Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 01.04.2014, 17:50   #6
Analogie
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 02.03.2009
Beiträge: 169
Standard

Zitat:
Zitat von Skarabäus Beitrag anzeigen
Das würde ja bedeuten, das alles in der Natur greifbare, Werkzeuge wären. Damit hätte ja der Begriff "Werkzeug" seine eigentliche Definition verloren.
Nein, der Begriff "Werkzeug" ist eindeutig definiert und als ein speziell geschaffenes Instrument zu verstehen um damit einen anderen Gegenstand gezielt zu bearbeiten, mit dem Ergebnis etwas herzustellen, das es vorher so nicht gab.
"Dein" Werkzeug-Begriff hingegen schließt genau genommen alle hergestellten, geschaffenen Instrumente aus, die nicht dazu dienen, etwas herzustellen. Also solche, die selbst einem Zweck dienen, etwa als Jagdwaffe (Speer), als Hilfsmittel und/oder Gebrauchsgegenstand (Leiter, Krücken, Besen, Schwamm) oder als Besteck etc. ...

Trotzdem nennst du Waffen ebenfalls Werkzeuge.

Zitat:
Zitat von Skarabäus
Es wird nicht einmal erkannt, dass man diese körperfremden Gegenstände auch als Waffe einsetzen könnte.
Wikipedia sagt: „Doch dauerte es lange, bis sich herausstellte, dass sie [die Schimpansen] Werkzeuge auch im Freiland benutzen und sogar Jagdwaffen herstellen.“

Im Übrigen geht es bei der „Kultur im Tierreich“ wohl auch um die Tradierung neuer Errungenschaften und Verhaltensweisen, im Tierreich überwiegend durch Unterweisung und Nachahmung (bei uns hingegen auch sprachlich). Berühmte Beispiele für solche nicht angeborenen sondern tradierten Verhaltensweisen im Tierreich sind wohl das Termitenangeln der Schimpansen, das Saunieren der japanischen Makaken und auch die Tradition einiger Makaken-Gruppen, die Süßkartoffeln im Meerwasser waschen – und damit nicht nur säubern sondern auch salzen.

Wie sehr, oder wie wenig das mit „Kultur“ zu benennen ist, will ich nicht entscheiden. Deine Vorgehensweise aber scheint mir leider voller Vorab-Urteile und zudem übermäßig subjektiv geprägt.
Analogie ist offline   Mit Zitat antworten