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Alt 19.06.2018, 21:41   #45
basti_79
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Da wird jetzt gewöllt.

Zitat:
Die 900 Milliarden werden wir nie wieder sehen und können sie der deutschen Staatsverschuldung in Höhe von 2 Billionen hinzuaddieren.
Wer sind "wir"?

Selbstverständlich werden wir "die 900 Milliarden" nicht unbedingt wieder sehen, es sei denn, einer der Schuldner steigt aus dem Euro aus. Und warum sollte man einen Außenhandelsüberschuss zu den Staatsschulden hinzuzählen? Staatsschulden sind Forderungen von Privat an die BRD. Der Target 2-Saldo ist "Euros, die von Deutschland nach anderswo gezahlt wurden". In diesem Sinne wäre es auch anzuraten, Zeter und Mordio zu schreien, wenn man sich beispielsweise eine Pizza bestellen, bezahlen und "das Geld nie wiedersehen" würde.

Zitat:
Einlagensicherungssysteme werden mit den Beiträgen von Banken finanziert. Sie garantieren im Fall einer Insolvenz einer Bank die Einlagen der Kunden und sollen einen Bankrun (Schaltersturm) verhindern.
Man könnte die Frage stellen, warum "die unsichtbare Hand des Marktes" bislang noch keine Insolvenzversicherung für Banken hervorgebracht hat. Tut man nicht.

Zitat:
Draghi plant also ein System einzurichten, das EU-weit bei einer Bankenkrise - welche in Anbetracht der maroden Banken Südeuropas mit Sicherheit kommen wird - das Geld der Sparer zu schützen. Was geschieht jedoch, wenn die Mittel erschöpft sind?
Erste nützliche Zusatzinformation: der Kapitalismus bringt zyklisch Krisen hervor. Dann aber FUD.

Zitat:
Ferner ist zu beachten, dass bis 2024 nationale Bankenverbände in der Eurozone ihre Fonds zur Einlagensicherung füllen müssen. Doch von den verlangten Werten sind die meisten Länder weit entfernt - auch die der größten Volkswirtschaft Deutschland. Obwohl seit 2014 europaweit gesetzlich vorgeschrieben ist, dass Banken alle Spareinlagen ihrer Kunden bis 100.000 Euro zu 0,8 Prozent durch eigene Mittel absichern müssen.
Auffällig, dass das genannte Gesetz nicht etwa fordert, dass alle Spareinlagen bis 100.000 € vollständig gedeckt und ggf. zurückgezahlt werden müssten.

Nich auffällig, dass nach 70 Jahren der Überblähung der Buchgeldbestände Eigenkapitalreglungen erst an dritter oder vierter Stelle kommen neben Versuchen, Bargeld abzuzocken.

Zitat:
Es ist zu befürchten, dass dann die Steuerzahler für die Banken Europas haften müssen, da zahlreiche Banken in Europa bekanntlich auf Grund ihrer Größe noch immer systemrelevant sind.
"Systemrelevant" ist immer noch für viele Ökonomen ein Schlüsselwort ("Trigger") von ähnlicher Stärke, aber umgekehrter Polarität zu "Transferunion".

Bei der "Finanzkrise ab 2007" wurde unter Merkel der Ersten entschieden, dass die Unsichtbare Hand des Marktes alle Probleme löst und deswegen allein den Banken Lobpreis & Anbetung gebühren würden. Damals waren die Ökonomen Feuer und Flamme, dass endlich alles beim Alten bleiben könnte. Heute schreiben sie ihren Kollegen in den geisteswissenschaftlichen Institution, dass alles beim Alten bleiben müsse. Dann müssen "Banken gerettet" und Mauertote beklagt werden, um Ahnengeister zu beschwichtigen und den Fortgang alles alten, aber mit Sicherheit, zu gewährleisten. So konnte und kann alles weitergehen wie bisher. Immer!

Zitat:
Gegenwärtig sind laut EU-Regeln alle Bankguthaben bis zu 100.000 Euro gesetzlich garantiert. Sollte es zu einem Kollaps einer großen Bank in Europa kommen, wird man zügig feststellen, dass dies blanker Unfug und nicht realisierbar ist.
Ja aber warum denn? Sind Banken nicht in der Lage, genug eigenes Kapital vorzuhalten? Oder ist das politischer Wille?

Wegen des Pendels muss man auch davon ausgehen, dass der nächste zaghafte Reformversuch (der natürlich von "linksgrün versifften Neujuden" im Verbund mit "Kommunisten", "Anarchisten", "Ökologen", "Künstlern", "Systemzersetzern", "Schulverweigerern" und "Transsexuellen" ausgehen wird) in weiter Ferne liegt. Jetzt kann erst einmal viele Jahrhunderte alles weitergehen wie bisher, die Würfel sind schon gefallen.

Zitat:
In Europa haben sich mittlerweile marode Kredite von fast 1 Billion Euro angesammelt. Helmut Schleweis vom Sparkassenverband DSGV bezeichnet EDIS sogar als einen "systematischen Griff in unsere Kassen" - zu Lasten der deutschen Sparer.

