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Alt 23.09.2017, 12:23   #58
basti_79
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Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
Also beleg einmal, dass MRT völlig harmlos und keinen Einfluss auf den Menschen ausüben.
  1. Muss immer die ungewöhnliche Behauptung belegt werden. Das ist ja gerade der Grund dafür, warum man z.B. nach Spätschäden durch HF-Strahlung sucht.
  2. Der Einfluß von künstlichen Röntgenstrahlen lässt sich abschätzen. Der verschwindet dann irgendwo hinter dem Komma (Zitat Hagen Rether: "Angst vor dem Islam? Letzes Jahr sind 70.000 Menschen an Alkohol krepiert! Haben sie Angst vor Alkohol?"). Für Magnetfelder und HF-Strahlung sind nicht einmal solche oberen Schranken der Gefährlichkeit bekannt.
  3. "kein Einfluss auf den Menschen" ist das falsche Kriterium. Die Frage müsste sein, ob die Gesundheit der Patienten oder der Bediener gefährdet wird. Das konnte noch nicht nachgewiesen werden.
Das Bundesamt für Strahlenschutz unterhält eine außerordentlich ausführliche Seite zu diesen Fragen:



http://www.bfs.de/DE/themen/ion/anwe...nativ/mrt.html

Zitat:
Weil die Zeit der Aussetzung dieser Magnetfeldstrahlung zum Unterschied zum Mobiltelefon sehr gering ist.
A priori würde ich davon ausgehen, dass man da die verwendete Leistung (bzw. Energie) als Maßstab nehmen müsste. Die Wechselfelder im MRT werden im kW-Bereich gespeist, das ist also gegenüber einem Mobiltelefon (max. 4W instantan, mit sehr schmaler Austastungsrate) schon eine Hausnummer.

Die Bediener sitzen 8 Stunden am Tag in diesen Feldern. Anders als bei Röntgen-Bedienern früher (oder Bedienern von Radaranlagen, bei denen auch Röntgenstrahlung entsteht, die man abschirmen müsste) ist da nie ein Einfluss aufgefallen.

Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Warum macht eigentlich ein MRT so viel Lärm? Die verwendete Spule hat doch keinen Eisenkern!
MJ's Antwort war natürlich unvollständig.

Es ist richtig, dass bei Trafospulen normalerweise der Eisenkern am lautesten brummt (Magnetostriktion). Das heißt aber nicht, dass eine Spule ohne Kern nicht brummen würde. Beim MRT muss man ein ziemlich starkes Magnetfeld ziemlich schnell "kippen". Je stärker und schneller, desto deutlicher wird das zu messende Signal. Jedesmal, wenn das passiert, wechseln die Kräfte auf alle im Sinne einer Magnetspule wirkenden Teile. Diese werden durch Formschluss gehalten, das heißt durch mechanische Gegenkräfte. Wenn jetzt die Kräfte sich ändern, müssen sich auch die Gegenkräfte ändern, dadurch ändert sich die Form des Aufbaus ein wenig, und es entsteht eine Schallwelle.

Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
Was reitest Du da für Prinzipien? Jede Teilchenstrahlung kann man als Welle interpretieren und jede Welle als Teilchenstrahlung. (Welle-Teilchen-Dualismus)
Was sind denn bei einem Magnetfeld die Teilchen?

Mit "Magnetfeld" meint man üblicherweise eine elektromagnetische Erscheinung mit so geringer Frequenz, dass elektrische Phänomene nicht zu beobachten sind. Der Grenzfall davon ist dann halt ein Permanentmagnet.

Übrigens weiß man noch nicht einmal wirklich, warum natürliche Magneten (die man gelegentlich findet) überhaupt magnetisiert sind. Die meiner Meinung nach beste Theorie ist: durch Blitzschlag...
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
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