Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 21.08.2018, 00:06   #12
perfidulo
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von perfidulo
 
Registriert seit: 10.12.2005
Ort: Hauptstadt des Grauens
Beiträge: 9.562
Standard

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Ein "Sachzeugnis" (Fund?) ist aber, da auf Tatsachen gegründet, mit einem Experiment wenigstens oberflächlich vergleichbar.
Aber wirklich nur oberflächlich.
Bei einem Experiment zählt die Wiederholbarkeit.
Ein Fund ist nicht vorhersehbar und fast immer einmalig.
Ein Experiment sollte immer das gleiche Ergebnis liefern.
Man kann durch vertiefstes Wissen die Wahrscheinlichkeit eines Fundes erhöhen. Da hilft die Auswertung von Quellen schon ein wenig.
Wenn ich aus einem alten Pergament einen Hinweis habe, dass da einst ein Dorf, eine Stadt oder eine Burg waren, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich etwas zu finden. Aber sicher ist man nie. Das macht es ja so spannend.
Umgekehrt sollte es Zweifel an den schriftlichen Quellen nähren (->Textkritik) wenn, wie in der Zeit von Karl dem Grossen, an den angegebenen Stellen oft absolut nichts gefunden wird. Da wird man leicht als Zeithopser abqualifiziert, weil Geisteswissenschaftler dem Primat der Quellen nachhängen. Da wird noch einige Zeit ins Land gehen......
__________________
Vor jeder Antwort beachten: Ich bin kein Adept der Fantomzeit!
perfidulo ist offline   Mit Zitat antworten