In Griechenland betragen die sogenannten "non-performing loans" (also Verbindlichkeiten, welche seit mehr als 90 Tagen nicht mehr bedient werden) 47,2 Prozent aller Kredite, in Zypern 40 Prozent und in Italien 14,5 Prozent. In Deutschland sind es gerade einmal 2,5 Prozent.
Mag auch daran liegen, dass man Verbindlichkeiten in Deutschland monatlich zu bedienen pflegt. Wie das in Südeuropa aussieht, weiß ich nicht, aber ich glaube nicht, dass man dort heute noch derart luxuriöse Fristen einräumt. Man sollte, darüber hinaus, die Säumnisfrist mit dem ausstehenden Betrag multiplizieren, um eine aussagekräftige Größe zu erhalten.

Zitat:
EDIS würde auf Grund der unterschiedlichen Stabilität der Bankensysteme auf eine massive Umverteilung innerhalb der Eurozone hinauslaufen: Die stabileren Bankensysteme Nordeuropas müssten für die schwächeren Südeuropas zahlen
"Umverteilung" ist auch so ein Triggerwort. Ökonomen meinen damit zuverlässig "Umverteilung von oben nach unten", die gleichbedeutend ist mit "Dem Untergang des Abendlandes", der "Überfremdung", "Revisionismus" usw. - also schlicht allem, was verkehrt ist.

Zitat:
Obendrein würde EDIS Fehlanreize nach sich ziehen. Kunden würden sich voraussichtlich Banken mit riskanteren Geschäftsmodellen aussuchen, die höhere Zinsen abwerfen, da diese durch EDIS abgesichert sind.
Da wird das Denken des Ökonomen klar: Staatlicher Eingriff = Subvention = Untergang des Abendlandes = Zwangskovertierung Aller zum Neujudentum. Nichts von "Konkurrenz", die das Geschäft beleben würde, nicht zwischen Banken. Konkurrenz ist etwas für arme Schlucker.

Zitat:
Ferner ist fraglich ob mit EDIS tatsächlich insbesondere in Südeuropa eine starke Bankenregulierung stattfinden wird.
Eindeutiger Manipulationsversuch: "Bankenregulierung" meint, obszöne Profite und Menschenverachtung einzuschränken, nicht den Versuch, Ökonomen zu gefallen.

Zitat:
Dies bedeutet, eine Bank, die zusätzlich aus Eigeninitiative vorsorgt, ist die Gelackmeierte.
Und was heißt das, Pappnase? Natürlich, dass "EDIS" ein so genannter "zahnloser Tiger" ist, der mehrere Jahre rotiert wird, bevor man herausfindet, dass alles weitergehen kann und deswegen auch muss wie bisher.

Zitat:
Laut einer Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) könnte die EU-Einlagensicherung die Gefahren in der Euro-Zone durch faule Bankkredite nur schwer auffangen. Weiterhin bestehen signifikante Risiken in den Bilanzen systemrelevanter Geldhäuser des Währungsraumes.
Wieder: was damals (2008) Recht war, soll heute Unrecht sein? Nur, damit die Banken weiter pfuschen können?

Zitat:
Seltsamerweise unterstützen CDU/CSU, SPD, Grüne und FDP EDIS im Europaparlament. Wir stellen uns die Frage: Wen und welche Interessen vertreten diese Parteien in Brüssel? Die des deutschen Sparers können es unserer Ansicht nach keinesfalls sein. EDIS wird nicht zur Gesundung Europas beitragen, sondern lediglich das Scheitern auf Kosten der Bürger hinauszögern.
Ein Körnchen Wahrheit ist ja dabei: selbstverständlich sollten nicht Zivilisten den Kollaps Südeuropas auffangen, sondern die Bonzen. Um wieviel wollen wir wetten, dass alle genannnten Parteien genau das zu verhindern wissen?

Zitat:
Eines sollte aber jedem Leser klar sein: Wenn die europäische Einlagensicherung implementiert wird, ist absolute Gefahr im Verzug und unserer Ansicht nach kann man dann die Uhr danach stellen, bis die erste südeuropäische Bank kippt und gerettet werden muss. Spätestens dann sollte man sich überlegen, wie viel Geld man auf dem Konto noch liegen lassen will.
Stimmt, es etwa in Bundesschatzbriefen anzulegen, wäre ja nicht rentabel... Keine weiteren Fragen, Euer Ehren.

Die Konsequenz ist klar: die nächsten Jahre werden die Ökonomen (wegen "Transferunion" und "faulen, neujüdisch-linksgrün versifften griechischen Pennern, die noch nie eine Existenzberechtigung hatten und der Gaskammer, die niemals existiert haben kann, gerade so entgangen werden" und damit "alles weitergehen kann wie bisher") Zeter und Mordio schreien. Damit alles weitergehen kann wie bisher.

https://www.heise.de/tp/features/EDI...r-4085017.html
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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