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Alt 19.06.2010, 13:50   #7
rene
Jungspund
 
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Registriert seit: 19.06.2010
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Standard Hallo Sakslane

Sakslane;116267]
Zitat:
Man kann sich relativ einfach überlegen, warum Sterne, Planeten, Sonnensysteme etc. keine elektrische Ladung haben. Zunächst zu den Planeten: Die bestehen aus (kalten) Atomen. In diesem Materiezustand sind Elektronen und Atomkerne fest gebunden, und beide zusammen sind neutral.
Wären sie elektrisch geladen (und zwar mit gleichem Vorzeichen, denn sonst würden sich ihre Ladungen gegenseitig neutralisieren), so wäre ihre elektrostatische Abstoßung größer als die Anziehung durch die Schwerkraft. Sie würden also gar keine Planeten bilden.
Dann müsste auch ein Elektromagnet auseinanderfallen.
Die Atombindung ist aber stärker.

Zitat:
Bei Sternen wie der Sonne ist es etwas anders. Durch die hohe Temperatur befindet sich die Materie in einem anderen Zustand, den man als Plasma bezeichnet. Dabei sind die Elektronen nicht mehr fest an die Atomkerne gebunden. Stattdessen bewegen sich beide frei umher. Experimente mit solchen Plasmen auf der Erde zeigen aber, dass ein Plasma nur dann stabil ist, wenn es insgesamt elektrisch neutral ist. Unsere Sonne ist stabil - folglich muss sie elektrisch neutral sein.

Das sind natürlich zunächst mal rein theoretische Überlegungen, aber Wissenschaft zeichnet sich eben dadurch aus, dass man Experimente macht und damit Theorien überprüft. Und solche Experimente hat man auch im Sonnensystem gemacht und diverse Sonden auf die Reise geschickt, die u.a. auch elektrische und magnetische Felder im Sonnensystem vermessen haben. Dabei hat sich gezeigt, dass die meisten Planeten ein Magnetfeld haben, genau wie unsere Erde, aber keine elektrische Ladung. Das gleiche gilt für die Sonne.

Eine Gesamtladung kann auch nicht daraus resultieren, dass "Magnetfelder aneinander zerren" oder "reiben". Elektrische Ladung ist eine Erhaltungsgröße. Wenn das Sonnensystem als ganzes elektrisch neutral ist, dann bleibt es das - es sei denn, man führt von außen elektrische Ladung zu oder ab. Aber diese Ladung kann nicht aus dem Nichts kommen oder einfach verschwinden.
Die elektrische Ladung kann aber schon bei der Sternbildung entstanden sein.

Zitat:
Die Planeten "reiben" auch nicht aneinander wie ein Luftballon an einem Wollpullover. Bei letzterem kann man tatsächlich statische Elektrizität erzeugen, weil sich beide Stoffe berühren. Dadurch können elektrische Ladungen vom einem auf den anderen übertragen werden. Einer lädt sich positiv auf, der andere negativ. Die Gesamtladung aber, also die Summe aus beiden Ladungen, bleibt immer gleich, und zwar 0, wenn beide vorher ungeladen waren. Da sich aber die Planeten nicht berühren, kann zwischen ihnen auch keine Ladung übertragen werden, sie bleiben ungeladen.

Nun zu der Theorie, in der Mitte der Galaxie wäre ein schwarzes Loch, das anders geladen ist als die Sterne außenrum: Dann würde es diese Sterne um so stärker anziehen und je mehr es davon verschluckt, um so mehr würde seine Ladung durch diese Sterne neutralisiert werden.Eine solche Anordnung wäre also gar nicht stabil.
Im Galaxienzentrum (Bulge) befinden sich fast nur alte Sterne
wenn man wie ich sagt dass alte Sterne über 10 Millarden Jahre nicht elektrisch geladen sind, können diese wenn sie in das SL fallen es auch nicht neutralisieren.

Zitat:
Davon abgesehen beobachtet man aber auch die Bewegung der Sterne in der Nähe des Zentrums der Milchstraße. Diese lässt sich mit theoretischen Vorhersagen vergleichen. In dieser Theorie kann man nun annehmen, dass das schwarze Loch entweder neutral oder geladen ist. Durch Vergleich mit den Messdaten sieht man, dass diese für ein neutrales schwarzes Loch sprechen.
Das spricht ebenfalls dafür dass die Alten Sterne nicht durch die Coloumbkraft gebunden sind sonder nur gravitativ.
Für die jungen Sterne in der galktischen Scheibe benötigt man allerdings eine zusätzliche Kraft "Dunkle Materie?" nein. Sondern die Coloubkraft weil Junge Sterne elektrisch angezogen werden.

