Thema: Göbekli Tepe
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Alt 05.05.2018, 14:15   #54
basti_79
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Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Das stimmt Religion gesteht sich große Irrtümer zu, die Wissenschaft macht es da Neuentdeckungen oder Hinterfragungen schon schwer bis unmöglich.
Das scheint mir zweimal "vorbeigeredet". Das Problem bei Religion ist nicht, dass man sich da überhaupt keine Fehler eingesteht, sondern dass man da, ausgehend von falschen Voraussetzungen, immer wieder Fehler macht. Der zweite Teil des Satzes, der über Wissenschaft, scheint mir von einem verbreiteten Irrtum geprägt. Selbstverständlich ist es schwierig, neues Wissen zu entdecken. Das liegt mitunter daran, dass "wir" schon so viel wissen. Und es ist selbstverständlich möglich, wissenschaftliche Erkenntnisse zu hinterfragen. Alle Erkenntnisse, die man "nicht hinterfragen darf" oder kann, sind keine wissenschaftlichen.

Zitat:
Und die Menschen, die an vorgefertigten Meinungen (Was nicht sein darf, ist auch nicht) oder Richtungen (Schulmedizin) ihr Glaubensbekenntnis getackert haben.
Das schöne an Wissenschaft ist ja, dass sie funktioniert, unabhängig davon, was Du oder sonst jemand davon hält. Beispielsweise wirken Antibiotika gegen Bakterien, die Deine Speicheldrüse befallen haben (ist mir mal passiert) - unabhängig davon, ob jemand daran glaubt oder nicht.

Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Und wenn ich dann noch an die ganzen Physiker, Mathematiker und Chemiker denke, denen das Schicksal der Geknechteten sowas von scheißegal ist.
Ich nehme an, das war ein Seitenhieb auf z.B. Nukleartechnik und Giftgase. Ich persönlich halte ("auch") bei Wissenschaft Ethik für zentral. Außerdem ist das ein Werkzeugargument: dass man ein gegebenes Mittel missbrauchen kann, heißt nicht, dass das Mittel verkehrt ist.

Zitat:
Da lobe ich mir doch die Informatiker, die gegen die Oberen kämpfen für die Rechte der Armen.


Ich kann doch auch nichts dafür, in einem Staat geboren worden zu sein, in dem Recht, Ethik und Verstand an letzter Stelle stehen.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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