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Astronomie Hier geht's nicht nur um Astronomie im klassischen Sinne, sondern auch um all die Mythen, Geschichten und Prophezeiungen, die sich rund um Sterne, Kometen und andere Himmelskörper ranken.

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Alt 31.08.2016, 15:08   #1
HaraldL
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Standard Radiosignal von HD 164595

Der Stern HD 164595 ist die Quelle eines Radiosignals, welches manche für das Produkt einer außerirdischen Zivilisation halten. Könnte es nicht auf Synchrotronstrahlung von geladenen Teilchen im Magnetfeld eines Planeten, ähnlich wie die Radiosignale von Jupiter zurückzuführen sein? Oft wird auch behauptet, hier läge Microlensing vor. In wie weit könnte dies der Fall sein? Hat man dieses Signal auf zeitliche Variationen der Frequenz, die im Fall einer planetaren Quelle wegen des Dopplereffekts im Regelfall auftreten müßten, untersucht?
Wurden zeitliche Schwankungen der Intensität beobachtet, was im Fall einer Sendeanlage von Außerirdischen auf einen rotierenden Planeten wohl unvermeidbar wären, beobachtet?
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Alt 01.09.2016, 06:48   #2
Sakslane
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Das Signal war nur 2 Sekunden lang und dürfte eher irdischen Ursprungs sein.

http://en.wikipedia.org/wiki/Radio_s...from_HD_164595
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Alt 01.09.2016, 16:38   #3
HaraldL
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Könnte man nicht mehr herausfinden, welcher Satellit die Quelle war?
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Alt 01.09.2016, 21:15   #4
Sakslane
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Nicht wenn es ein militärischer war (wie die Frequenz vermuten lässt) - in dem Fall könnte das wohl nur der Verursacher, und der wird sich wohl eher nicht um solche Dinge Gedanken machen.
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Alt 06.01.2017, 12:17   #5
Skarabäus
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Vielleicht passt diese Meldung auch ganz gut hierher.

Kürzlich will man mit dem Karl G. Jansky Very Large Array (VLA) Radioteleskop, super kurze Radioblitze empfangen haben, nachzulesen im Online Focus. Diese sollen von einer Himmelsregion stammen wo ähnliches bereits mit dem Aricibo Radioteleskop im Jahre 2012 entdeckt wurde. Der Ursprung dieses Phänomens soll von einer Zwerggalaxie herrühren welche von der Erde drei Milliarden Lichtjahre entfernt sein soll. Diese Stelle hat man relativ genau nachweisen können wo man eventuell ein schwarzes Loch vermutet.

Soweit so gut, nun stellt sich mir aber die Frage, wie kann man ein so kurzzeitlich begrenztes "Strahlungspaket" , welches schon drei Milliarden Jahre unterwegs sein soll , so genau seiner Herkunft zuordnen? Die Strukturen des Kosmos dürften sich doch nach dieser Zeit auch verändert haben. Sicher liegt hier meinerseits ein Denkfehler vor, vielleicht weiß Sakslane eine Antwort darauf.
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Alt 06.01.2017, 12:51   #6
Sakslane
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Falls du zufällig einen Link (idealerweise mit Link zum Fachartikel) hättest, wäre das hilfreich.

Prinzipiell haben Radioteleskop-Arrays eine recht gute Winkelauflösung. Damit kann man recht gut die Richtung erkennen, aus der ein Signal kommt. Dann muss man nur schauen, was sich denn in dieser Richtung befindet. Je nachdem, was für ein Signal man hat und was man dort findet, kann man noch weitere Informationen wie z.B. die Rotverschiebung zur Entfernungsmessung benutzen. Das kommt aber auf den Einzelfall an.

Auf so großen Skalen verändert sich das Universum nur sehr langsam. Licht / Radiowellen passieren Strukturen im Universum, ohne dass sich diese in der Zwischenzeit stark verändern. Man kann es sich folgendermaßen vorstellen: Angenommen, ein Lichtstrahl hat vor 1 Gy (vor einer Milliarde Jahren) eine Galaxie passiert und wurde von ihr abgelenkt, und trifft nun auf die Erde. Die Galaxie ist also 1 Gly (eine Milliarde Lichtjahre) entfernt. Wenn wir nun in diese Richtung sehen, sehen wir Licht, das diese Galaxie vor 1 Gy emittiert hat. Wir sehen die Galaxie also dort, wo sie vor 1 Gy war - und damit zu der Zeit, als sie den Lichtstrahl abgelenkt hat. Daher spielt es keine Rolle, ob sich die Position der Galaxie innerhalb der Zeit verändert hat, in der das Licht von seiner Quelle (z.B. in 3 Gly Entfernung) zu uns unterwegs war. Wichtig ist nur, wo sie war, als das Licht sie passiert hat, und dort sehen wir sie auch, also können wir ausrechnen, wie sie das Licht abgelenkt hat - und damit die Quelle lokalisieren.
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