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Alt 13.05.2014, 21:48   #3
basti_79
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Na, das geht ja ein wenig daneben: Deutschland war vor dem Krieg ja (mit plebiszitärer Unterstützung!) aus dem sogenannten "Völkerbund", der Vorläuferorganisation der UNO, ausgetreten, und war kein Gründerstaat dieser. Der Beitritt erfolgte erst 1973 (!). Auch dürften alle diese Gesetze (sicher mit Ausnahme der Grundgesetzänderung 1968 und der Folgen davon) als Restbestand des zweiten Weltkriegs gelten. Die UN-Charta gilt also für diese ausdrücklich nicht.

Da diese "Feindstaatsklauseln" ja aber aufgehoben wurden, galt die Erlaubnis, als Unterzeichnerstaat gegen Deutschland Maßnahmen zu erwirken, auch nach dem Beitritt und auch nach der Obsoleszenz. Die wirklich interessante Frage ist, ob damit nach der Obsoleszenz die Geheimverträge beim Sekretariat der UNO eingereicht werden mussten, um für die UNO gültig zu sein. Das ist aber leider bei der Frage der Überwachung wieder nebensächlich: die kann man offenslchtlich einfach vornehmen, ganz ohne Vertrag oder völkerrechtliche Konsequenzen. Dennoch, vielen Dank für den Hinweis: ein guter Ansatzpunkt für weiteres.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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