Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 10.11.2017, 19:17   #24
Sakslane
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von Sakslane
 
Registriert seit: 27.11.2006
Ort: Tartu, Estland
Beiträge: 2.761
Standard

Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Das mit der Vorhersagbarkeit ist bei der Quantenmechanik nicht erfüllt.
Die zeitliche Entwicklung eines Quantenzustandes ist deterministisch, also vorhersagbar. Zufällig ist nur die Messung eines Quantenzustandes relativ zu einem Beobachter. Die gemeinsame Zeitentwicklung von Beobachter und Quantensystem ist dagegen wieder kausal. Im Gegensatz dazu ist bei einer akausalen Theorie gar keine Vorhersage möglich.
Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
Dass Tachyonen die Kausalität verletzten ist m.a. eine nicht zutreffende Behauptung.
Die Verletzung der Kausalität wäre nur dann gegeben, wenn Reactio vor oder gleichzeitig zur Actio erfolgen würde.
Genau das ist bei Tachyonen der Fall. Wenn ein Beobachter ein Tachyon beobachtet, dass sich von A nach B bewegt, wobei A vor B stattfindet, interpretiert er A als Ursache (Emission des Tachyons) und B als Wirkung (Empfang des Tachyons). Ein anderer, relativ dazu bewegter Beobachter nimmt aber dagegen den umgekehrten zeitlichen Ablauf wahr. Für ihn ist das Tachyon zuerst bei B, dann bei A. Also vertauschen auch Ursache und Wirkung ihre Rollen. Genau das verletzt aber die Kausalität.
Zitat:
Und das tritt nur dann ein, wenn die Überlichtgeschwindigkeit unendlich oder schneller!! wäre.
Nein, das gilt bei jeder Geschwindigkeit jenseits der Lichtgeschwindigkeit.
Zitat:
Sprich das überlichtschnelle Teilchen wird, soweit es langsamer als unendlich ist, immer Actio vor Reactio verursachen und benötigt stets "Zeit" um von A nach B zu gelangen.
Nein, je nach Beobachter braucht es eben keine Zeit, sondern nur "Raum", oder sogar negative Zeit.
Zitat:
Das einzige was passieren kann, ist, dass die Beobachter in ein Informationdeffizit geraten. Sie könnten messen, dass scheinbar Reactio vor Actio erfolgt, weil sie die Information von Actio und Reactio nur lichtschnell erhalten. Falls auch diese Informationsübertragung überlichtschnell erfolgen würde, wäre die Sachlage völlig klar.
Man kann dieses Modell am Besten mit überschallschnellen Geschoßen vergleichen, wo scheinbar auch der Einschlag vor dem Abschuss gehört wird.
Hier geht es aber nicht um einen reinen Beobachtereffekt durch die begrenzte Geschwindigkeit der Signalübertragung, sondern um die Signalübertragung selbst.
Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
Grundsätzlich werden mit der Lorentztransformation lediglich Zeit- und Ortkoordinaten umgerechnet, wodurch die relative Geschwindigkeit zueinander immer unterlicht sein muss, auch wenn die Summenformel etwas anderes sagen würde.
Genau diese Annahme ist für Tachyonen aber nicht erfüllt.
Zitat:
Ob sich sich die negativen Massenquadrate nur auf die Ruhemasse bezieht ist fraglich, da man nicht einmal ein Lichtquant "in Ruhe" gemessen hat.
Das kann man auch gar nicht, weil sich Licht stets mit Lichtgeschwindigkeit bewegt. Lichtquanten haben die Ruhemasse 0, was auch mit Messungen übereinstimmt, aus denen sich die Ruhemasse bestimmen lässt.
Zitat:
M.A. kann man bei jedem Teilchen von einem realen und einem imaginären Anteil ausgehen. Bei einem Baryonischen Materie-Teilchen überwiegt eben der reale postiven Anteil, bei einem Tachyonischen Materie-Teilchen überwiegt eben der imaginäre negative Anteil. Die Gesamtenergie ist natürlich immer positiv, wie Du es richtig vermerkt hast, lediglich der Vektor zeigt in die andere Richtung.
Das ist schlicht und ergreifend Unsinn, bestenfalls eine mathematische Spielerei. Gemessene Massen sind reell und positiv (oder 0).
Zitat:
Das Vakuum kann lokal (auf kleinen Skalen) instabil sein, und es könnten spontan Teilchen entstehen und wieder vergehen (siehe "virtuelle Teilchen"). Auf großen Skalen wäre das Vakuum trotzdem stabil. Aber weshalb soll sich die Masse aus dem Nichts bilden? Sie ändert sich wie bei einem Skalar und ist immer vorhanden, nur können wir sie eben (mit Ausnahme ihrer gravitativen Wirkung) nicht messen.
Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Auch ein stabiles Vakuum ist ein Quantenzustand, dessen Energie nicht ganz 0 ist, sondern positiv. Diese positive Energie zeigt sich darin, dass sich (virtuelle) Teilchen aus dem Nichts bilden und wieder verschwinden. Die Energie dieser Teilchen ist dabei ebenfalls positiv. Wenn es dagegen Teilchen mit negativer Energie gäbe, könnten sich diese aus dem Nichts bilden, wobei wieder Energie zur Bildung weiterer Teilchen frei würde, die sich dann in (reale) Teilchen umsetzen würde, d.h. es würde aus dem Nichts heraus ein "Perpetuum Mobile" der Erzeugung von Teilchen mit negativer und positiver Energie anlaufen, die nicht sofort wieder verschwinden, sondern den Raum anfüllen. So ein Vakuum wäre daher instabil, im Gegensatz zum beobachteten Fall, dass Teilchen nur für kurze Zeit entstehen und virtuell bleiben.
__________________
There's plenty of room at the bottom. (Richard Feynman)
Sakslane ist offline   Mit Zitat antworten