Zitat:
Es gibt noch ein Argument, das gegen dieses Modell spricht: Der Effekt, der durch die dunkle Materie erklärt werden soll, macht sich vor allem am Rand der Galaxien bemerkbar. Hier bewegen sich die Sterne besonders stark "zu schnell". Wenn man dunkle Materie als Erklärung heranzieht, kann man das dadurch erklären, dass sich innerhalb der Bahn eines solchen äußeren Sterne viel mehr dunkle Materie befindet als innerhalb der Bahn eines Sterne, der sich weiter innen befindet. Folglich muss der Effekt außen stärker sein. Anders ist es beim Modell mit dem geladenen schwarzen Loch und den geladenen Sternen: In diesem Modell müsste die Anziehungskraft nach außen hin kleiner werden statt größer, weil die Ladung des schwarzen Lochs nach außen hin durch immer mehr entgegengesetzt geladene Sterne abgeschirmt bzw. neutralisiert wird. Ganz außen hätte man also gar keinen Effekt mehr. Das passt aber nicht zu den Beobachtungen.
Wenn man aber sagt dass die Sterne nach innen hin elektrisch neutraler werden, passt es wieder

Zitat:
Diese Beobachtungen sind deutlich detaillierter, als man häufig liest. Man misst nicht nur die "Rotationsgeschwindigkeit" einer Galaxie. Eine Galaxie ist kein starrer Körper, der sich dreht wie ein Rad. Stattdessen umkreisen Milliarden von einzelnen Sternen ein gemeinsames Zentrum. Die Geschwindigkeit dieser Sterne hängt von ihrem Abstand zum Zentrum ab. Genau diese Abhängigkeit lässt sich messen. Man bekommt so ein "Geschwindigkeitsprofil" heraus. Aus diesem lässt sich nicht nur berechnen, wie viel Materie in der Galaxie vorhanden sein muss, sondern auch, wie sie verteilt ist. Dabei findet man nicht nur, dass sich im Zentrum der Galaxien massive Objekte befinden müssen (z.B. schwarze Löcher), sondern auch, dass die in den Galaxien verteilte Materie ebenfalls anziehend wirken muss. Letzteres wäre bei identisch geladenen Sternen nicht der Fall.

Die dunkle Materie wird übrigens nicht nur dafür benutzt, um die Rotation der Galaxien zu erklären. Man braucht sie auch zur Erklärung des Gravitationslinseneffektes durch Galaxien bzw. Galaxienhaufen: Deren Schwerkraft krümmt nämlich den Raum so stark, dass das Licht der Galaxien dahinter abgelenkt wird und ihr Bild linsenartig verzerrt erscheint. Rechnet man alle sichtbare Materie in diesen Galaxienhaufen zusammen, so stellt man fest, dass sie allein nicht ausreicht, um den beobachteten Effekt zu erklären. Man nimmt daher an, dass noch mehr Materie vorhanden ist, die aber kein Licht aussendet wie die Sterne, sondern "dunkel" ist. Mit einer elektrischen Ladung lässt sich der gemessene Effekt übrigens nicht erklären: Durch elektrische Ladungen wird Licht nicht abgelenkt, durch die Schwerkraft dagegen schon.
Ich suche schon ne ganze weile nach einem gemachten Experiment, dass beweist dass Licht nicht durch elektrische Ladungen abgelenkt wird.
Wenn du einen Link zu so einem Experiment hast, dann her damit. Oder stell nicht irgendwelche unbewiesenen Behauptungen in den Raum.

Zitat:
Außerdem ist dunkle Materie noch wichtig bei der Strukturbildung im Universum: Irgendwie müssen sich aus dem heißen Gas nach dem Urknall die heute vorhandenen Sterne und Galaxien gebildet haben. Diese Prozess lässt sich am Computer simulieren und man bekommt die beobachteten Strukturen genau dann heraus, wenn man dunkle Materie mit in die Simulation einbezieht. Ohne dunkle Materie "klumpt" die sichtbare Materie nicht stark genug zusammen, um Galaxien zu bilden. Elektrische Ladungen könnten kein solchen "Klumpen" bewirken.
Dunkler Materie ist ja auch praktisch man kann ihr alle die Eigenschaften geben die man für ein gutes Simulationsergebnis braucht.
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