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Alt 24.07.2016, 22:21   #20
basti_79
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Es ist nicht besonders hilfreich bei einem politischen Gegner eine psychische Krankheit zu diagnostizieren.
Ich denke da in der Richtung, dass, wenn es Methoden gibt, solche Phänomene zu behandeln (oder auch nur zu verstehen), man dadurch erstmal besagten "politischen Gegner" besser verstehen kann und auch bessere Strategien gegen die entsprechende Ideologie entwickeln kann.

Zitat:
Und warum soll es negativ sein Angst zu haben?
Hab' ich doch gar nicht behauptet. Nazis haben halt nur vor Sachen Angst, vor denen andere überhaupt keine Angst haben. Und wenn sie die Angst zu delinquentem Verhalten treibt, ist das ganz besonders schlimm.

Zitat:
Die Frage ist doch, wie man mit der Angst umgeht, sich seinen Ängsten stellt.
Und wenn jemand das gar nicht tun möchte? Was ja bei Nazis unterstelltermaßen der Fall ist.

Zitat:
Es ist ein anarchistischer Klassiker die "Freiheit" zu verherrlichen (und da treffen sie sich mit den Liberalen).
Ich habe Freiheit nicht verherrlicht, sondern gesagt, dass Nazis vor Freiheit Angst haben und sie deswegen vermeiden. Und auch danach trachten, auf politischem Wege anderen Leuten Freiheit zu nehmen.

Zitat:
Warum kann man nicht akzeptieren, dass viele Leute lieber eine kuschelige Höhle mit etwas Unfreiheit, aber Sicherheit, bevorzugen?
Vielleicht überrascht Dich das, aber das akzeptiere ich durchaus. Solange aus dieser "kuscheligen Höhle mit viel Sicherheit" keine Angriffe gestartet werden, ist mir das letztendlich piepegal, was die Leute so bevorzugen.

Ich sage ja z.B. auch immer, dass die Schulen trotz aller notwendigen Reformen unbedingt bestehen bleiben sollten. Gerade damit diese Kuschelhöhlen-Ideologen dort ihren natürlichen Lebensraum finden.

Zitat:
Wenn ich mich nicht irre ist das Auftreten von Nazis immer direkt korreliert mit schwachen und schwindenden Sozialsystemen.
Klar. Auch der Ansatz der historischen Nazis kann als von einem Wohlfahrtsgedanken geleitet verstanden werden. Ein ziemlich kranker und pervertierter Wohlfartsgedanke sicherlich.

Passt ja auch in die heutige Zeit.

Zitat:
Wer einen sicher Job, ein Heim und eine Familie hat, hat einfach weniger Angst.
Und das ist der Grund für diese Sache. Die letzten 60 Jahre wurde die Bevölkerung im Glauben gehalten, der Markt (bzw. die Institutionen des Staats) würde schon alles richten. Der Markt hat überhaupt nichts gerichtet und versagt gerade, die Institutionen stecken (fast alle) tief im Morast des kaiserzeitlichen Welt- und Menschenbildes, und die Leute verlieren langsam die Zuversicht, dass sich die Lage überhaupt jemals wieder bessern könnte.

Eine brisante Lage, letztendlich.

Diese Website fand ich in diesem Zusammenhang ganz nützlich: https://no-hate-speech.de/de/
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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