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Alt 19.08.2017, 17:16   #1
basti_79
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Standard Die Turboslawen

In Polen breitet sich gerade eine ziemlich krude VT aus. Daran kann man gut erkennen, wie mit Geschichtsschreibung politische Ideologien begründet werden, und wie wirksam solche Mythen sein können.

Inhaltlich besagt die VT, dass schon um 70.000 vuZ in einem Reich namens Gobi Indo-Arier regiert hätten. Irgendwann wurden daraus dann Slawen, die Lechland (Proto-Polen) regiert hätten und dem römischen Reich ernsthafte Konkurrenz gemacht hätten. Bis Mieszko I. dann um 960 Lechien durch Konversion zum Christentum an das HRR (also die Deutschen) verraten hätte.

Mateusz Fafinski kommt zu dem Schluss, dass Historiker solche Mythenbildungen bekämpfen müssten, scheint aber keine Werkzeuge zu kennen, das zu tun. Das verwundert. Immerhin teilen Historiker immer wieder mit, dass Verschwörungstheorien nichts neues seien. Warum hat man in den letzten 70 Jahren keine Gegenmittel gefunden?

https://mfafinski.github.io/Turboslavs/
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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