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Alt 02.06.2017, 19:48   #1
basti_79
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Standard Warum Tatsachen nicht unser Denken ändern

Der Titel wirkt auf mich extrem provokant, aber vielleicht bin ich da eine Ausnahme.

Hier erklärt Elizabeth Kolbert, warum Leute Denkfehler machen: Die sind eine Nebenwirkung von "intellektueller Zusammenarbeit". Im Text erwähnt sie das Beispiel: Wenn jeder erst hätte Metallverarbeitung verstehen müssen, bevor er ein Messer hätte benutzen können, wäre man in der Bronzezeit nicht besonders weit gekommen.

Ich kann mich erinnern, über solche Fragen ("Wann darf ich ein Werkzeug benutzen?" - Natürlich, wenn ich weiß, welche Folgen mein Handeln hat - mit den Spezialfällen "Waffe" und "Maschine" [enorm kompliziertes Werkzeug]) irgendwann mit 10 oder 12 nachgedacht zu haben, und nach etlichem Grübeln auf die Lösungen gekommen zu sein, die auch heute noch meine Ethik und meine Diskursethik zutiefst prägen.

Leider werden 99% der Bevölkerung wieder denken, dieser Artikel bedeutet: "Ok, wir haben nachgeschaut: es kann und muss alles weitergehen wie bisher...". Ich lese da eine zweite Ebene.

(Kenntnis der englischen Sprache erforderlich)

http://www.newyorker.com/magazine/20...ange-our-minds
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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