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Alt 21.08.2018, 11:58   #14
basti_79
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Ein Experiment sollte immer das gleiche Ergebnis liefern.
So gesehen, wie ich vorgeschlagen hatte, liefern z.B. neue altrömische Funde das nicht-Ergebnis, dass im alten Rom alles so war, wie man es sich gedacht hatte.

Der Schlüssel liegt in der formelhaften Beziehung zwischen Theorie (Idee) und Wirklichkeit. Genau, wie man "dem Elektron" (d.h.: allen Elektronen) eine bestimmte "Masse" zuweisen kann, die sich im Experiment immer wieder zeigt, weiß man auch, wie das Geld aussieht, das damals im alten Rom im Umlauf war.

Zitat:
Wenn ich aus einem alten Pergament einen Hinweis habe, dass da einst ein Dorf, eine Stadt oder eine Burg waren, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich etwas zu finden. Aber sicher ist man nie. Das macht es ja so spannend.
Meiner Meinung nach stieren Archäologen mit glasigen Augen auf eine vergangene Zeit, weil sie mit der Komplexität der Realität nicht zurecht kommen. Im Wesentlichen verarbeiten sie ja ihre Theorien über die Vergangenheit, und da kann ja nichts passieren.

Außer, dass halt der Staat um einen herum degeneriert und nach und nach durch einen Faschistischen ersetzt wird. Und selbst das kann Archäologen, wie man im Menschenversuch ca. 1900-1949 erkannt hatte, nicht aufhalten.

Zitat:
Umgekehrt sollte es Zweifel an den schriftlichen Quellen nähren (->Textkritik) wenn, wie in der Zeit von Karl dem Grossen, an den angegebenen Stellen oft absolut nichts gefunden wird.
Ja, klar. Wenn man sich dafür interessiert, was im Mittelalter abging, ist das absolut legitim. Das interessiert aber bald niemanden mehr.

Zitat:
Zitat von ElLobo1 Beitrag anzeigen
Einzelne Funde werden zu wichtig genommen, und nur als Rarität betrachtet, anstatt sie als letzten Rest weitverbreiteter einstiger Realität zu betrachten.
Es wäre schön, wenn Du das konkret (und in einem neuen Thread) ausformulieren würdest.

Zitat:
Doch es scheint irgendwie ein akzeptiertes Gesetz geworden zu sein, dass alte Völker immer als primitiver angesehen werden sollen, als bespielsweise wir heute.
Auf kognitiver Ebene haben "wir" meiner Meinung nach den "alten Völkern" z.B. Babylons, Griechenlands oder des deutschen Reichs offensichtlich nichts voraus. Umgekehrt gilt das aber genauso.

Zitat:
"Es müsse doch schließlich eine stete progressive Evolution geben, vom primitiven hin zur moderne."
Ja, das ist ein Irrglaube, den die Nazis in angemaßter Fortsetzung der Renaissance in die Köpfe der Leute geprügelt haben.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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