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Alt 06.11.2010, 15:12   #6
Llewellian
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Naja, Schnurps,

die Gegend zwischen Spessart und Harz in Thüringen sind ähnlich wie in der Gegend um Regensburg bzw. in der Gegend der Schwäbischen Alb Muschelkalk-Ablagerungsgebiete (siehe dazu Seite 8 auf diesem Geologiebericht über diese Gegend):

http://www.meiningen.de/media/custom/1226_118_1.PDF

Erdfälle und Dolinen kommen da ganz einfach vor.

Nicht unbedingt so krass wie in den dicken Thethis-Meer Kalkschichten von Kroatien, wo sich z.T über 1000 m tiefe Löcher auftun aufgrund der Verwitterung, aber auch ein 10 m tiefes Loch verschluckt erstmal ein Haus ;o).

Das sich Gestein durch Regenfluss auflöst (manches leichter, manches weniger leicht) ist absolut normal. Was glaubst du, warum du beim Kaffeekochen sonst dauernd die Kalkablagerungen im Topf hast? Irgendwo aus der Erde kommt das her. Und da fehlts dann. Es entsteht ein Loch, und das kann sehr lange einfach eine Höhle sein... oder gleich einbrechen. Dann hat man einen Erdfall. So entstanden zig Seen in ganz Deutschland.

Das das in der Gegend da auch nicht unbekannt ist, zeigt das gleich in der Nähe auch die sogenannten "Liebenroder Erdfallseen" liegen. Da badet man heute drin, wo vor Jahrhunderten die Erde eingestürzt ist.


Und warum das für mich so "normal" ist?

Schau dir mal das Bild hier an. Ist bei mir in der Gegend aufgenommen worden. Siehst du die ganzen Löcher?



Manche Bauern müssen innerhalb von ein paar Jahren bis zu 20 solcher Einbrüche wieder zuschütten wenn sie nur tief genug sind...

Und bei uns im Schwabenländle brechen Löcher von der Grösse eines Ackers ein...



Das regt bei uns in Süddeutschland nun wirklich keinen mehr auf.
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