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Alt 08.07.2017, 14:05   #110
basti_79
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Es spricht nichts dagegen, dass es tatsächlich eine einzige, von unseren Wahrnehmungen unabhängige Realität gibt.

  1. Wahrnehmungen sind anscheinend allesamt objektivierbar. Sobald sich Leute einig sind, dass etwas die Wahrnehmung eines äußeren (realen) Phänomens ist, kann man Messmethoden definieren, die bei allen Beobachtern dasselbe Resultat ergeben.
  2. So gut wie jeder Mensch geht davon aus, dass das der Fall wäre.


Das sind beides, strenggenommen, unwissenschaftliche "Ad-Hoc"-Argumente, bzw. ein Zirkelschluss und ein Mehrheitsargument. Das kann man aber auch nur dann erkennen, wenn man versteht, was das Problem mit solchen Schlüssen ist, und dann hat man meiner Meinung nach schon längst akzeptiert, dass es eine Realität gibt.

Für den Matrixismus (Stichwort "Gehirn im Tank") muss man die Annahme treffen, dass es eine Realität gibt, und zusätzlich dazu einen "Simulator", der unsere "Matrix" erzeugt. Das ist erst einmal entgegen Occam's Razor, und dann gibt es offensichtlich auch keine Möglichkeit, die Behauptung zu widerlegen. Damit handelt es sich gemäß Popper um eine unwissenschaftliche.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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