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Alt 10.01.2018, 16:11   #2
Sakslane
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Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Wie haltbar sind Einstein-Bose-Kondensate, zum Beispiel solche aus Alkalimetallatomen? Schließlich muß man sehr unikate Verfahren ( Bestrahlung mit Laser exakt berechneter Frequenz) zu ihrer Herstellung anwenden, "normale" Kühlverfahren funktionieren nicht.
Das kommt darauf an, wie gut man sie von äußeren Einflüssen isoliert. So lange sie von Wechselwirkungen durch Strahlung, andere Atome etc. abgeschirmt und durch ein Potential vor dem "Zerfließen" geschützt sind (z.B. in einer magnetischen Potentialfalle), lassen sie sich auch längerfristig aufbewahren. Allerdings führen bereits geringe thermische Einflüsse zu einer Erwärmung über die Kondensationsschwelle.
Zitat:
Bis zu welcher Größe kann man Einstein-Bose-Kondensate herstellen?
Das hängt stark von der Wahl der Atome ab. Es können wenige 100 sein bis in die Größenordnung von Millionen.
Zitat:
Wäre es auch möglich, mehrere Einstein-Bose-Kondensate zusammenzuführen?
Das hat man tatsächlich schon getan, aber das Ergebnis ist nicht das, was man vermuten würde, wenn man einfach Gase hätte. Die Kondensate interferieren miteinander, man bekommt ein Interferenzmuster.
Zitat:
Kann man bei der Herstellung von Einstein-Bose-Kondensaten immer eine Kristllisation der Atome verhindern?
Um ein BEC zu erzeugen, braucht man ein Gas mit einer sehr geringen Dichte, d.h. einen sehr geringen Druck, damit die Atome so weit voneinander entfernt sind, dass sie praktisch nicht miteinander wechselwirken. Eine zu starke Wechselwirkung würde die Kondensation verhindern und zur Bindung der Atome untereinander führen. Aber genau diese Bindung verhindert man durch hinreichend geringe Dichte.
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