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Alt 09.10.2017, 18:30   #1
basti_79
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Standard Deutschlandfunk Kultur: Wählt AfD, weiter wie bisher!

Zitat:
Das einzig erstrebenswerte Ziel bei Meinungsverschiedenheiten schien immer zu sein, am Ende bei einem Konsens anzukommen, aber ist dieser Konsens wirklich stets erstrebenswert in der Politik, und wird sich jetzt in Deutschland alles ändern durch die AfD, wie so viele sagen?
Was für ein Blödsinn. Dass man die nicht rauswirft...
  1. Der Konsens der Politik ist festgeschrieben. Das nennt man "Verfassung".
  2. Da die AfD dasselbe Programm hat wie die anderen Parteien, wird sich auch nichts ändern

Zitat:
Viel wichtiger als Konsense sind meines Erachtens Verstehensprozesse, warum wir mit wem nicht einer Meinung sind, dass wir stärker auf der argumentativen Ebene nachvollziehen, was eigentlich hier vorliegt, welche Art von Konflikt um Ziele, um Mittel, und wie wir vielleicht auch uns besser hier einordnen und gegenseitig verstehen können, ohne uns ständig, viel zu oft gewiss auch, Entlastungszuschreibungen zukommen zu lassen im Sinne von: mit diesen Menschen kann man nicht diskutieren, die sind unvernünftig, die sind ungebildet, die sind Versager und Schlimmeres et cetera.
"Verstehensprozesse" muss das sein, was bei den Eliten nicht mehr abläuft.

Zitat:
Es gab zu meiner Studentenzeit – das ist jetzt schon ein bisschen, aber nicht lange her [ca. 10 Jahre] – stärkere, intensivere, hitzigere öffentliche Kontroversen auch, die an Hochschulen ausgetragen wurden.
Da würde ich gerne fragen, was das Ergebnis gewesen wäre. Ich vermute: "Weiter wie bisher!". Die Geisterwissenschaftlerin ist in Österreich hängengeblieben, dort hat man noch nie etwas anderes herausgefunden.

Zitat:
Das sollte man viel stärker auch in die Gesellschaft hineintragen und zeigen, wie man zivilisiert auch uneinig sein kann.
In der BRD tut das die Politik. Beispielsweise sind schätzungsweise 10% der Bevölkerung der Überzeugung, dass "SGB-II-Maßnahmen" und auch Arbeitsverhältnisse, die unter dem entsprechenden Psychoterror aufgenommen wurden, Zwangsarbeit sind, die eigentlich verboten ist. Die Behörden (und auch die Medien und die "Hochschulen") reagieren darauf, indem sie diese Millionen ganz zivilisiert ignorieren und weitermachen wie bisher.

Zitat:
Es gibt keine natürliche Autorität für Meinungen.


Was für ein Unsinn. Es gibt vielleicht "keine natürliche Autorität", aber Menschen, die sich solche Autorität anmaßen, und die sie mit allen Mitteln durchzusetzen versuchen. Was man auch auf keinen Fall in Frage stellen darf, nicht einmal im Pseudoliberalismus der "Hochschulen" (gemeint sind natürlich die Geisterwissenschaften).

Aus fadenscheinigen Gründen rauswerfen, Institut dichtmachen, und dann nochmal fragen, ob es hier "keine natürliche Autorität für Meinungen" gibt. Wenn sie dann immer noch denselben Blödsinn erzählt, würde ich ihr sogar glauben, dass sie den Blödsinn selber glaubt.

http://www.deutschlandfunkkultur.de/...icle_id=397757
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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