisch-pazifische Atlantis" Mu. Und dabei handelt es sich sogar - im Vergleich zu Platons Atlantis-Erzählung - um äußerst vage Ausgangspositionen. Der "Kontinent Mu" ist eine moderne Erfindung oder bestenfalls These. Wer einmal alle verfügbaren Quellen sammelt, wird feststellen dass es keine direkten (asiatische) Überlieferung zu einem solchen "untergegangenen Kontinent" gibt.

Der von Madame Blavatskys Theosophismus beeinflußte Churchward fand angeblich "uralte Aufzeichnungen über einen versunkenen Kontinent Mu" in einem tibetischen Kloster. Diese "Aufzeichnungen" wurden natürlich(!) bis heute von keinem anderen Menschen gesichtet und tauchen nur in Churchwards Büchern auf. Der Theosophismus verquickt wissenschaftliche Theorien (Evolutionstheorie, Forschungsergebnisse über die geologische Entwicklung der Erde etc) mit religiösen Komponenten (insbesondere Schöpfungsgeschichten) der Hindus und Bhuddisten. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jh. wurden solche Vorstellungen sehr populär (man denke z.B. an die Romane von Jules Verne).

Jeden Ruinenfund im Meer, an der japanischen oder chinesischen Küste, gleich mit dem "Kontinent Mu" in Verbindung zu bringen ist doch etwas "überreizt"... Zumal der "Kontinent Mu" von besagten "theosophistischen Forschern" im Zentrum des Pazifischen Ozeans vermutet wird (es gibt sogar genaue(!) Karten dazu).

Wie schon angeschnitten, ist es aber nur natürlich dass Ruinenfunde im Meer gemacht werden... In den letzten 10.000 Jahren ist eine Menge Land von den Meeren verschluckt worden.

Wirklich Interessant finde ich insbesondere Theorien über eventuelle ethnologisch-kulturelle Verbindungen zwischen relativ weit auseinander liegenden Kulturen (insbesondere zwischen Asien und Amerika). So sind z.B. mesoamerikanische Skulpturen die Menschen mit starkem Bartwuchs, ostasiatischer oder gar negroider Physiognomie zeigen bisher für viele Archäologen und Historiker einfach "unverständlich". Oder um ein anderes Beispiel zu nennen: Woher kannten die mittelasiatischen/eurasischen (und indoeuropäischen) Skythen die Lemuren-Affen, welche bekanntlich nur auf Madagaskar vorkommen? Auf skythischen Mumien fand man sehr kunstvolle-realistische Tätowierungen von Lemuren...
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Alt 02.02.2009, 22:00   #13
Frank D
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Äh - das Besondee an Lemuren ist, dass sie auf Madagaskar UND im indischen Raum vorkommen! Auf Sri Lanka, Indien bis Pakistan. Aber eben nicht in den dazwischenleigenden Regionen. Deswegen erfand man ja im 19. Jh. Lemuria als untergegangene Landbrücke zwischen Madagaskar und Indien.
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Alt 05.02.2009, 12:14   #14
Muaddib
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Zitat:
Zitat von Frank D Beitrag anzeigen
Äh - das Besondee an Lemuren ist, dass sie auf Madagaskar UND im indischen Raum vorkommen! Auf Sri Lanka, Indien bis Pakistan. Aber eben nicht in den dazwischenleigenden Regionen. Deswegen erfand man ja im 19. Jh. Lemuria als untergegangene Landbrücke zwischen Madagaskar und Indien.
In allen Quellen die ich bisher zum besagten skythischen Lemuren-Taatoos gefunden habe ist von einer Lemurenart die Rede, die nur auf Madagaskar vorkommen soll.

Dabei handelt es sich wohl um den Katta (Lemur catta). Bei diesem ist besonders der schwarz-weiss geringelte Schwanz auffällig. Vorkommen soll der Katta nur im südlichen Madagaskar. Zwar ist die Familie der Lemuren recht umfangreich und verschiedene Typen gibt es auch auf den Komoren (also in unmittelbarer Nähe zu Madagaskar). Ihre nächsten Verwandten (Loris und Galagos) kommen auch in Südostasien vor, aber bezüglich der skythischen Mumie wird auf den Katta verwiesen.

