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Alt 05.10.2012, 15:27   #36
kfir007
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Standard Bamberger Reiter

Zitat:
Zitat von Elena Markos Beitrag anzeigen
Weiß jemand, was es mit dem Bamberger Reiter auf sich hat?
Aber klar doch:

http://www.historisches-franken.de/b...r/reiter02.htm

Daraus:

Zitat:
Alles begann mit dem Vorhaben Heinrichs - 1002 zum deutschen König, 1014 zum Kaiser (Heinrich II.) gekrönt -, Bamberg zum Zentrum des Reichs und zu einem neuen Bistum zu erheben. Aus diesem Grund wurde ein erster Dom ("Heinrichsdom"), als Bischofskirche errichtet und 1012 geweiht. Dieser Dom brannte im Jahre 1185 total ab, was einen Neubau notwendig machte. Der neue Dombau, dessen Beginn schon um 1200 datiert wird, vollzog sich am Übergang der Romanik zur Gotik. Seine Architektur blieb nach dem Willen des Domkapitels zwar konservativ-romanisch, weil in Bamberg die Verehrung für den heilig gesprochenen Kaiser Heinrich und seine Gemahlin, die heilige Kunigunde, an erster Stelle stand und der neue Dom eine Reminiszenz an den Heinrichsdom sein sollte, doch für den Skulpturenschmuck konnte das Domkapitel schließlich hochrangige Spezialisten gewinnen, die vollendete gotische Figuren auf dem höchsten künstlerischen Niveau ihrer Epoche formten. Der Neubau fiel in die Zeit Ekberts von Andechs-Meranien, der zu Beginn des 13. Jahrhunderts Bischof von Bamberg war, und fand 1237 seine Fertigstellung mit der Schlussweihe der Kathedrale.
Und hier:

http://hansgruener.de/docs_d/kanal/b..._historie8.htm

Und das ist er:

http://hansgruener.de/pictures/kanal...0_hs_15_01.jpg

Und:

Dieser Reiter ist ein König, denn er trägt eine Krone, und ein Heiliger, denn sonst dürfte die Figur nicht in der Kathedrale aufgestellt werden. König und zugleich Heiliger; auch das könnte auf Stephan von Ungarn hinweisen, obwohl es allein noch nicht genügt, um ihn in der Reiterfigur zu erkennen. Klarer wird das, wenn man sich vergegenwärtigt, dass König Stephan I. von Ungarn (um 969 oder um 975-1024) mit Kaiser Heinrich II. (973-1024) verschwägert war. Vajk (oder Waik) war ein ungarischer Fürstensohn, der bei seiner Taufe den Namen Stephan erhielt, weil einer Legende zufolge seiner Mutter der biblische Erzmärtyrer Stephanus erschienen sei und das zukünftige Königtum ihres Sohnes verkündet habe (griechisch stephanos = die Krone). Doch es ist realistischer anzunehmen, dass er erst seit seiner um 997 erfolgten Vermählung mit Gisela, der Schwester des Bayernherzogs Heinrich (später Kaiser Heinrich II.), den Namen Stephan führte, weil er auch erst zu diesem Zeitpunkt die Taufe empfing. Schließlich sorgte er als König (ab 1001) für die Christianisierung seines Landes.

Schön für die Zeithopser:
Alles fand nach dem 300 jährigen Zeitloch statt


Geändert von kfir007 (05.10.2012 um 15:51 Uhr).
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