Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 29.05.2018, 01:47   #3
Lawrence P. W.
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von Lawrence P. W.
 
Registriert seit: 10.07.2004
Ort: dort
Beiträge: 3.521
Standard

Die Frage ist vielmehr, wie willst du jetzt leben und wie willst du trotz der Schreckensmeldungen der Gegenwart für dich ein angstfreies Leben finden.
Einen Halt finden, der dich weiterbringen kann.

Glaube kann da eine Hilfe sein, aber nicht, wenn er Angst macht oder mit Angst arbeitet. Eigentlich sollte er eine Hilfe sein, Freiheit in sich und in dem Leben und in dem Miteinander zu entdecken.

Der erste Schritt ist da sicherlich auch ja zu sich selber zu sagen, ja zu dem eigenen Lachen, der eigenen Wut, der eigenen Lebenserfahrungen.

Du bist so, wie du bist und so darfst du auch sein. Keine Lehre darf dir da etwas anderes sagen oder Angst in dir erzeugen.
Gerade auch in Bezug auf die Dinge, die du in der Welt als schlimmes Leid wahrnimmst.

Die Karmalehre arbeitet mit Angstkonten, aber nicht mit der Freiheit des Menschen sich für das eigene frei zu entscheiden.

Gib dem bitte keine Macht über dich.

Alles hat seine Zeit, für alles, was geschieht in der Welt, in unserem Leben, gibt es eine bestimmte Stunde.
Wir wurden nicht gefragt, ob wir geboren werden wollten. Es ist uns aufgegeben, uns hineinzuleben in die Welt, in unser Leben und die uns eigene Bestimmung immer wieder neu zu suchen, zu geben, was wir können, zu nehmen, was wir dürfen, zu werden, die wir sind.
Es ist die bittere Wahrheit, daß kein Tag und keine Nacht vergehen, in der Krieg und Gewalt in dieser Welt zum Schweigen kommen. Und manchmal stellt sich im Verborgenen die beängstigende Frage, ob wir das Grauen brauchen, weil die zerstörerischen Kräfte als dunkle Macht auch in uns selbst lebendig sind.
Doch träumt zugleich in uns die tiefe Sehnsucht vor sich hin, daß eines Tages Frieden und Gerechtigkeit die Welt durchdringen, daß Lieder von versöhntem Leben in uns klingen, von Liebe und von Menschlichkeit.
__________________
Letztendlich muss jeder Atheist dran glauben
Der Glaube ist eine Realität von den Dingen, die wir hoffen.
Nietzsche "Gott ist tot" ............................................ Gott "Nietzsche ist tot"

Geändert von Lawrence P. W. (29.05.2018 um 01:50 Uhr).
Lawrence P. W. ist offline   Mit Zitat antworten