Katta:



Skytische Lemuren-Tätowierung (linkes Schulterblatt):



Den naturalistischen Stil der Lemuren-Tätowierung finde ich besonders auffällig! Man kann eigentlich nur davon ausgehen dass die skythischen Taatoo-Künstler den Katta genau gekannt haben müssen.

Eine natürliche Verbreitung des Katta von Madagaskar oder den Komoren über Südostasien bis zu den mittelasiatischen Skythen ist ausgeschlossen (Indischer Ozean).

Eine Verbreitung (zumindest in historischer Zeit) durch Menschen kommt ebenfalls kaum in Frage. Die Komoren wurden erst um 950 n. Chr. besiedelt. Madagaskar hat eine etwas ältere Besiedlungsgeschichte, etwa ab 200 n. Chr. Arabische und persische Händler könnten erst um 1000 n. Chr. Lemuren in Länder wie Indien, Persien, Afghanistan gebracht haben.

Ich weiss zwar jetzt nicht auf welche Zeit diese berühmte skythische Mumie datiert wird, doch um 1000 gab es die antiken Skythen garnicht mehr (die Mumie dürfte weit älter sein).

Auch halte ich es für unwahrscheinlich das diese Lemuren von den madagaskischen Ureinwohnern nach Südasien (und von dort dann bis nach Mittelasien) gebracht wurden.

Hier tut sich aber ein anderer sehr interessanter Aspekt auf! Die frühste (bekannte) Besiedlung Madagaskars ist nähmlich äußerst mysteriös:

Zitat:
Die Archäologen gehen von einer Ankunft der Menschen auf der Insel zwischen 200 und 500 aus. Demnach waren die ersten Einwohner Madagaskars Seefahrer aus Südostasien, vermutlich Borneo oder Süd-Celebes in ihren Auslegerkanus. Diese ursprünglichen Madagassen besiedelten die Insel im Zuge der großen austronesischen Expansion, die zur Besiedlung des malaiischen Archipels Java, Sumatra, Neuseeland, PolynesienMikronesien, sowie Hawaii und der Osterinsel führte. Ein Beleg für die Ankunft von Indonesiern, die die Ostküste Afrika kolonisierten, ist nicht gefunden worden. Es scheint, dass die ersten Einwohner von Madagaskar direkt über den Indischen Ozean aus Indonesien kamen, eine Reise von 5.000 km, indem sie sich dem Wind und dem äquatorialen Ost-Weststrom anvertrauten. Zusammen mit Neuseeland bildete Madagaskar die letzte von Menschen besiedelte Landfläche. Der Ethnologe Jared Diamond beschreibt die austronesische Expansion nach Madagaskar: und

Diese Austronesier mit ihrer austronesischen Sprache und modifizierten austronesischen Kultur lebten bereits auf Madagaskar, als die Insel 1500 von den Europäern besucht wurde. Dies erscheint mir als die erstaunlichste Tatsache der Humangeographie der Welt. Es ist, als ob Columbus bei der Landung auf Kuba die Insel mit blonden blauäugigen schwedisch sprechenden Skandinaviern, vorgefunden hätte, obwohl der nahe nordamerikanische Kontinent von indianischsprachigen Indianern bewohnt ist. Wie ist es möglich, das Menschen der prähistorische Kultur Borneos auf Booten ohne Karte und Kompass Madagaskar erreichen konnten?
Wenn Menschen aus Indonesien über 5000 Km nach Madagaskar gesegelt sind, kämen eventuell solche Reisen auch von Madagaskar nach Indien in Frage?

Aber chronologisch paßt das alles trotzdem nicht zusammen. Die Skythen liegen zeitlich einfach zu weit "vorn" (die Skythen werden klar in die Antike datiert, etwa ab 1000 v. Chr.).

Eine weitere Möglichkeit wie die Skythen zu ihren Lemuren gekommen sein könnten ist zwar plausibel, aber dafür gibt es (bisher) ebenfalls keine Beweise: eventuell war der Lemur catta auch auf dem indischen Subkontinent verbreitet, ist dort jedoch ausgestorben bzw. wurde ausgerottet?

