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Alt 23.08.2018, 14:19   #3
perfidulo
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Warum diese Apothekerin keine Homöopathika mehr anbietet Tagesspiegel Berlin Es geht voran. Mit viel Hintergrundinformation zum Geschäftsmodell der Homöopathen.

Hinweise zu Kohle http://www.agrokarbo.info/carbo-ligni-hahnemann/ Die Homöopathen verbuchen die Wirkungen, die Holzkohle - löffelweise genommen - tatsächlich hat, für ihre D50-Globuli (gegen Durchfall). Total krass.
Zitat:
Wer dieser Tage die Bahnhofsapotheke im oberbayerischen Weilheim betritt, blickt auf eine leere Regalfront hinter der Verkaufstheke. Die 50 oder 60 Packungen homöopathischer Arzneien die dort standen hat Iris Hundertmark an den Großhändler zurückgegeben. Ihre Apotheke ist nun die vielleicht erste Deutschlands ohne Homöopathika auf Lager. „Die Leute haben Vertrauen in mich, ich möchte ehrlich zu ihnen sein.“ Es gebe nun mal keine wissenschaftlichen Studien, die die Wirkung der Mittel nachwiesen. Ihren Kunden hatte die Apothekerin bereits zuvor Alternativen angeboten - auch als die Regalfront noch voll war. „Globuli sind Zuckerkügelchen, die im besten Fall über den Placebo-Effekt wirken. Alle homöopathischen Mittel sind so stark verdünnt, dass sie kein einziges Molekül Wirkstoff mehr enthalten“, sagt Hundertmark.

Zulassung ohne Studie

Um in Deutschland auf den Markt zu kommen, müssen Homöopathika vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) entweder registriert oder zugelassen werden. Für Homöopahtie als „besondere Therapierichtung“ gelten hierbei spezielle Standards. Ist kein bestimmtes Anwendungsgebiet für das Mittel angegeben, muss es als Arzneimittel registriert werden. Dafür wird es auf Qualität und gesundheitliche Unbedenklichkeit geprüft. Das trifft auf rund 75 Prozent der vom BfArM bearbeiteten homöopathischen Arzneien zu. Nur wenn ein Anwendungsgebiet, etwa „fieberhafte Atemwegsinfekte“, angegeben ist, muss auch die Wirksamkeit nachgewiesen werden. Dies wurde dies laut BfArM noch für kein einziges homöopathisches Arzneimittel durch eine Studie bewiesen. Der Wirksamkeitsnachweis von Homöopathika, die leichte Erkrankungen heilen sollen, stützt sich auf eine von einer Kommission des BfArM erarbeitete Monographie des Stoffes und eine „bewerteten präparatebezogenen Literaturübersicht“.
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Geändert von perfidulo (23.08.2018 um 14:25 Uhr).
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