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Alt 29.06.2018, 21:57   #5
basti_79
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Zitat:
Zitat von Tarlanc Beitrag anzeigen


Ich frage nicht immer nur deswegen nach Belegen, weil ich an der Wahrheit einer Behauptung zweifele, sondern mitunter auch, um die Möglichkeit zu weitergehenden Antworten hervorzuheben.

Zitat:
IQ-Tests sind ein probates Mittel um Probleme eines Schülers zu erkennen.
Warum denn nicht von "Arbeitnehmern", "Selbstständigen", "Bürgern" und anderen Menschen, die nach "Leistung" beurteilt werden?

Zitat:
Wenn ein Kind schwache Schulleistungen zeigt, kann man mit IQ-Tests ermitteln, ob das Problem in Sprache, Problemlösung, Gedächtnis, Mathematischem Denken, Abstraktionsvermögen oder sonstwo sitzt.
Erhoben wird natürlich nicht, ob das Problem z.B. darin sitzt, dass "das Kind" täglich verdroschen wird, mitten in der Nacht aufstehen muss, von Idioten vollgelabert oder schlicht und einfach anders missbraucht. Da könnte sich ja mitunter herausstellen, dass sich etwas ändern müsse. Also macht man einfach weiter wie bisher. So sieht Bildung aus, heutzutage!

Zitat:
Das ist das einzige, für das die Tests eigentlich eingesetzt werden sollten. Und dafür wurden sie auch entwickelt.
Ähm. Also zumindest in der BRD (wie Ihr "das" in der Schweiz handhabt, weiß ich nicht) werden IQ-Tests in 99% der Fälle dazu verwendet, Erwachsene zu beleidigen. Um Schüler zu beleidigen, hat man ganz einfach andere Tests entwickelt, die nach der Grundschule nicht mehr angewendet werden. Man kennt ja genug Geisteswissenschaften, die man entsprechend verwenden kann. "Was würde ein Historiker sagen, wenn er mit Faschismus konfrontiert würde? Was würde er sagen, wenn er dafür bezahlt würde, dass sich nichts ändert? Begründen Sie Ihre Antwort auf Grundlage der Erkenntnisse Senecas, konjugieren sie danach 'avoir'."

Zitat:
Dass die Pop-Kultur aus dem IQ eine Masseinheit für Intelligenz gemacht hat und Leute damit angeben, einen IQ von XX Punkten zu haben, ist sehr bedauerlich. Und dass es mit Mensa einen Verein gibt, der den IQ in religiösem Eifer anbetet und Auserwählte sucht, umso mehr.
Stimmt. Formal. Dummerweise ist ja jetzt selbst der (wie auch immer) gemessene IQ kein Maß mehr für die Privilegien, die man einem Menschen zuteilt. Da taugt eher, mit wievielen Verbrechen der durchgekommen ist und warum man ihn an Ort und Stelle lässt trotzdem. Und inwiefern er dem Merkel-Regime die Schuld an "der Flüchtlingsflut" zuschreiben kann, und wie oft er Mauern, Zäune und Schießbefehle als die einzig denkbare liberale Antwort auf die Herausforderungen der Gegenwart darstellen kann, die zugleich sicherstellt, dass die Zahl der notwendigen Änderungen minimal bleibt, bestenfalls bei 0.

Zitat:
Im Durch den Übungseffekt kann jeder, der zwei bis dreimal einen IQ-Test gemacht hat, eine hohe Punktzahl erreichen. Damit sagt die Zahl nur aus, wie gut man in einem solchen standardisierten Test ist.
Das ist das große strukturelle Problem an IQ-Tests. Was lernen wir daraus? Richtig: weiter wie bisher, wir brauchen bessere IQ-Tests, für bessere Bildung und eine bessere Zukunft. Aber erst einmal muss alles weitergehen wie bisher, bis jeder alles verstanden hat.

Zitat:
Für jedes Computerprogramm, das selbstsändig lernt, gibt es eine Vielzahl solcher Tests.
Richtig. Wohlgemerkt unterscheiden sich die Tests für Computer von denen für Menschen. Warum eigentlich?

Zitat:
Ich schreibe die auch immer für meine Programme. Diese Tests sind aber genau darauf ausgerichtet, was das Programm können muss.
"Test-Cases" sind wohlgemerkt etwas anderes als IQ-Tests. Da scheinst Du den Ansatz von "künstlicher Intelligenz" misszuverstehen. Das steht wohl auch im Artikel.

Zitat:
Alles andere ist irrelevant. Genauso wie bei den IQ-Tests nur die schulischen Fähigkeiten getestet werden.
Das stimmt nicht, zumindest für die Jurisidiktion der BRD. IQ-Tests sind hier irgendwelche dusseligen Puzzles, "schulische Fähigkeiten" sind
  1. Früh aufstehen
  2. Menschenverachtung
  3. Unterwerfung unter eine gegebene, absolute Macht
  4. Ignoranz
  5. Konkurrenzdenken
  6. Liberalismus
  7. Ausreden
  8. mehr arbeiten

Zitat:
Einen allgemeine Test für Intelligenz (menschlich oder artifiziell) anzustreben ist ein äusserst dummes Ansinnen und zeugt vom Unverständnis des Konzepts von Intelligenz (menschlich und artifiziell).
Da würde ich widersprechen wollen. Tatsächlich wäre es möglich, gewissermaßen zufällige Puzzles zu erzeugen. Man müsste nur
  • Die Sinnesmodalität des Puzzle zufällig wählen
  • Die Komplexität (Verzweigungstiefe, Arbeitsgedächtnis, Erfahrung) des Puzzle zufällig wählen
  • Für beides sinnvolle Maße finden, und diese ggf. individuell unterscheiden

Das Blöde wäre halt, dass sich fast notwendig herausstellen würde, dass man manipulierbaren Idioten die meiste Macht überlassen hat, und sich dafür bezahlen lässt, das geheimzuhalten, damit alles weitergehen kann wie bisher. Und natürlich, damit man sich am Leid der Milliarden weiden kann, von dem man profitieren möchte. Nebenbei bemerkt auch, dass KI's natürlich NI's in jeder Beziehung schlagen werden, die man nur vorhersehen konnte und auch wollte.

Wehe, wenn jemand herausfindet, wie man einer KI verschiedene Sinnesmodalitäten verleiht.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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