Fragen über Fragen... : ))
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Alt 06.02.2009, 12:13   #15
Frank D
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Eine weitere Möglichkeit ist, daß Du das aus einer Schwurbelquelle entnommen hast, die irgendwelche Geheimnisse hochstilisieren will, und die überhaupt keine vernünftige Recherche zum Thema anstellte - vielleicht gibts in Indien oder Pakistan ja andere geringelschwänzte Lebewesen? Bin da kein Experte.
Leider hast Du für die Skythen-Geschichte ja auch keine Quellen angegeben...
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Alt 08.02.2009, 18:35   #16
Llewellian
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Nur mal so als Einwurf:

Der schwarz weiss geringelte Schwanz gehört nicht allein zu den Lemuren aus der Familie der Feuchtnasenaffen...


Andere Tierarten wie z.b hier...



oder der gemeine Waschbär...



Oder auch die Katze...



..der Schneeleopard...



Frettchen, etc.. etc... etc.
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Alt 22.03.2009, 14:13   #17
querdenkerSZ
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Hi,
Kreise und Scheckenmuster gehören zu den ältesten Formen der Verziehrung neben Linien , Dreicken und Wellenlinien.
Sie tauche Weltweit auf .
Siehe hier :

http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Goldhut
http://de.wikipedia.org/wiki/Goldene..._Schifferstadt
http://de.wikipedia.org/wiki/Goldblechkegel_von_Avanton
http://de.wikipedia.org/w/index.php?...20071019184928
http://de.wikipedia.org/wiki/Felsritzung
http://de.wikipedia.org/w/index.php?...20061009102538
http://de.wikipedia.org/w/index.php?...20060110221631
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Alt 16.04.2009, 17:37   #18
Spöckenkieker
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Ich hab mal was zu den Steinsteelen der Skythen und Kimmerer geschrieben, da ging es auch viel um Tierdarstellungen, aber sowas hab ich auch noch nicht gesehen. Versuche doch mal bitte herrauszufinden um welche Mumie es sich handelt, und aus welchem Buch. Ich glaube zwar das Bild zu kennen, aber die Füsse scheinen mir da fehl am Platz zu sein, da im Skythischen Tierstil die Tiere immer extrem verbogen dargestellt wurden.
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Alt 17.04.2009, 11:56   #19
Spöckenkieker
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So ich hab das Grab gefunden aus welchem der tatoowierte Skythe stammt. Der ist aus dem Altaigebirge und die Zeichnung stammt aus dem Buch Frozen Tombs of Siberia Sergei Rudenko.
Die Lösung ist ganz einfach. Heute leben Kattas nur auf Madagaskar. Doch zeigen fossile Funde von ausgestorbenen Lemuren, dass ihr Verbreitungsgebiet bis nach Südostasien reichte. Die meisten dieser Arten sind vor etwa 1000 Jahren ausgestorben, also als die Altaigräber gegraben wurden (ich nenne die mal absichtlich nicht Skythen) gab es sie noch recht lange.
Dass es die Lemuren nicht nur in Madagaskar gab war auch schon Ernst Häckel bekannt aber man konstruierte damals eine Landbrücke nach Madagaskar der Zoologe Phillip L. Sclater unterstützte Häckels Idee und „erfand“ um das Jahr 1874 eine „hypothetische“ Landbrücke von Madagaskar über die Seychellen bis nach Vorderindien. Er gab ihr den Namen „Lemuria“. Heute wissen wir, dass die Verbreitung der Lemuren wesentlich weiter war als damals angenommen und die Toten aus dem Altaigebirge haben sich damit Geschmückt.

Mal was zu den Gräbern
http://whc.unesco.org/uploads/news/d...news-433-1.pdf

Zu den fossilen Funden von Lemuren in Pakistan
http://news.nationalgeographic.com/n...2_TVlemur.html

Also ist das ganze kein Rätsel sondern nur ein wenig bekannter Umstand.
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