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Alt 13.12.2016, 15:04   #15
basti_79
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Hmm... Also, um meine Position noch einmal zu verdeutlichen: meine Hypothesen sind:
  1. Urheberrecht nutzt hauptsächlich den Vertretern der Künstler - Verwertungsgesellschaften, Anwälte (und die schaden zuweilen der ganzen Branche), Verleger/Labels
  2. Der Nutzen für die Künstler ist eng begrenzt, eben da die Vertreter fast Monopolisten sind.
  3. Demgegenüber kommt es durch Massenabmahnungen und bizarre Vertriebskonzepte zu einem Schaden für potentielle und tatsächliche Käufer (DRM etc.).
Mit dem "digitalen Vertrieb" waren iTunes und eBook-Vertriebe gemeint. Da sind die Kosten fast 0, die Mehrwertquote ist somit in der Nähe von unendlich.


http://winfuture.de/news,83573.html


Der Grafiker steckt da im selben Dilemma wie andere Künstler auch:
  • Für Lau wird er seine Werke jederzeit los, verdient aber nichts daran
  • Eine Pauschale gibt es nur von einer Verwertungsgesellschaft, diese will aber selbst maximalen Profit machen
  • Einmal im "Starhimmel" ist sein eigener Profit maximal, aber da kommt er kaum aus eigener Kraft hin, und der Erfolg wird auch irgendwann nachlassen
...nagut, es sei denn, man macht sowas wie Damien Hirst, aber das geht halt auch nicht für alle. Oder wie Pispers sagt: "Im Kapitalismus kann jeder reich werden, aber eben nicht alle."
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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