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Alt 12.08.2004, 11:41   #1
RolandHorn
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Standard Erdbeben in Alaska befürchtet

WElt.de berichtet am 11. August 2004

Zitat:
Mehr Erdbeben durch abschmelzende Gletscher
Greenbelt - In vielen Teilen der Welt schmelzen die Gletscher mit zunehmendem Tempo ab. In Alaska warnen nun Geophysiker vor einem erhöhten Erdbebenrisiko infolge der schrumpfenden Eismassen. Ohne das Gewicht der Gletscher können sich die tektonischen Platten der Erdkruste leichter in Bewegung setzen und sich in gewaltigen Erschütterungen neu anordnen, warnen US-Forscher im Fachblatt "Journal of Global and Planetary Change".


"Im Laufe der Erdgeschichte stieg die Anzahl an Erdbeben an, wenn sich große Eismassen zurückbildeten", sagt Jeanne Sauber, Geophysikerin am Goddard Space Flight Center der Nasa in Greenbelt. Sie analysierte den Rückgang der Gletscher in Alaska anhand von Satellitenaufnahmen und Fotos. Besonders die Eismassen in Südalaska reagierten empfindlich auf die Klimaerwärmung und sind in den letzten 100 Jahren zum Teil vollständig verschwunden. Gerade in dieser Region steigt nun das Erdbebenrisiko deutlich an. Hier stößt die Pazifische Platte gegen die Küste. Ohne den Druck der Gletscher können sich die Spannungen nun leichter in Erdbeben entladen. So soll das große St.-Elias-Beben 1979 mit einer Magnitude von 7,2 auf der Richterskala durch schmelzende Gletscher zu Stande gekommen sein.


Mit weiteren schweren Beben sei zu rechnen. Auch Skandinavien wurde zum Ende der letzten Eiszeit von vergleichbaren Beben erschüttert. Alpenbewohner müssen indes kaum mehr Erdbeben fürchten, da hier die tektonischen Bewegungen nicht so hohe Spannungen aufbauen wie etwa in Alaska. jol




Artikel erschienen am Mi, 11. August 2004
Gruß
Roland
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